Autor Thema: Du bist begnadet!  (Gelesen 3295 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Bibelfundi

  • Gast
Du bist begnadet!
« am: 05 April 2015, 19:44:35 »
Gerechtigkeit stellt die Gemeinschaft mit Gott wieder her

„… und den neuen Menschen angezogen habt, der nach Gott geschaffen ist in wahrhaftiger Gerechtigkeit und Heiligkeit.“ Epheser 4,24

Die Erlösung zielt darauf hin, den Menschen so wiederherzustellen, dass er in Gemeinschaft mit Gott leben kann. Ein heiliger Gott könnte keine Gemeinschaft mit einem Menschen haben, der die sündhafte Natur noch in sich trägt. Das Wort Gottes spricht hier von einer „wahrhaftigen“ Gerechtigkeit. Es ist also nicht nur eine Benennung oder Bezeichnung von „Gerechtigkeit“, sondern diese Gerechtigkeit ist Realität.

Das Erlösungswerk Jesu Christi hat für dich eine völlige Wiederherstellung bewirkt. Gerechtigkeit ist der rechte Stand vor Gott. Gerecht sein bedeutet: o.k. sein, richtig sein. Du stehst richtig. Du „bist“ richtig - völlig richtig!!!

Gerechtigkeit ist die Fähigkeit und das Recht …

ohne Minderwertigkeit,

ohne schlechtes Gewissen und

ohne Makel vor Gott stehen zu können.

Dieser Stand ist dir durch das Erlösungswerk Jesu Christi und durch die neue Geburt geschenkt worden.

Offline inchristus

  • Benutzer
  • Beiträge: 184
Re: Du bist begnadet!
« Antwort #1 am: 06 April 2015, 14:27:17 »
Hallo lieber Leser/Schreiber,

wir in Christus haben nach wie vor die sündhafte Natur noch in uns, sonst könnten wir nicht mehr sündigen; und zwar solange bis wir vollendet sind. Wenn wir sterben, sind wir frei vom sündigen Fleisch, das zu unserer Lebenszeit gegen den Geist streitet. Röm7

Bis dahin müssen wir im Glaubenskampf unser Fleisch im Tod halten.

Hätten wir mit unserer Wiedergeburt nicht mehr die fleischliche Natur weiter in uns, bräuchte uns der Geist nicht auffordern, im Geist zu wandeln. So aber werden wir ermahnt:

Röm8,1 „So gibt es jetzt keine Verdammnis mehr für die, welche in Christus Jesus sind, die nicht gemäß dem Fleisch wandeln, sondern gemäß dem Geist.

Phi3,18.19 „Denn viele wandeln, wie ich euch oft gesagt habe und jetzt auch weinend sage, als Feinde des Kreuzes des Christus, ihr Ende ist das Verderben, ihr Gott ist der Bauch, sie rühmen sich ihrer Schande, sie sind irdisch gesinnt.“

Röm8,13.14 „Denn wenn ihr gemäß dem Fleisch lebt, so müsst ihr sterben; wenn ihr aber durch den Geist die Taten des Leibes tötet, so werdet ihr leben. Denn alle, die durch den Geist Gottes geleitet werden, die sind Söhne Gottes.“

Der Christ kann also immer noch im Fleisch wandeln, weil die fleischliche Natur immer noch in ihm ist. Hätte der wiedergeborene Christ die fleischliche Natur nicht mehr in sich, gäbe es auch keine fleischliche Christen und wir könnten auch nicht mehr sündigen. Aber sündlos werden wir erst, wenn wir sterben und bei Christus sind. Dann sind wir losgelöst vom sündigen Fleisch. Denn der Geist kann nicht sündigen.

Liebe Grüße
Astrid
« Letzte Änderung: 06 April 2015, 19:30:47 von inchristus »
Denn wer mich findet, der findet das Leben und erlangt Wohlgefallen von dem HERRN; wer mich aber verfehlt, tut seiner Seele Gewalt an; alle, die mich hassen, lieben den Tod! Spr 8,35.36

Offline Jose

  • Benutzer
  • Beiträge: 1709
Re: Du bist begnadet!
« Antwort #2 am: 07 April 2015, 17:58:17 »
Im Römerbrief steht geschrieben: "Da wir nun gerechtfertigt worden sind aus Glauben, so haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus" Röm 5,1. Das ist ein wunderbares Wort. In einer Predigt hörte ich, dass anstatt „gerechtfertigt“ es eigentlich lauten sollte „gerecht gemacht“. Gott hat uns für gerecht erklärt, weil wir in Christus gerecht gemacht sind, aber das ist nicht unser Verdienst und es ist auch nicht die Wiederherstellung eines dagewesenen Zustandes. Was wir sind, sind wir nur IN CHRISTUS, und außerhalb von IHM sind wir nichts.

In uns gab es nichts zu „rechtfertigen“ auch nichts, was es wiederherzustellen gab, da es in uns nicht gutes gibt. Daher benötigen wir die Ermahnungen: "Wandelt würdig der Berufung, mit der ihr berufen worden seid" Eph 4,1 und "Liebt nicht die Welt noch was in der Welt ist! Wenn jemand die Welt liebt, ist die Liebe des Vaters nicht in ihm" 1.Joh 2,15. Auch hier übrigens eine Bibelstelle, welche die Gefahr und Möglichkeit des Abfalls vom Glauben erwähnt.

Wir müssen wachsam sein, denn die Nacht ist weit vorgerückt, und der Tag ist nahe. Lasst uns nun die Werke der Finsternis ablegen und die Waffen des Lichts anziehen! (Röm 13,12). Wie viel Finsternis gibt es auch im Leben vieler Gotteskinder, wenn ich nur an die Sünde der Lüge denke: "Deshalb legt die Lüge ab und redet Wahrheit, ein jeder mit seinem Nächsten! Denn wir sind untereinander Glieder" Eph 4,25.

Die Bibelstelle aus Eph. 4,25 folgt der erwähnten im Eröffnungsbeitrag. Wie viel Lüge und Heuchelei gibt es doch auch unter den Gläubigen. Gott wird darüber richten, aber wie schade, wenn so wenig Buße darüber getan wird.

Gott hat uns gerecht gemacht, aber wir sind weit davon entfernt so zu sein, wie Gott uns haben möchte. Allerdings sollte bei uns nicht ein Zustand wie unter dem Gesetz gefunden werden, wenn es heißt: "Denn ich weiß nicht, was ich tue. Denn ich tue nicht, was ich will; sondern, was ich hasse, das tue ich" Römer 7,15 (Luther 1912). Wir dürfen, mit Gottes Hilfe, überwinden, aber das ist kein Automatismus. Wir sind eine neue Schöpfung und alles ist neu geworden, aber die Ermahnung gilt dennoch: "Wandelt im Geist, und ihr werdet die Begierde des Fleisches nicht erfüllen" Gal 5,16.

Das galt nicht nur den Galatern, die in Gefahr standen, sich verführen zu lassen und wieder das Gesetz zu halten. Es gilt allen, daher lesen wir auch: "Und nun, Kinder, bleibt in ihm, damit wir, wenn er offenbart werden wird, Freimütigkeit haben und nicht vor ihm beschämt werden bei seiner Ankunft!" 1.Joh 2,28.
« Letzte Änderung: 07 April 2015, 18:00:29 von Jose »

Bibelfundi

  • Gast
Re: Du bist begnadet!
« Antwort #3 am: 07 April 2015, 20:01:23 »
Liebe Astrid,
nur auf Grund des Glaubens an die vollkommene Erlösung in Christus, kommen wir dann in der Praxis dazu. Anders herum geht es nicht, wie im Bibelvers unten steht.

Gal.2/17 Wenn aber auch wir selbst, die wir in Christus gerechtfertigt zu werden suchen, als Sünder erfunden wurden - ist dann also Christus ein Diener der Sünde? Das ist ausgeschlossen.

Siehe auch hier:
http://www.hauszellengemeinde.de/portal/index.php?topic=885.msg5771#msg5771
« Letzte Änderung: 07 April 2015, 20:04:18 von Bibelfundi »

Offline inchristus

  • Benutzer
  • Beiträge: 184
Re: Du bist begnadet!
« Antwort #4 am: 07 April 2015, 22:19:51 »
Hallo Bibelfundi,

um dich besser verstehen zu können, frage ich dich ganz direkt: Du schreibst, dass der in Christus gerechtfertigte Mensch die sündige Natur nicht mehr in sich hat. Richtig?

Folgerichtig könntest du dann auch nicht mehr sündigen, denn das Fleisch begeht die Sünde, der Geist nicht. Also wärst du dann mit dem Glauben an Christus frei von Sünde. Seit deiner Wiedergeburt würdest du dann nicht mehr sündigen können. Das würde heißen, dass du nicht mehr eine Sünde begehst. Lege ich deine Gedanken richtig aus?

Einen schönen Abend noch!
Astrid
« Letzte Änderung: 07 April 2015, 22:23:05 von inchristus »
Denn wer mich findet, der findet das Leben und erlangt Wohlgefallen von dem HERRN; wer mich aber verfehlt, tut seiner Seele Gewalt an; alle, die mich hassen, lieben den Tod! Spr 8,35.36

Bibelfundi

  • Gast
Re: Du bist begnadet!
« Antwort #5 am: 08 April 2015, 17:04:37 »
Liebe Astrid,
es geht darum: Wer in IHM bleibt sündigt nicht.
Wenn wir sündigen haben wir diese Position verlassen.
Wir sollen ja das Fleisch unter die Herrschaft des Geistes stellen und je mehr der Sünde widerstehen und zu Überwindern werden.
Wandelt im Geist und ihr werdet die Lüste des Fleisches nicht vollbringen!

Bibelfundi

Offline Jose

  • Benutzer
  • Beiträge: 1709
Gerecht gemacht
« Antwort #6 am: 08 April 2015, 22:54:57 »
Beitrag editiert

Johannes 3,16, der mir in diesen vergangen Tagen wieder besonders kostbar wurde, ist ein Bibelwort welches stets ansprechend und zu Herzen gehend ist: "Denn Gott hat die Welt so geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe" (Schlachter 1951).

Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass ER das unfassbare tat. Es gab und gibt zwar edle Menschen, die sich aus Liebe für andere hingeben, aber GOTT ist GOTT und SEIN SOHN wurde Mensch, um für uns zu sterben. Wie unfassbar ist es doch. Wie schrecklich muss die Sünde sein.

Vorhin habe ich das Lied „Wir danken dir, Herr Jesu Christ“, gelesen. Ich freute mich darüber, durch Christus vor Gott gerecht gemacht worden zu sein.

Wir danken dir, Herr Jesu Christ, dass du für uns gestorben bist und hast uns durch dein teures Blut gemacht vor Gott gerecht und gut,
und bitten dich, wahr’ Mensch und Gott, durch dein heilig fünf Wunden rot: Erlös uns von dem ewgen Tod und tröst uns in der letzten Not.
Behüt uns auch vor Sünd und Schand und reich uns dein allmächtig Hand, dass wir im Kreuz geduldig sein, uns trösten deiner schweren Pein
und schöpfen draus die Zuversicht, dass du uns wirst verlassen nicht, sondern ganz treulich bei uns stehn, dass wir durchs Kreuz ins Leben gehen.
Text: Christoph Fischer (vor 1568) 1589 niederdeutsch, 1597 hochdeutsch
Quelle: Evangelisches Gesangbuch

Es sind kostbare Zeilen die bereits vor Jahrhunderten geschrieben wurden. Der Dank bleibt und auch die Bitte an Gott, uns zu bewahren. Es ist nicht unser Verdienst, dass wir gerettet sind, und auch nicht, dass wir bewahrt bleiben. Wir sehr sollten wir uns dessen bewusst sein, um auch vor Hochmut und Selbstsicherheit bewahrt zu bleiben.

Ich zweifle nicht daran, dass Gott uns zu stärken vermag und vor dem sündigen zu bewahren vermag, aber wie schnell versündigen wir uns doch in Worten oder Gedanken. Und was viele nicht bedenken: wer über seine erkannten Sünden nicht Buße tut, nimmt weitere Sünden sehr schnell nicht mehr wahr.

Das Wort aus 1. Johannes 1,8 möchte ich so wörtlich nehmen: "Wenn wir sagen, dass wir keine Sünde haben, betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns" 1.Joh 1,8. Sollte ich da von mir behaupten, ich stehe richtig. Ich bin richtig - völlig richtig!!! Gott weiß wie viel uns mangelt und wie es um uns steht.

Aber wenn wir unsere Sünden bekennen, ist Gott treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von jeder Ungerechtigkeit (1.Joh 1,9)
« Letzte Änderung: 09 April 2015, 23:38:36 von Jose »

Offline Jose

  • Benutzer
  • Beiträge: 1709
Wir sind allemal noch sündig...
« Antwort #7 am: 10 April 2015, 17:17:37 »
Die Aussage in einer Andacht aus dem Kalender: „Der Herr ist nahe”, fand ich sehr passend:
Zitat
Schwierigkeiten im Miteinander der Gläubigen entspringen immer dem Fleisch, der sündigen Natur, die noch in uns ist.

Bibelfundi

  • Gast
Re: Du bist begnadet!
« Antwort #8 am: 10 April 2015, 18:40:08 »

Zitat
Schwierigkeiten im Miteinander der Gläubigen entspringen immer dem Fleisch, der sündigen Natur, die noch in uns ist.

Apg.15,39:
Paulus und Barnabas kamen scharf aneinander, so dass sie sich voneinander trennten........

Es gibt Schwierigkeiten, die einen geistlichen Hintergrund haben und nicht dem Fleisch entspringen.
Natürlich ist es leider so, dass die Gläubigen nicht "geistlich" streiten können, ja noch nicht einmal die Meinung eines anderen akzeptieren können.
Da gilt es, das Fleisch unter die Zucht des Geistes zu stellen und sanftmütig zu werden und so das Joch Jesu auf sich zu nehmen.
Bibelfundi

Offline Jose

  • Benutzer
  • Beiträge: 1709
Streit unter Brüdern
« Antwort #9 am: 10 April 2015, 19:13:04 »
Interessant der Hinweis auf Paulus und Barnabas. Ich tue mich mit der Situation schwer, obwohl ich prinzipiell die Entscheidung des Paulus verstehe und auch für richtig erachte.

Persönlich bin aber der Meinung, dass diese Männer voll heiligen Geistes auch eine „friedliche“ Lösung hätten finden können und sollen, auch als Vorbild für viele, die bis heute sich streiten und auseinandergehen.

Siehe auch:

Es sind einige meine Überlegungen zu dem Thema „Streit unter Brüdern“.

Bibelfundi

  • Gast
Streit beendet
« Antwort #10 am: 10 April 2015, 19:41:30 »
Später nahm Paulus den Markus wieder mit, also hat der "Streit" keine negativen Auswirkungen und war somit wohl auch unter Zulassung des Heiligen Geistes.
Paulus hat sich sehr scharf gegen Irrlehrer gewandt und befohlen sie aus der Gemeinde "zu werfen".
Es ist ein Unterschied ob ich zürne wegen geistlichenDingen, ohne Zorn gegen die andere Person oder ob ich noch nicht imstande bin zu zürnen ohne zu sündigen.

Offline Jose

  • Benutzer
  • Beiträge: 1709
Wir sind begnadet!
« Antwort #11 am: 11 April 2015, 16:37:29 »
Wir werden durch unsere Bekehrung begnadet und durch die Erlösung in Christi Blut gerecht gemacht vor Gott, aber dann gilt es zu wachsen im Glauben. An Markus kann man das erkennen, dass er noch nicht „richtig“ vor Gott stand, obwohl er begnadet und gerecht gemacht war. Wenn wir lesen:  Johannes aber sonderte sich von ihnen ab und kehrte nach Jerusalem zurück (Apg. 13,13b), so hatte Johannes offensichtlich nicht recht gehandelt. Das erkennen wir auch an der späteren Reaktion des Apostel Paulus, der es für richtig hielt, bei einer weiteren Missionsreise den nicht mitzunehmen, der aus Pamphylien von ihnen gewichen und nicht mit ihnen gegangen war zu dem Werk (Apg. 15,38).

Zitat
Später nahm Paulus den Markus wieder mit, also hat der "Streit" keine negativen Auswirkungen und war somit wohl auch unter Zulassung des Heiligen Geistes.

Das möchte ich nicht einfach so behaupten, dass der „Streit“ keine negativen Auswirkungen hatte und ich möchte auch nicht behaupten, dass es unter Zulassung des Heiligen Geistes war. Paulus und Barnabas waren ausgesandt worden von dem Heiligen Geist (Apg 13,4). Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Trennung im Sinne Gottes war. Es deckt aber menschliche Seiten und Schwächen auf, und sei es nur die Schwäche, nicht die Demut zu besitzen gemeinsam die Knie zu beugen und um Weisung des Herrn zu bitten.

Dass Paulus den Markus später wieder aufnahm, ist ein Zeichen von Gottes Güte, die oftmals geduldig über Jahre an den Gläubigen wirkt, bis sie selber zur Einsicht kommen.

Zitat
Es ist ein Unterschied ob ich zürne wegen geistlichenDingen, ohne Zorn gegen die andere Person oder ob ich noch nicht imstande bin zu zürnen ohne zu sündigen.
Ich denke, es ist gar nicht einfach, immer das eine von dem anderen zu unterscheiden. Oft reagieren selbst gestandene Gläubige sehr gereizt und ungeduldig.

Bibelfundi

  • Gast
Re: Du bist begnadet!
« Antwort #12 am: 11 April 2015, 19:36:13 »
Zitat:
Ich denke, es ist gar nicht einfach, immer das eine von dem anderen zu unterscheiden. Oft reagieren selbst gestandene Gläubige sehr gereizt und ungeduldig.

Das sollten aber gestandene Gläubige abgelegt haben, denn die Frucht des Geistes ist dies nicht.
Es hängt auch damit zusammen, wieweit jemand mit dem Heiligen Geist erfüllt ist.

« Letzte Änderung: 11 April 2015, 19:40:23 von Bibelfundi »

Offline Jose

  • Benutzer
  • Beiträge: 1709
Wir alle straucheln oft
« Antwort #13 am: 13 April 2015, 20:33:20 »
Welche Gnade, dass wir in Jesus Christus erlöst sind. Sonst könnten wir nicht beten: "Verfehlungen – wer erkennt sie? Sprich mich los von denen, die verborgen sind!" Ps 19,13. Wer kann von sich sagen, dieses Gebet nicht nötig zu haben.

Jakobus schreibt: "Denn wir alle verfehlen uns vielfach; wenn jemand sich im Wort nicht verfehlt, so ist er ein vollkommener Mann, fähig, auch den ganzen Leib im Zaum zu halten" Jak 3,2.

Und was die Aussage anbetrifft:
Zitat
Es hängt auch damit zusammen, wieweit jemand mit dem Heiligen Geist erfüllt ist.
Wer bestimmt es, wie sehr jemand mit dem Heiligen Geist erfüllt ist, wer beurteilt es? Persönlich beurteile ich es, soweit mir bekannt, nach dem Wandel und Gehorsam zum Wort und ob sich jemand von Irrlehrer und der Vermischung in der Ökumene und dem weltlichen Geist fernhält.

Es ist aber tröstlich, dass wir auf Gnade hoffen dürfen, wenn wir nicht willentlich an der Sünde festhalten.

Paulus schrieb den Korinthern:
"Denn ich bin mir nichts bewusst; aber damit bin ich nicht gerechtfertigt, sondern der Herr ist es, der mich beurteilt" 1.Kor 4,4. So möchte ich es auch handhaben und selbst wenn ich mir keiner Schuld bewusst wäre, nicht meinen, ich „stehe richtig“. Der Herr weiß es.