Autor Thema: Entrückung  (Gelesen 7401 mal)

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Offline Jose

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Re: Entrückung
« Antwort #30 am: 07 Juli 2013, 18:12:21 »
Liebe gawriellatou, liebe Geschwister im Herrn Jesus.

Es ist ein wichtiges Thema, dieses Thema über die Entrückung. Ich sehe es aber nicht als Irrlehre, auch wenn es, wie bei vielen anderen Themen auch, auch hierzu sicherlich viele Irrlehren gibt. Wir sollen uns aber wohl weniger Gedanken darüber machen, wann es möglicherweise sein wird und wie, sondern darauf achten, bereit zu sein, wenn der Herr kommt.
 
Paulus schrieb an die Korinther: "Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden zwar nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden, plötzlich, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune; denn die Posaune wird erschallen, und die Toten werden auferweckt werden unverweslich, und wir werden verwandelt werden" 1. Kor 15,51-52. Paulus schreibt von wir und ich habe dazu schon die Auslegung gehört, dass wir doch mit der Wiederkunft des Herrn bereits zu unserer Lebzeit rechnen sollen und darauf hin leben.

Und haben nicht auch die Thessalonicher diese Erwartung so lebendig gehabt, dass sie am Ende verunsichert wurden, als einige "entschliefen", ohne dass der Herr kam? Hat Paulus nicht deswegen geschrieben: "Ich will euch aber, Brüder, nicht in Unwissenheit lassen über die Entschlafenen, damit ihr nicht traurig seid wie die anderen, die keine Hoffnung haben" 1.Thess 4,13. Im Vers 15 schreibt Paulus übrigens auch wieder von wir: "Denn das sagen wir euch in einem Wort des Herrn: Wir, die wir leben und bis zur Wiederkunft des Herrn übrigbleiben, werden den Entschlafenen nicht zuvorkommen" 1.Thess 4,15. Mit dem "zuvorkommen" bezieht sich Paulus aber besonders auf die Verwandlung unserer Leiber, denn die Seelen der verstorbenen in Christus sind nach ihrem Tod bereits im Himmel. Das erwähne ich noch ausdrücklich, weil ich den Seelenschlaf der verstorbenen Gläubigen, wie von den ZJ gelehrt, als Irrlehre ablehne.

Im Matthäusevangelium lesen wir auch: "Um jenen Tag aber und die Stunde weiß niemand, auch die Engel im Himmel nicht, sondern allein mein Vater" Mt 24,36, so lese ich es in der Schlachter 2000. Die Rev. Elberfelder übersetzt: "Von jenem Tag aber und jener Stunde weiß niemand, auch nicht die Engel in den Himmeln, auch nicht der Sohn, sondern der Vater allein" Mt 24,36. Warum "auch nicht der Sohn" in der Schlachter 2000 fehlt, weiß ich nicht, ob es auch mit der Thematik " Grundtexte für Bibelübersetzungen" zu tun hat? Interessant fand ich aber, mal gelesen zu haben, dass Jesus es nur nicht wusste, solange Er auf Erden war, es aber nun selbstverständlich weiß. Hier wären wir aber vielleicht wieder bei dem Thema, ob der Sohn dem Vater untergeordnet ist, und darüber gibt es einen anderen Thread: Der dreieinige Gott. Aber darüber streiten will ich nicht, schon gar nicht lieblos werden, sondern der Herr schenke und erhalte es, dass wir - dass ich -, in der Demut bleibe und darin zunehme und lerne, durch Seinen Geist.

Was die Entrückung anbetrifft, so ist mir vor einigen Monaten aber folgende Ermahnung sehr ernst geworden, dort wo von dem Abirren geschrieben wurde, konkret von Hymenäus und Philetus, "die von der Wahrheit abgeirrt sind, indem sie behaupten, die Auferstehung sei schon geschehen, und so den Glauben etlicher Leute umstürzen" 2.Tim 2,18. Wir dringend ernst ist daher die Ermahnung davor: "Die unheiligen, nichtigen Schwätzereien aber meide; denn sie fördern nur noch mehr die Gottlosigkeit" 2.Tim 2,16.

Was aber alles Wissen über die Entrückung anbetrifft, was würde geschehen, wenn wir heute entschlafen würden: Wären wir bereit?

Herzliche Grüße,
José