Autor Thema: sondern sie sei still.  (Gelesen 8652 mal)

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Schoham

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sondern sie sei still.
« am: 20 November 2005, 17:54:19 »
Einer Frau gestatte ich nicht, dass sie lehre, auch nicht,
dass sie über den Mann Herr sei, sondern sie sei still. 1. Tim. 2,12


Nach Jakobus ist wahrer Gottesdienst, sich um Witwen und Waisen zu
kümmern. Also die ganze Woche durch, jeden Tag.

Somit gilt das Gebot des Paulus nicht nur für eine Stunde in der Woche.

Lieber Roland, wesshalb erlaubst Du einer Frau in Deinem Forum, die Männer zu belehren?

Die konsequente Haltung des Herrn Wepf vom  [Link gelöscht, da die Website viele Irrlehren enthält, R. O.] bewundere ich, obwohl ich seine Meinung nicht teile.

Im neuen Bund haben wir nur einen HERRN und wir alle sind Geschwister.

Gruss maria
« Letzte Änderung: 09 Juni 2007, 13:25:09 von Roland »

Offline Roland

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Der Dienst der Frau in der Gemeinde JESU
« Antwort #1 am: 20 November 2005, 19:51:47 »
Hallo Maria,

gerne beantworte ich deine Frage. Zu dieser Thematik gibt es bereits einen Aufsatz auf unserer HP mit der Überschrift "Die Möglichkeiten des Dienstes der Frau in der Gemeinde JESU"
(http://www.hauszellengemeinde.de/dienst-frau.html).
Bei Bedarf kannst du dir ganzen Aufsatz auch als pdf herunterladen.
Ich kopiere einen Teil der Ausarbeitung in den Thread:

Leiturgia

Mit „Leiturgia“ ist nicht ein festgeschriebener „Gottesdienstablauf“ gemeint, wie er in den Volks- und meisten Freikirchen vorzufinden ist, sondern dieses Wort meint im neutestamentlichen Sprachgebrauch den geistlichen Dienst vor GOTT und den Menschen.

Geistesgaben: Vor GOTT besteht eine charismatische Gleichheit von Mann und Frau, „denn alles dieses aber wirkt ein und derselbe Geist, einem jeden insbesondere austeilend, wie er will.“ (1. Kor. 12,11).

DerGebetsdienst, besonders die Fürbitten, gehört zu den Dienstaufgaben der Frauen, auch wenn es in 1. Tim. 2,8 zunächst heißt: „Ich will nun, daß die Männer an jedem Orte beten, indem sie heilige {O. reine, fromme} Hände aufheben, ohne Zorn und zweifelnde Überlegung“. Aber dann heißt es dort im griechischen Text weiter: „In derselben Weise auch die Frauen.....“ (Vers 9). Diese Aussage bezieht sich auf das öffentliche Gebet der Frauen.

Der Dienst des Gesanges (z. B. das Spielen von Musikinstrumenten) ist selbstverständlich ein Dienst der Frau. Das „redend zueinander {O. zu euch selbst} in Psalmen und Lobliedern und geistlichen Liedern, singend und spielend dem Herrn in {O. mit} eurem Herzen“, nach Eph. 5,19 gilt für berufene Männer und Frauen gleichermaßen.

Derseelsorgerliche Dienst einer Christin wird in Römer 16,2 erwähnt. Das griechische Wort „prostasis“ („Beistand“) kann auch mit „Hilfe“ oder „Schutz“ übersetzt werden. Es deckt auf jeden Fall den seelsorgerlichen Bereich eines geistlich-menschlichen Beistehens und Dienens ab.

Das griechische Wort „synergos“ (= „Mitarbeiter“), das im NT im Plural („synergous“) überwiegend Personen meint, die im missionarischen und gemeindeaufbauenden Dienst tätig sind, wird in der Bibel auch für Frauen vewendet (z. B. Röm. 16,3).

 

Martyria

Während das Wort „Leiturgia“ den geistlichen Dienst in der Gemeinde bzeichnet, geht es bei dem Wort „Martyria“ um den Zeugendienst in der Welt, Umwelt, Nachbarschaft, eben um einen Dienst, der nach außen orientiert ist. Dieser Dienst ist grundsätzlich allen Christen aufgetragen. Nicht umsonst ist von den mitfolgenden Zeichen des Zeugnisses die Rede bei denen, die glauben (Markus 16,17.18). Und kaum jemand wagt, den Missionsbefehl (Matthäus 28,18f.) auf die Apostel der damaligen Zeit zu beschränken (außer einigen sehr exklusiven Gruppierungen). Bibeltreue Christen sind der Ansicht, dass der Missionsbefehl der ganzen Gemeinde JESU zu allen Zeiten gegeben ist.

Es ist allerdings nicht zu vewechseln mit dem Dienst des „Evangelisten“, wozu man eine besondere Berufung haben muss. Das NT erwähnt an einigen Stellen Frauen, die im Rahmen dieses evangelistischen Auftrages, der ja verschiedene Gesalt hat und sich in verschiedenen Formen darstellt, gedient oder mitgarbeitet haben. Worum geht es dabei im einzelnen?

In Römer 16,3-5a heißt es von einem Ehepaar: „Grüßet Priska und Aquila, meine Mitarbeiter in Christo Jesu, (welche für mein Leben ihren eigenen Hals preisgegeben haben, denen nicht allein ich danke, sondern auch alle Versammlungen der Nationen) und die Versammlung in ihrem Hause.“ Einem Ehepaar wird gedankt für ihren evangelistischen Einsatz, den wir aus den mancherlei Berichten der Apostelgeschichte (vgl. Apg. 18) kennen und den sie in Zuarbeit für und Kooperation mit Paulus als apostolische Helfe getan haben. Sie werden „Mitarbeiter“ genannt. Die Rolle der Prisca ist dabei beachtenswert!

Wie sehr Frauen ihre Möglichkeiten im Zeugendienst einsetzten, wenn eine Frau in ihrem Haus eine Hausgemeinde gründete oder vielleicht nur ihr Haus der Gemeinde zur Verfügung stellte, sehen wir am Beispiel der Purpurkrämerin Lydia (Apg. 16,14.15). Aber auch in Kolosser 4,15 ist uns ein Hinweis gegeben in den Worten: Grüßet die Brüder in Laodicäa, und Nymphas und die Versammlung, die in seinem Hause ist.

Wer die Grußworte in Römer 16 aufmerksam durchliest, dem muss auffallen, wieviel Frauen namentlich genannt werden und mit welcher Hochachtung Paulus von ihrem Einsatz und ihren unterstützenden Tätigkeiten für das Evangelium und das Reich GOTTES spricht.

„Grüßt Maria, die viel für euch garbeitet hat“ (Vers 6).

„Grüßt Tryphäna und Tryphosa, die im HERRN arbeiten.“

„Grüßt Persis, die Geliebte, die viel gearbeitet hat im HERRN“ (Vers 12)

In Philipper 4,2.3 ist von zwei Frauen die Rede, die sich zerstritten haben und nun Ermahnung brauchen. Das für unser Thema aber Entscheidende ist der Hinweis des Paulus, dass diese wertvollen Frauen bei der Verkündigung der frohen Botschaft, an der Seite des Apostels und mit ihm zusammen – wörtlich: „mit mir zusammen“ -, wie Männer gekämpft haben, denn von einem „Wettkampf“ für das Evangelium ist im griechischen Text die Rede.

 

Diakonia

Hier ist Phöbe das große Musterbeispiel des NT. Sie wird mit dem funktionalen Amtstitel einer Diakonin zu Kenchräa versehen. Noch ist nicht aufgelistet, was sie alles getan hat. Ein summarisches Urteil fasst zusammen und gibt den Einblick frei in die Tiefendimension ihres Dienstes. „...auf daß ihr sie in dem Herrn, der Heiligen würdig, aufnehmet und ihr beistehet, in welcher Sache irgend sie euer bedarf; denn auch sie ist vielen ein Beistand {O. eine Beschützerin, Fürsorgerin} gewesen, auch mir selbst.“ (Römer 16,2).

Diakone selbst sind zunächst einmal freiwillige Kräfte, aber eben eingesetzte Mitarbeiter in den Gemeinden, wie auch die Ältesten. Sie arbeiten mit den Ältesten zusammen und nicht nebenher. Ihre Grundfunktion ist in Apostelgeschichte 6 beschrieben.

Neben Phöbe gab es natürlich noch weitere ungenannte oder nicht mit dem Titel „Diakonin“ versehene Dienerinnen im NT. Abgesehen von der ganzen dienenden Gruppe der Frauen, die mit JESUS und Seinen Jüngern zogen, wird gerne als Musterbeispiel für eine Diakonin Tabitha genannt: „In Joppe aber war eine gewisse Jüngerin, mit Namen Tabitha, was verdolmetscht heißt: Dorkas; {Gazelle} diese war voll guter Werke und Almosen, die sie übte. Es geschah aber in jenen Tagen, daß sie krank wurde und starb. Und als sie sie gewaschen hatten, legten sie sie auf den Obersaal. Da aber Lydda nahe bei Joppe war, sandten die Jünger, als sie gehört hatten, daß Petrus daselbst sei, zwei Männer zu ihm und baten: Zögere nicht, zu uns zu kommen. Petrus aber stand auf und ging mit ihnen; und als er angekommen war, führten sie ihn auf den Obersaal. Und alle Witwen traten weinend zu ihm und zeigten ihm die Leibröcke und Kleider, welche die Dorkas gemacht hatte, während sie bei ihnen war. Petrus aber trieb alle hinaus, kniete nieder und betete. Und er wandte sich zu dem Leichnam und sprach: Tabitha, stehe auf! Sie aber schlug ihre Augen auf, und als sie den Petrus sah, setzte sie sich auf. Er aber gab ihr die Hand und richtete sie auf; er rief aber die Heiligen und die Witwen und stellte sie lebend dar. Es wurde aber durch ganz Joppe hin kund, und viele glaubten an den Herrn. Es geschah aber, daß er viele Tage in Joppe blieb, bei einem gewissen Simon, einem Gerber.“ (Apg. 9,36-43).

Wir wissen, wie die Geschichte ausgeht. Petrus betet für Tabitha, und der HERR gibt ihr neues Leben. Die Auferweckung einer Toten findet statt.

Wenn, dann sehen wir an dieser Stelle, dass es nicht am Geschlecht, sondern am Charakter und an der Liebe zum HERRN eines Menschen liegt, ob er geschätzt und anerkannt wird oder nicht. Der biblische Text läßt folgende Schlussfolgerung zu: Es ist offensichtlich dass diese Frau und ihre Diakonie, ihr Dienst in der Gemeinde unentbehrlich war! Was von der einen Frau her deutlich wird, darf von allen unseren Schwestern in CHRISTUS gesagt werden. Unsere Frauen und ihr Dienst sind in der Gemeinde unentbehrlich!


Die Grenzen des Dienstes einer Frau nach neutestamentlicher Ordnung

Nun gibt es nach biblischer Ordnung auch gewisse Grenzen des Dienstes von Frauen in der Gemeinde JESU, und wir haben im Gehorsam gegenüber dem Wort GOTTES daran festzuhalten, wie es uns das AT und NT verkündigt als Wegweiser, „wie man sich verhalten muss im Hause GOTTES, der Pfeiler und die Grundfeste der Wahrheit“ (1. Timotheus 3,15), und dürfen nicht willkürlich die Grenzpfähle verrücken, weil uns das eine oder das andere für die heutige Zeiten nicht mehr zutreffend erscheint.

Die Bibel lehrt, dass der Mann das Haupt der Frau ist:

„Ich will aber, daß ihr wisset, daß der CHRISTUS das Haupt eines jeden Mannes ist (nicht sein soll), des Weibes Haupt aber der Mann (hier ebenfalls ist und nicht sei soll), des CHRISTUS Haupt aber GOTT.“ (1. Kor.11,3)

Nun macht ein diesem folgender Text folgender Vers in 1. Kor. 11,11 in besonderer Weise deutlich, dass mit der griechischen Wortfolge „en kyriou“ („im HERRN“) am Ende des Satzes der Unterschied, zwar ein Unterschied, aber keine Abwertung ist, sondern es wird auf den schöpfungsgemäßen Unterschied zwischen Mann und Frau hingewiesen.

 
Das für viele Frauen anstößige Wort ist das griechische Wort „kephalä“ (= „Haupt“), das allerdings nicht nur im Blick auf das Verhältnis des Mannes zur Frau, sondern auch im Blick auf das Verhältnis zwischen dem CHRISTUS und dem Mann und auch im Blick auf GOTT gesagt wird. Paulus benutzte in diesem Text eine verbreitete Lehrmethode, die "Wechsel" genannt wurde. Er wechselte zwischen zwei verschiedenen Wahrheiten, die unterschiedlich sind aber doch zueinander in Beziehung stehen. Gelehrte nennen sie die A-B-A-B Struktur.

 

Struktur des Abschnitts 1.Kor. 11, 2-16

 
Struktur VerseEinführung 2A - richtige Haltung 3B - richtige Kleidung 4-7A - richtige Haltung 8-12B - richtige Kleidung 13-15Schlussfolgerung 16Zunächst wollen wir uns mit der A-Seite befassen - der richtigen inneren Haltung. Das Haupt einer Frau ist der Mann. (1.Kor. 11,3)Was meinte Paulus mit dem Ausdruck "Haupt" (gr. "kephalä")? Wie im deutschen ist dieses Wort gebraucht für den Kopf unseres Körpers und es wird verwendet für viele bildliche Bedeutungen. Über die Bedeutung im übertragenen Sinn sind sich die Experten nicht einig. Streitfrage: Bedeutet das Wort "kephalä" im übertragenen Sinn "Autorität/Leiter" oder hat es die Bedeutung von "Quelle/Ursprung"?Die Bedeutungen von Wörtern können sich im Laufe der Zeit ändern. Um herauszufinden, wie Paulus diesen Begriff gebraucht hat, wurde die Septuaginta (griech. Übersetzung des AT) untersucht. Wie wurde das hebr. Wort für Haupt "rosch" ins Griechische übersetzt? Ergebnis: Wenn die bildliche Bedeutung Leiter oder Herrscher war, wurde nur in 5% der Fälle (9 von 180) das Wort "kephalä" benutzt. Das heißt: in 95% der Fälle (171 von 180) wurde ein anderes Wort benutzt, wenn es um Leiter oder Herrscher ging.Um es einfach zu sagen: Es ist möglich, dass Paulus das Wort "kephalä" gebraucht hat in der Bedeutung von Leiter oder Herrscher. Dies ist jedoch unwahrscheinlich, weil das Wort selten mit dieser Bedeutung (5%) gebraucht wurde.Wenn wir die zwei verschiedenen Bedeutungen für "Haupt/kephalä" in den Text einsetzen, nämlich Autorität/Leiter oder Quelle/Ursprung - kommen wir zu folgenden zwei Alternativen:Ich lasse euch aber wissen, dass CHRISTUS die Autorität/Leiter eines jeden Mannes ist; der Mann aber ist die Autorität/Leiter einer Frau; GOTT aber ist die Autorität/Leiter CHRISTI.Ich lasse euch aber wissen, dass CHRISTUS die Quelle/Ursprung eines jeden Mannes ist; der Mann aber ist die Quelle/Ursprung einer Frau; GOTT aber ist die Quelle/Ursprung CHRISTI. Hamilton zeigt auf, dass es gute Gründe gibt für die Annahme, dass Paulus mit "kephalä" die Bedeutung von Quelle/Ursprung gemeint hat. Der Textzusammenhang und die Septuaginta weisen darauf hin.Paulus gibt damit in Vers 3 eine chronologische Reihenfolge:CHRISTUS ist der Ursprung eines jeden Mannes als Schöpfer (Joh. 1).Der Mann Adam war der Ursprung für die Frau Eva.GOTT ist der Ursprung des CHRISTUS; er hat den Messias als Retter in die Welt gesandt.Jesus existierte schon vor seiner Menschwerdung im Himmel. Jedoch wurde er als Menschensohn vom HEILIGEN GEIST gezeugt und hatte einen menschlichen Anfang. Wenn Paulus von einer göttlich eingerichteten Hierarchie gesprochen hätte, hätten wir erwartet, dass er oben anfängt und sich dann nach untendurcharbeitet.Dann hätte seine Hierarchie so ausgesehen: GOTT --> CHRISTUS --> Mann --> FrauEin weiterer Grund zu glauben, dass die Bedeutung von Kopf/"kephalä" als Quelle/Ursprung verstanden werden sollte, basiert auf den theologischen Folgen für das dritte Paar (CHRISTUS und GOTT). Nach Hamiltons Ansicht (und biblischer Lehre) gibt es keine Hierarchie in der Trinität. Wir wissen, dass Jesus sich freiwillig dem Willen des Vaters untergeordnet hat während seines Dienstes auf der Erde. Aber das bedeutet nicht, dass er in permanenter einseitiger Unterordnung zum Vater steht.Weiter unten befasse ich mich mit dem Teil B der A-B-A-B- Struktur. Paulus spricht über die angemessene Kleidung für diejenigen, die einen öffentlichen geistlichen Dienst ausüben. Er spricht zu Männer und zu Frauen!

Aber das Wort „Haupt“ will uns noch etwas anderes zeigen. Haupt ist etwas, was nicht nur die Funktion hat, etwas zu steuern, sondern Haupt ist auch etwas, was das Leben weiter erhält. Hierzu gehört u. a. die Versorgungspflicht des Mannes und die ganze Ehehygiene, von der das NT z. B. in Epheser 5,27-29 spricht.

Epheser 5,21-24 zeigt darum, dass diese Ordnung ein Abbild der geistlichen Stellung des CHRISTUS in der Gemeinde ist: „(Seid) einander unterwürfig in der Furcht Christi. Ihr Frauen, [seid unterwürfig] euren eigenen Männern, als dem Herrn. Denn der Mann ist das Haupt der Frau, wie auch der CHRISTUS das Haupt der Versammlung ist; Er ist des Leibes Heiland. Aber gleichwie die Versammlung dem CHRISTUS unterworfen ist, also auch die Frauen ihren Männern in allem.“

Dies und andere Worte dürfen weder durch Kompromisse noch durch die Erklärung, solches sei nur zeibedingte Auffassung und Sitte gewesen, vewässert oder gar aufgelöst werden, wollen wir dem Wort GOTTES gehorsam sein und dem CHRISTUS GOTTES, eben unserem Herrn JESUS, mit allen Konsequenzen nachfolgen.

Gilt diese Ordnung nicht mehr für das Verhältnis der unterschiedlichen Stellung von Mann und Frau, dann gilt diese Ordnung auch nicht mehr für CHRISTUS und die Gemeinde! So jedenfalls muss man im Blick au die logische Schlussfolgerung zu obigem Text argumentieren. Dann heißt es eben, wie der Text selbst sagt, „gleichwie“, nur diesmal in negativer Weise. Gilt das eine nicht, gilt auch das andere nicht. Das ist die einzige Konsequenz, die uns möglich ist.

Was bedeutet die Bezeichnung „unterwürfig sein“? Das griechische Wort ist „hypotasso“ und bedeutet wörtlich „sich darunter-einordnen; Gräz. als milit. t.t: Truppendivisionen unter d. Leitung eines Kommandanten stellen, d. Truppen arrangieren; sich fügen, d. Rat von jmd. bereitwillig annehmen, nachgeben.“ Unterordnung geschieht freiwillig durch Einfügen in ein funktionierendes Ganzes zum Wohle aller, auch der eigenen Person. Ein gutes Bild ist die Harmonie eines Ruderbootes, wo mehrere Personen am Rudern sind. Der Steuermann gibt den Takt an. Wenn nur eine sich nicht an den Takt hält und d. h. sich nicht dem gemeinsamen Rhythmus unterordnet, kann das Boot nicht das Ziel erreichen und siegen. An diesem Beispiel wird deutlich, worum es geht: Es geht um Miteinander und Harmonie, die durch Takt und Steuerung geschehen. Das Gegenteil ist Gegeneinandersein und Disharmonie, Taktlosigkeit und Ziellosigkeit.

 

Frauen und Predigtdienst

Wie die Publikationen der letzten Jahre und Monate zeigen, ist die sog. "Frauenfrage" innerhalb der evangelikalen Bewegung noch nicht geklärt. Zum einen zeigt sich ein ehrliches Ringen um die Gesamtsicht der biblischen Belege. Auf der anderen Seite scheinen sich die Fronten eher noch zu verhärten. Was bleibt, ist die Unsicherheit in den Gemeinden.

Dass die Geschichte der Auslegung seit der Patristik im Laufe der Kirchengeschichte zu einem teilweise negativen Frauenbild führte, ist bekannt. Weil in den Pastoralbriefen die Irrlehre eine große Rolle spielt und speziell im 1. Tim von Frauen die Rede ist, die falsche Lehren hin und her in den Häusern verbreiten (1. Tim 5,13), wäre eine Exegese von 1. Tim 5 wichtig. Doch diese Arbeit wird hier nicht geleistet. Der vorliegende Beitrag widmet sich einzig dem Text aus 1. Tim 2,11-12 in seinem Kontext.

Die speziell Frauen betreffende Anweisung in 2,11-12 steht im unmittelbaren Kontext von 2,9-15 und im größeren Zusammenhang von 2,1-3,16. Dieser Abschnitt unterteilt sich in zwei Passagen: Kapitel 2,1-7 enthält die Gebetsanweisung mit einer missionarischen Zielrichtung. Auf Grund der oikos-Konzeption sind die Aussagen aber nicht einseitig - wie weithin postuliert – als Anordnungen für den Gottesdienst zu sehen. Eher entspricht der Aufbau (Obrigkeit, Männer, Frauen) den sog. "Haustafeln", die zum Verhalten im Haus ermahnen. Kap. 3 beschreibt die Qualifikation der Ältesten und Diakone.

Kapitel 2 beginnt mit der allgemeinen Anordnung zum Gebet in allen Formen (2,1) und schließlich: en panti topo (2,8: an jedem Ort|). Ob die Anweisung für das Gebet der Männer (2,8) demnach nur im gottesdienstlichen Rahmen gemeint ist, bleibt fraglich. Auf jeden Fall knüpft die Konjunktion oun (also) an die Verse 1-7 an und wird so zur Schlussfolgerung der grundlegenden Aussagen zum Gebet. Auf diese kurze Anweisung für die Männer (2,8) folgt mit dem Adverb hosautos (desgleichen) die erheblich umfassendere Ermahnung an die Frauen (2,9-15). Nach Abschluss der Einzelexegese wird nochmals auf die kontextuelle Verbindung zwischen 2,9-10 und 2,13-15 einzugehen sein.

Die Verse 11 und 12 sind antithetisch (de), so dass den Geboten des Lernens und der Unterordnung die Verbote des Lehrens und Herrschens einander gegenüberstehen.

Es wird deutlich, dass dem Gebot der Stille am Anfang (2,11) der Schluss von Vers 12 entspricht. Der Gedankenkreis ist damit geschlossen und zeigt die Zusammengehörigkeit der Verse. Auch die beiden Gegensätze zwischen Lernen und Lehren einerseits und der Unterordnung und dem Herrschen andererseits treten durch die Satzstruktur hervor.


Einzelexegese

2,11a: "Eine Frau lerne in der Stille mit aller Unterordnung."

gyne en hesychia manthaneto en pase hypotage

Zuerst ist zu fragen, ob mit dem Begriff gyne die Frau allgemein oder speziell die Ehefrau gemeint ist. Allein der Ausdruck gyne. "bezeichnet die Frau ohne Rücksicht auf Alter oder Stand.“ (J. B. Bauer, gyne, EWNT, Bd. I, 642 - 643. 643).

Im Kontext dieses Textes ist vermutlich die Ehefrau gemeint, denn in 2,15 wird die Frau in ihrer primären Aufgabe als Mutter angesprochen. Auch die Artikellosigkeit vor andros (Mann) in 2,12 steht für "ihren Mann“ (Blass und A. Debrunner, Grammatik des neutestamentlichen Griechisch, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 171990, 207). was gut zur wichtigen Parallelstelle aus 1. Kor 14,35 passt, die ausdrücklich dieidious andras (eigenen Männer, vgl. Titus 2,4-5) erwähnt und in ihrer Kontextverbindung ebenso das Lehren, Lernen und Unterordnen betont. Wenn diese Erklärung richtig ist, dann richtet sich das Lehrverbot in erster Linie an die Ehefrau. Bestätigung findet dieses Ergebnis in der bereits angezeigten Satzstruktur, in dem das Lernen in der Unterordnung (2,11) antithetisch zum Nichtherrschen über dem Mann steht (2,12). Allein aus dieser Perspektive hat A. Schlatter recht, wenn er meint: "Paulus schaltet aus dem Leben der Gemeinde alles aus, was die Ehe brüchig machen würde.“ (A. Schlatter, Die Kirche der Griechen im Urteil des Paulus. Eine Auslegung seiner Briefe an Timotheus und Titus, Stuttgart: Calwer, 1983, 95. Denn damit wäre zugleich die Einheit der biblischen Hauszellengemeinde gefährdet.

2,11b: Das gebotene Lernen (Imperativ, Präsenz, Aktiv) der Frau soll in der "Stille" geschehen. Der hier gewählte Ausdruckhesychia kann "Ruhe, Frieden und Ungestörtheit" bedeuten (2,11a) (C.H. Peisker, hesychia, EWNT, Bd. 2, 310 - 311. 311). Aufschluss über die Signifikanz des Ausdruckes gibt 2,2. Dort wird die Motivierung zum Gebet beschrieben, die zu einem ruhigen und stillen (hemeron kaihesychion) Leben in der Ausübung des Glaubens führen kann. Dass weder an ein stummes Dasein noch an ein wortloses Leben gedacht ist, versteht sich von selbst. Vielmehr gehört zur Ausübung des Glaubenslebens das Sich-Einfügen in die vorhandenen Ordnungen der Gemeinde (Vgl. 1. Thess 4,11 und 2. Thess 3,12. Das Sich-Einfügen ist Kennzeichen des Geistbegabten im Gottesdienst (1.Kor 14,32-33) mit dem Ziel, zur Einheit und dem Frieden in der Gemeinde zu gelangen).

Wenn die Bedeutung des Lernens (manthaneto) zur Klärung hinzugezogen wird (das Lernen (manthaneto) ist mit der Wortgruppe des Jüngers (mathetai) verbunden), dann kann das Lernen nie auf ein bloßes Zuhören reduziert bleiben, sondern beinhaltet das Tun der guten Werke (vgl. 1. Tim 5,4; 2. Tim 3,14; Titus 3,14). So ist das Lernen in der Stille eine höchst aktive Sache.

Bestätigung findet diese Verstehensweise durch die präpositionale Wendung en pase hypotage (in aller Unterordnung), das die Art und Weise des Lernens beschreibt (2,11b). Das dazugehörige Adjektiv pase (alle) unterstreicht die Vollständigkeit der Unterordnung (Vgl. B. Reicke und G. Bertram, pa,sh, ThWNT, Bd. V, 885 - 895. 885 – 886). Vielleicht will Paulus jeglicher Rangverschiebung der Frau beim Lernen wehren. Und zwar in der Weise, dass damit alle Ausnahmen und Schleichwege verhindert werden sollen, durch die die Frauen bewusst oder unbewusst ggf. durch ihre äußere Aufmachung (2,9) die Männer manipulieren, um sie in eine innere Abhängigkeit zu sich bringen.

2,12a: "Einer Frau gestatte ich nicht, dass sie lehre, auch nicht, dass sie über den Mann Herr sei, sondern sie sei still.“

Didaskein de gynaiki ouk epitrepo oude authentein andros, all’ einai en hesychia

Die öfters zu lesende Ansicht, Paulus würde "nicht allgemein, sondern auffallend persönlich: 'Einer Frau gestatte ich nicht, dass sie lehre'" schreiben, ist keineswegs dahingehend zu interpretieren als würde Paulus seine Privatmeinung vertreten. Selbst wenn epitrepo in der 1. Person steht, redet Paulus auch sonst jeweils unter der Leitung des Geistes (vgl. 1. Kor 7,40) oder ist am Herrn ausgerichtet (vgl. 1. Kor 16,7).

Viel umstrittener ist die Fragestellung, ob 2,12 zwei Verbote oder nur eines beinhaltet. Wenn es sich um zwei Verbote handelt, dann darf eine Frau weder lehren noch über den Mann herrschen. Wenn es sich um ein Verbot handelt, dann ist das Lehren eine nähere Erklärung des Herrschens. Also in dem Sinn: eine Frau soll nicht lehrend über ihren Mann herrschen. Ob - wie oft erklärt - die Verbindung des Partikels ouk (nicht) mit der Konjunktionoude (auch nicht) - Vgl. Belegstellen mit der gleichen Wendung. 14 mal ist die Verbindung des Partikels ouk mit der Konjunktion ouvde. in dergleichen grammatikalischen Form in den paulinischen Briefen gebraucht und jedes mal lässt sich eine zusammenhängende Steigerung beobachten. Röm 3,10; 4,15; 11,21; 1. Kor 11,16; 15,13.16; Gal 1,1; 3,28; 4,14; Phil. 2,16; 1 Thess 2,3; 5,5; 1. Tim 2,12 - genau dasselbe ausdrücken will, greift zu weit. Dennoch wirkt oude hier wie eine vertiefende Steigerung, die das vorher Gesagte konkretisiert. Es liegen also zwei Verbote vor:

1. Ein Lehrverbot, das noch näher zu definieren ist.

2. Ein Lehrverbot über dem Mann als eine Form des Herrschens.


Zur Bedeutung von „didasko“ in 2,12a

Mit seinen 15 Vorkommen gehört das Lehren zu einem zentralen Begriff in den Pastoralbriefen. Obwohl durch die Voranstellung des didaskein das Lehrverbot in 1. Tim 2,12 zusätzlich noch besonders betont ist, zeigt schon der Kontext der Pastoralbriefe wie die übrigen ntl. Briefe, dass es sich nicht um ein generelles Lehrverbot der Frauen handeln kann.

Im griechischen Grundtext steht in 1. Tim. 2,12 für den Begriff „lehren“ das Wort „didasko“. Wörtlich übersetzt bedeutet das Wort „Lehren als Leiterdienst mit Autorität“. Dieser Ausdruck beinhaltet die Praxis des Lehrens im Rabbinat (autoritativ). Das hebräische Wort für „didasko“ lautet „maskil“ und bedeutet im Judentum z. Zt. JESU die Auslegung der Tora und der Entscheidung von Rechtsfällen. Der Rabbi besitzt Schüler, die seine Auslegung und seine Entscheidungen studieren. Diese Schüler (hebr. Talmidim) sind dem Lehrer gegenüber zu Respekt und Gehorsam verpflichtet. Außerdem bzeichnet „didasko“ die Anweisung von militärischen Instruktionen in einem kaiserlichen Befehlsschreiben.


Exkurs: Weitere griechische Wörter, die mit „Lehren“ übersetzt werden

Der Begriff „katecheo“

Der griechische Begriff „katecheo“ bedeutet „unterweisen“. Ursprünglich bezeichnet er das Tun der Dichter oder Schauspieler, die von der Bühne herab reden (daher die Urbedeutung: „von oben herab tönen lassen“). Bei Plutarch (pythagoreischer Schriftsteller, ca. 50 – 120 n. Chr.) hatte es die sehr allgemeine Bedeutung von „Kunde geben von etwas“, „etwas berichten“. Neben „unterweisen“ kommt „katecheo“ auch in der Bedeutung von „belehren“ und „unterrichten“ vor.

Im hebr. entspricht es dem Wort „jarah“ (= zeigen, unterweisen, z. B. in Jes. 28,9 und 1. Sam. 12,23).

Im NT kommt „katecheo“ siebenmal vor: Luk. 1,4; pg. 18,25; 21,21.24. Paulus benutzt dieses Wort ausschließlich dafür, jemanden über den Inhalt des Glaubens zu unterrichten: 1. Kor. 14,19; Röm. 2,18; Gal. 6,6 (= Hinweis auf berufsmäßiges Lehrertum in der Gemeinde, das Anspruch auf Lebensunterhalt hat).


Der Begriff „sophroneo“

„...die alten Frauen desgleichen in ihrem Betragen, wie es dem heiligen Stande geziemt, nicht verleumderisch, nicht Sklavinnen von vielem Wein; Lehrerinnen des Guten; auf dass sie die jungen Frauen u n t e r w e i s e n , ihre Männer zu lieben, ihre Kinder zu lieben........ (1. Tim. 2,3.4). Das griechische Wort für „unterweisen“ lautet „sophroneo“ und hat folgende Bedeutung: „zur Besonnenheit anleiten“; „lehren, besonnen zu sein“; „unterweisen (in der Besonnenheit)“; „bei gesundem Verstand sein“; „angemessen zu denken“. Dieses Wort stammt von gr. „sophron“ ab und besitzt die Bedeutung: „von gesundem Verstand“. Dieses Wort kennzeichnet jemandem, der seine eigene Freiheit und seine Möglichkeiten durch richtiges Denken begrenzt und Selbstbeherrschung in der rechten Zügelung aller Leidenschaften und Begierden zeigt. Es beschreibt eine Person, die freiwillig ihre Freiheit zugunsten des Dienstes für GOTT einschränkt und in diesem Dienst ihren gesunden Menschenverstand einsetzt. „Sophron“ ist der genaue Gegensatz zu „hybristes“ (= Hochmütiger; einer dessen Geringschätzung und Verachtung anderer sich in leichtfertigem und überheblichem Handeln zeigt).

In diesem kurzen Exkurs darf der Hinweis nicht fehlen, dass dass die Heilige Schrift Frauen als Propheten, Evangelisten und Lehrer kennt. Debora (Richter 4.5), Mirjam (Micha 6,4; 2.Mo. 15,20), Hulda (2.Kö 22,14-16) und Hanna (Lk. 2,36-38) waren Prophetinnen. Frauen verkünden die gute Nachricht (Ps. 68,12; Joh. 4, 28-30) und sie dienen in der Schrift als Lehrerinnen (Apg. 18,26 und Spr. 31,1-4). Außerdem soll noch einmal die Aufmerksamkeit auf das Ehepaar Priska und Aquila gelenkt werden, das zu Ephesus in der paulinischen Missionsarbeit entscheidend mitgewirkt hat. Wie bekannt wird Priska an den meisten Stellen vor ihrem Ehemann aufgeführt (vgl. Apg 18,18.26; Röm 16,3), was ihr einen herausragenden Platz innerhalb der Gemeindearbeit zu geben scheint. Dass Paulus diese Reihenfolge sogar im Brief an Timotheus beibehält (2. Tim 4,19), ist ein weiteres Indiz für die prominente Stellung Priskas. Weiter bleibt in den paulinischen Hauptschriften das Lehren nicht nur charismatischen Lehrern vorbehalten, sondern gilt auch Lehrerinnen (Eine Unterscheidung in der Zuteilung der Gaben zwischen Männer und Frauen ist im NT nicht zu finden - Röm 12,7; 1. Kor 12,28), deren charismatischer Beitrag zum Aufbau der Gemeinde erwartet wird. 1. Kor 14,26: "Wenn ihr zusammenkommt, so hat ein jeder (hekastos) einen Psalm, er hat eine Lehre" (didachen). Hinzu kommt die Tatsache, dass das prophetische Reden nur schwer vom Lehren zu unterscheiden ist und außerdem zum Zentrum des urchristlichen Gottesdienstes gehörte (1. Kor 14,24-25). Gerade diese Teilnahme am lehrhaft prophetischen Reden wird für Frauen nirgends im NT in Frage gestellt (1. Kor 11,5; 1. Kor 12,8-10.28; 14,1; Röm 12,6-8; 1. Thess 5,17-20).

Schon innerhalb der Pastoralbriefe ist eine Lehrtätigkeit der Frauen freilich vorausgesetzt. 2. Tim 2,2: "Und was du von mir gehört hast vor vielen Zeugen, das befiehl treuen Menschen (anthropois) an, die tüchtig sind, auch andere zu lehren" (didaxei). Zudem fällt auf, dass das Lehrverbot der Frauen nicht ebenfalls an Titus gerichtet wird, obwohl der Brief etwa zur selben Zeit geschrieben wurde. Das Umgekehrte kann gesehen werden. Titus 2,3-4: "sage [. . . ] desgleichen den alten Frauen, dass sie sich verhalten, wie es sich für Heilige ziemt, [. . . ] Sie sollen aber Gutes lehren" (kalodidaskalous). Wenn auch die Bestimmung der weiblichen Diakone in 1. Tim 3,11 umstritten ist (Vgl. W. D. Mounce, Pastoral Epistles, WBC, 46, Ed. R.P. Martin, Nashville: Thomas Nelson, 2000, 202-204), so spricht doch der unmittelbare Kontext und maskuline Gebrauch von diakonous (1. Tim 3,8: Diener) im Vergleich zu Röm 16,1 dafür (Vgl. 1. Tim 3,8-11: "Desgleichen sollen die Diakone (Diakonous hosautos) ehrbar sein, [. . . ] und wenn sie untadelig sind, sollen sie den Dienst versehen. Desgleichen sollen Frauen (gynaikas hosautos) ehrbar sein." Vgl. W. Haubeck, H. von Siebenthal, neuer Sprachschlüssel zum Griechischen NT, Wuppertal: Brockhaus: 1994, 216. Auch J. Roloff, a.a.O., 164. J. van Bruggen, Apostolischer Gemeindebau: Widersprüchliche Ekklesiologien im Neuen Testament? In: H. Stadelmann (Hg.), Bausteine zur Erneuerung der Kirche, Gemeinaufbau Erklärung des Herrschens. Also in dem Sinn: eine Frau soll nicht lehrend über ihren Mann herrschen. Ob - wie oft erklärt - die Verbindung des Partikels  ouk (nicht) mit der Konjunktion oud auf der Basis einer biblisch erneuerten Ekklesiologie, Bericht von der 10.Theol. Studienkonferenz des AfeT 1997, Wuppertal: Brockhaus, 1998, 5782. 71).

Weiter ist zu bedenken, dass die aufgeführten Kriterien (in 1. Tim 3,8-11) selbstverständlich für jeden Christen gelten. Darum ist die Hervorhebung ein Anhaltspunkt für einen festen Dienst der Frauen. Das Dienersein der Frauen (gynaikas) schließt - wie auch sonst im paulinischen Sprachgebrauch - neben dem Liebesdienst insbesondere den Verkündigungs- und Lehrdienst ein (vgl. 1. Kor 3,6; Phil 1,1; Apg 18,1-3.24 -26).Gerade mit der Zuordnung der gynaikas als diakonous bekommen dieweiblichen Diakone im sich anschließenden Kontext von 1. Tim 2,12 nochmals ihre Grundausrichtung gesagt, denn das innere Wesen dieses Dienstes ist nirgends im NT mit einer amtlichen Würdestellung beschrieben. Vielmehr ist unter Bezugnahme auf JESU Wort (vgl. Mk 10,45) auf Macht und Herrschaft zu verzichten.

Die theologische Grundintension von kalen paratheken (1. Tim 6,20; 2. Tim 1,14: "anvertrautes Gut") entspricht didasko in den Pastoralbriefen. Der Begriff des "anvertrauten Guts" ist aus dem juristischen Bereich übernommen, um damit die Verantwortung für die Unversehrtheit einer Sache Sorge zu tragen (Depot), die jemandem übergeben wurde. Nichts anderes ist mit der grundlegenden Lehre gemeint. Ausdrücklich wurde Paulus als Lehrer mit apostolischer Autorität von Gott eingesetzt, um diese grundlegende Wahrheit (1.Tim 2,7) an seinen Mitarbeiter (Timotheus) weiterzugeben (1. Tim 1,18).

Abgeleitet vom Kontext der Pastoralbriefe und insbesondere der Timotheusbriefe ist mit didasko in 2,12 die maßgebliche autorisierte Lehrart gemeint, die den Frauen in der Gemeinde untersagt wird.


Welche Bedeutung hat das hapax legomenon „authentein“?

Mit Akribie untersucht H. S. Baldwin den Begriff authentein (herrschen) in allen ihm zugänglichen Lexika und in nahezu 90 außerbiblischen Schriften bis ins 4. Jahrhundert n. Chr. Sein Ergebnis: authentein ist am ehesten mit "herrschen, souverän regieren, kontrollieren, beherrschen oder zwingen, jemand beeinflussen, despotisch herrschen, tyrannisieren" zu übersetzen (H. S. Baldwin, Ein schwieriges Wort in 1. Timotheus 2,12, 69-88, in: A. Köstenberger, T. R. Schreiner, H. S. Baldwin (Hg.), a.a.O).

Welche der nuancierten Deutungen für den 1. Tim gelten, kann einzig der Kontext ergeben. Wenn das bisher Gesagte angesetzt wird und mit den Reichtumspassagen (2,8-10; 5,12-16 und 6,7-10) in Verbindung steht, dann bedeutet authentein am ehesten "Autorität an sich reißen", indem die Frauen mit ihrem Reichtum und ihren Lehren "Einfluss ausüben". Von einflussreichen Frauen, die sozial unabhängig waren, kann ausgegangen werden..

Ich möchte noch einen weiteren Apsekt anführen, auf den H. S. Baldwin nicht eingegangen ist – der aber die Ausführungen Baldwin's ergänzt und verifiziert. Authentein bedeutet erst seit dem dritten und vierten Jahrhundert nach Christusherrschen, vorher (also zur Zeit der Abfassung dieses Briefes) hatte es diese Bedeutung noch nicht, sondern es bedeutete entwedermorden (in Bezug auf Selbstmörder oder Familienmörder) oder jemanden sexuell zu beherrschen (»sexuell zu herrschen« kann auch bedeuten, durch einen Fruchtbarkeitskult zu herrschen.) Ich tendiere eher zur zweiten Möglichkeit.

Es geht hier wahrscheinlich um die von manchen Frauen verbreitete gnostische Irrlehre, daß die Frau Trägerin der göttlichen Offenbarung ist und das göttliche Heil unmittelbar vermittelt. Gewisse Strömungen des Gnostizismus (so der ophitische Gnostizismus, in dem sowohl Eva als auch die Schlange (ophis) verehrt wurden) waren eng mit den Fruchtbarkeitskulten der Kybele, Isis und Artemis verbunden, verehrten Eva und die Schlange und forderten, daß die Männer den Frauen sexuell zur Verfügung zu stehen hatten. Diese Frauen haben mit ihrer Irrlehre die Männer sexuell beherrscht, und dagegen wendet Paulus sich und verbietet es, diese Irrlehre weiterhin zu verbreiten (diese gnostische Irrlehre steht in krassem Gegensatz zur jüdischen, rabbinischen Lehre, daß die Männer über die Frauen herrschen. Paulus mußte beide Irrlehren immer wieder bekämpfen, so auch in Korinth).

Das mit sich in der Stille halten oder still sein übersetzte Wort meint nicht schweigen, sondern eher in festgelegten Grenzen bleiben oder Ordnung bewahren.

Zuletzt muss noch der unmittelbare Kontext ab 2,13 beachtet werden, weil er die Begründung für beide Verbote in 2,12 beinhaltet.

 

Die Begründung zu 2,12

Vers 15 steht durch de (aber) und dem Zeitwechsel des Seligwerdens, das in der Zukunftsform (sophrosynes) steht im Gegensatz zu 2,14. Ohne Zweifel enthalten diese Verse mehrere exegetische Schwierigkeiten. Merkwürdig ist u.a. der Wechsel von der 3. Person Singular sothesetai ("sie wird selig werden") in 2,15a zur 3. Person Plural ean meinosin ("wenn sie bleiben") in 2,15b. Befremdend ist gar die Aussage, dass Frauen durch Kindergebären gerettet werden sollen. Zur Lösung des Kindergebärens ist der Gebrauch der Einzahl (2,15a), aber besonders der Wechsel zur Mehrzahl nicht unwichtig. Während sich die Einzahl ("Sie wird aber selig werden") wohl auf Eva bezieht, sind mit der Mehrzahl die christlichen Frauen zu verstehen ("wenn sie bleiben"). Das Gerettetwerden der christlichen Frauen hat letztlich aber nichts mit dem Kindergebären zu tun, denn die Begründung (gar) beinhaltet eindeutig das Bleiben im Glauben, in der Liebe, Heiligkeit und Besonnenheit (2,15). Paulus will demnach nicht sagen, dass alle Frauen Kinder zur Welt bringen müssen, um gerettet zu werden. Vielmehr rettet einzig das Bleiben im gelebten Glauben. Ein Widerspruch zur paulinischen Rechtfertigung "allein aus Glauben" besteht daher keineswegs.

Auch der Gesamtkontext des 1. Tim. spielt eine wichtige Rolle. Wie der Brief zeigt, gab es Irrlehrer, die in ihrer Lehre in überspannter schwärmerischer Weise die Auferstehung bereits als vollzogen verkündeten und darum die Ehe und im Zuge dessen wahrscheinlich auch das Kindergebären verboten haben (4,1-5; 5,11). Paulus greift wahrscheinlich deshalb das Kindergebären als spezifische Antwort gegen diese Irrlehrer auf.

Indem Paulus die Verse 11-12 mit den Versen 13-14 begründet, argumentiert er mit Eva als Repräsentantin der Zweiterschaffenen und Erstverführten aller Frauen. Im Anschluss an das bisher Gesagte muss nochmals der Kontext in den Blick genommen werden. Da zwischen dem Ermahnungsteil 2,9-3,1 kein gedanklicher Bruch zu finden ist und die Thematik des Lehrens und herrschenden Einflusshabens in den Versen 11-12 völlig unvermittelt nach dem Ermahnungsteil über den wahren Schmuck der Frauen einsetzt, gehören die Verse 9-10 ebenfalls zur ganzen Passage. U. Wagener ist darum recht zu geben, wenn sie einen chiastischen Gesamtaufbau feststellt (Vgl. U. Wagener, a.a.O., 110).

Die Schmuckpolemik bzw. das äußere Auftreten der Frauen, das Lehrverbot und autoritäre Einflussnehmen über den Mann sowie die Schöpfungsordnung und die Anfälligkeit zur Verführung gehören damit zusammen. Beide Aussagen kristallisieren sich in den Schlussaussagen, wenn Eva typologisch verstanden wird. "Die Zweiterschaffene soll sich nicht als herrschsüchtig Lehrende zur Ersten machen” (M. Küchler zitiert in: U. Wagener, a.a.O., 110) (2,13) und die einzig Verführte (2,14) soll nicht mit ihrer äußeren Aufmachung die Männer verführen.

Aufs Gesamte gesehen spricht Paulus in der Textpassage (2,9-15) nicht von zwei unterschiedlichen Missständen in der Gemeinde, sondern voneiner besonderen Problematik. Wahrscheinlich handelt es sich um "wohlhabende und wirtschaftlich unabhängige Frauen, die ihren Anspruch auf eine profilierte Stellung in der Gemeinde vertreten.” (U. Wagener, a.a.O., 111. In den kleinasiatischen Städten des römischen Reiches gab es einen höheren Anteil in religiösen und städtischen Führungspositionen. Am. 270). Der Reichtum der Frauen gab ihnen die Möglichkeit, mit ihrer Verführungskunst über die Männer zu herrschen und zugleich bildete es die Grundlage, ihren Einfluss geltend zu machen (Ebd. Vgl. U. Wagener kann auf Ehreninschriften aus Städten hinweisen, in denen die Führungsschicht der Städte Ehrungen erhalten. Die Begrifflichkeiten entsprechen dem Milieu der Pastoralbriefe). Neuere Forschungen, die sich mit den "Frauenwelten in der Antike" beschäftigen bestätigen diese Einschätzung (Vgl. u.a. R. Günther, Matrona, vilica und ornatrix. Frauenarbeit in Rom zwischen Topos und Alltagswirklichkeit, in: T. Späth und B. Wagner-Hasel (Hg.), Frauenwelten in der Antike, Geschlechterordnung und weibliche Lebenspraxis, Stuttgart: Metzler, 2000, 350-376. R. Günther führt in ihrem Artikel die Komplexität des antiken Hauswesens vor Augen, wie sie heute nicht mehr zu finden ist. Dabei spielt die antike Luxuskritik an Frauen in Verbindung mit einem "schlimme(n) Hausregiment als Tyrannen" eine wesentliche Rolle.

 

Exkurs: Das Frauenbild in der Antike
 

Töchter der Pandora - das antike Griechenland

Frauen und Männer hatten nach griechischer Philosophie keinen gemeinsamen Ursprung. Nach Hesiod (griech. Dichter) wurde die Frau Pandora von Zeus geschaffen als Fluch und Strafe für die Männer. Aristoteles sagte: "Die Frau ist ein Ungeheuer, ein deformierter Mann, eine Missgestalt... Der Mann ist von Natur hochwertiger und überlegen, die Frau minderwertig." Platos und Aristoteles Ideen wurden weit verbreitet seit vielen Generationen durch die Griechen, Römer, Juden, Araber und Europäer. Sie hatten großen Einfluss auf die „Kirche“ und Gesellschaft.

 

Töchter der Venus - das antike römische Reich

Das antike römische Reich übernahm die Philosophien der Griechen. Ihre Götter hatten zwar neue Namen, aber die Werte und die Denkweise der Griechen bestimmte ihre Gesellschaft. Äneas galt als Sohn der Göttin Venus, die Sex mit einem Sterblichen hatte. Da die Römer von Äneas abstammten, hatten sie göttlichen Ursprung durch Venus, die Göttin der erotischen Liebe und die Beschützerin der Prostituierten. Männer konnten niemals ihren Frauen trauen, denn sie waren schließlich Töchter der Venus, die für ihr betrügerisches Herz bekannt war.Frauen galten als minderwertig. Daher wurden sie nicht als Personen behandelt.

 

Die Frau im Judentum

Wie auch in anderen Religionen hatte die Frau im Judentum eine untergeordnete Rolle. Das System des Judentums begünstigte die Männer gegenüber den Frauen. Macht und Autorität waren männliche Monopole und während Söhne vom frühen Alter an eine (religiöse) Ausbildung erhielten, wurden Mädchen so gut wie gar nicht unterrichtet. Den Frauen blieb auch weitgehend die Beteiligung am aktiven religiösen Leben der Synagoge verwehrt. Die Absonderung der Frauen von den Männern erfolgte z. B. dadurch, dass den Frauen in den Synagogen separate Räumlichkeiten zugewiesen wurden, nämlich der sog. „Frauenbereich“. Dieser Frauenbereich wurde als weniger heilig, als der Männerbereich betrachtet. Lange Zeit wurde eine Abteilung für Frauen erst nach dem eigentlichen Bau der Synagoge in Betracht gezogen, denn verhältnismäßig wenige weibliche Gemeindemitglieder besuchten den Gottesdienst. Wenn die Frauen am Gottesdienst teilnahmen, dann hatten sie sich hinter einem Gitter oder einem Vorhang zu verstecken. Dort leitete eine Vorbeterin das Gebet, wobei es den Frauen untersagt war, von den Torarollen zu lesen. Auch das Lernen von Hebräisch wurde ihnen verboten und so besaß der Frauenbereich der Synagoge weder heilige Lade noch Almemor. Oftmals war dieser Bereich überfüllt, dunkel und schlecht belüftet. Abgesehen von den besten Sitzplätzen der Emporen war es den Frauen nicht möglich, den Gottesdienst der Männer zu verstehen. Man erreichte somit, dass das Predigen allein den Männern vorbehalten waren. Der Gottesdienst wurde zu einem sogenannten „Männerklub“... Während die Männer früher also beteten und sich dem religiösen Leben hingaben, konnten die Frauen ihre Erfahrungen in Sachen Mode austauschen und gaben sich mit Inbrunst dem Klatsch hin.

Erst mit den Reformern im 19. Jahrhundert gab es ein Entgegenkommen der Männer. In vielen Synagogen wurden die Gitter der Frauenbereiche niedriger gebaut oder ganz weggelassen. War der Frauen- und Männerbereich durch eine Mauer getrennt, so kam es zu einer Öffnung mittels Durchbrüchen oder zu einem vollständigen Abriss. Bei den Reformern war es der Frau auch gestattet, unbehindert und aktiv am religiösen Leben teilzunehmen. Trotz der weiterhin andauernden Geschlechtertrennung war es für die Frau nun möglich, den Mann beim Gottesdienst zu sehen und andersherum. Man erreichte eine Integration der Frau.

Der Rechtsstatus war für Frauen ebenfalls nur gering. Man könnte ihn mit dem von Sklaven oder Minderjährigen vergleichen, nur dass dieser Rechtsstatus für jüdische Frauen ein Leben lang Gültigkeit hat. So war es ihnen untersagt, vor Gericht als Zeuge aufzutreten oder gar am politischen Leben teilzunehmen. Mit diesen, doch sehr wenigen Rechten, wurden Frauen oft vom öffentlichen Leben sowie von den meisten Erwerbsberufen ausgeschlossen.

Die Familie, welche einen sehr hohen Stellenwert im Judentum besitzt, sollte nach außen hin vom Mann repräsentiert werden können. Man sagte, nach jüdischer Auffassung, dass nach der Tempelzerstörung das Heiligtum in die Familie verlagert wurde. Die Frau war dafür verantwortlich, dass die kultische Reinheit bewahrt wird. So musste sie unter anderem das Reinheitsgebot für Nahrung und das Vorbereiten der Feste erlernen. Erstmals nach dem zwölften Geburtstag ist es dem Mädchen erlaubt, die Kerzen für den Sabbat anzünden. Dieses Eröffnen der heiligen Feste ist ein Ritual, was der Frau ein Leben lang auferlegt ist.


Die biblische Schöpfung
 

In der biblischen Schöpfung (1.Mose 1-2) von Mann und Frau sehen wir beide mit einem (-er)

gemeinsamen Ursprung (1.Mo. 1,27; 2,18-24)
gemeinsame Bestimmung (1. Mo. 1, 26-28)
gemeinsame Tragödie (1. Mo. 3)
gemeinsame Hoffnung auf Erlösung (1. Mo. 3, 15)
Mann und Frau wurden als gleichwertige und gleiche Partner nach dem BildGottes geschaffen, aus derselben Substanz und mit derselben Bezeichnung"Mensch". "Männin" wurde die Frau genannt, was auf die Gleichheit hinweist.Beide, Mann und Frau, bekamen den gleichen Herrschaftsauftrag über dieErde zu herrschen. Beide sündigten und wurden entsprechend bestraft. Für beide sollte der kommende Retter JESUS geboren werden - die Hoffnung auf die Erlösung.Und doch gab es auch Unterschiede bei Erschaffung von Mann und Frau:

Gott machte Adam zum Mittelpunkt (1. Mose)
- Der Gattungsname wird dem Mann gegeben, nicht der Frau. (2, 15)
- Gott spricht zuerst mit dem Mann (2, 16)
- Der Mann benennt die Tiere (2, 19-20)
- Die Frau wird aus dem Mann geschaffen (2, 22)
- Die Frau wird für den Mann geschaffen, nicht umgekehrt (2, 18 u. 22)
- Der Mann gibt der Frau den Namen, nicht umgekehrt (2, 23)

 

Adam wurde zuerst geschaffen (s. auch 1. Tim 2, 13)
Bevor Eva geschaffen wurde
- setzte GOTT den Mann in den Garten um ihn zu bebauen und zu bewahren,
- brachte GOTT die Tiere zu Adam, damit er ihnen Namen gebenkonnte,
- erging GOTTES Gebot an Adam (nicht vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen zu essen)

 

Die Frau wurde aus dem Mann geschaffen

Während der Mann aus dem Staub des Erdbodens gebildet wurde, ist die Frau aus einer Rippe Adams geformt worden. Der Ursprung der Frau liegt – von GOTT gewollt – im Mann. Daraus ergeben sich erhebliche Unterschiede im Wesen und in den Aufgaben. Wir werden noch sehen, wie diese Grundsätze im NT aufgegriffen werden.

GOTT schuf die Frau für den Mann
GOTT trifft die Feststellung, dass es nicht gut für den Menschen (Mann) ist, dass er allein ist und schafft ihm eine Hilfe. Damit ist die Frau schöpfungsmäßig auf den Mann hin angelegt; darin liegt ihr Lebenszweck, wie der Schöpfer ihn gewollt hat. Das Wort Hilfe bedeutet „Gehilfin“ oder „Unterstützung“. Es ist niemals abwertend gemeint. Es lag nie in GOTTES Absicht, dass die Frau Sklavin des Mannes sein soll. Der Begriff „Hilfe“, der hier in 1. Mo 2,18 verwendet wird, steht z.B. auch in Ps. 33, 20 und ist dort auf GOTT bezogen.

Der Mann gab seiner Frau den Namen
So wie Adam den Tieren Namen gab, benannte er auch die Gattung der aus ihm geschaffenen Frau und nannte sie „Männin“. Nach dem Sündenfall nannte er sie Eva.

Konsequenzen für die Gemeindepraxis
Es ist sehr auffällig, wie die Schreiber des NT immer wieder auf diese Grundsätze Gottes zurückgreifen. Als der HERR von den Pharisäern mit der Scheidungsfrage konfrontiert wird (Matth. 19, 3 – 5), macht Er deutlich, dass GOTT nie von Seinen ursprünglichen Absichten für Mann und Frau, Ehe
und Familie abgewichen ist und dass diese Ordnungen immer noch gelten.
Auch die Apostel Petrus und Paulus greifen auf die ursprünglichen Absichten Gottes zurück.

 
Die Verzerrung des Bildes
GOTTES offenbarte Wahrheit über die Rolle der Frau wurde auch im Judentum verloren. Auch sie behandelten die Frauen nicht als gleichwertige Partner. Dem Wort GOTTES gleichgestellt wurde der Talmud, der die Auslegung der Tora bestimmte. Der Talmud beinhaltet die wichtigsten Lehren der jüdischen Rabbiner, die die Frauen diskriminierten. Sie schlossen die Frauen aus, indem sie erklärten: "Das öffentliche Lesen der Tora durch eine Frau entehrt die Gemeinde." Der Jerusalemer Talmud sagt: "Lasst die Worte der Tora verbrennen, aber lasst sie nicht in die Hände von Frauen gelangen." So wurden die Frauen davon abgehalten, die Tora (5 Bücher Mose, Gesetz des Mose) zu studieren. Sie blieben ungebildet und durften nicht gleichwertig den jüdischen Gottesdienst in der Synagoge mitgestalten.JESUS hat die Mauern niedergerissen. JESUS kam, um die schmerzhaften Konsequenzen der Sünde und der sündhaften Welt zu beenden, was den Riss zwischen Mann und Frau einschließt.Für Ihn gab es

keine doppelte Moral,
keinen Ausschluss von Frauen und
keine Begrenzung der göttlichen Bestimmung für Frauen.
Der Herr JESUS setzte sich für die gleichen Rechte von Männern und Frauen ein. Er lehrte auch Frauen (Lk. 10, 38-42) und diskutierte wichtige theologische Fragen mit Ihnen (Joh. 11,21-27; Joh. 4, 19-27). Damit sprach Er sich gegen das Bildungsmonopol der Männer aus. JESUS stellte auch Frauen in den Mittelpunkt seiner Lehre und Handlung. Er verglich Seine Tätigkeit, die Verlorenen zu suchen, mit der Tätigkeit einer Frau (Lk. 15,8-10 und Lk. 19,10). JESUS hatte auch Frauen als seine Jünger (Lk.8,1-3). Er beauftragte Frauen, die wichtige Auferstehungsbotschaft zu verkünden (Mt. 28, 5-10).

 

Epilog

Die Exegese konnte zeigen, dass 1. Tim 2,11-12 schon zur ntl. Zeit kein generelles Lehrverbot für alle Frauen darstellte. Die Bibel lehrt, dass Frauen in der Gemeinde nicht autoritativ (gr. „didasko“) lehren dürfen (1. Tim. 2,12), aber sie dürfen und s o l l e n Männer, Frauen und Kinder unterweisen (gr. „katecheo“ und „sophroneo“); vgl. Apg. 18,25.26; Titus 2,3-5. Hinzu kommt das Verbot gegen die Frauen, manipulierend Einfluss gegenüber den (eigenen) Männern, dann aber auch in der Gemeinde allgemein zu gewinnen. Dabei spielte die soziale Unabhängigkeit aufgrund ihres Reichtums eine maßgebliche Rolle. Nur so konnten sie sich mit ihrem Luxus schmücken. Im Gegensatz dazu ermahnt Paulus zu einer unaufdringlichen Haltung, die sich durch gute Werke zu zeigen hat.
 

“ Die Frau soll schweigen in der Gemeinde” (1.Kor.14,33b-35)

Wenn man diese Verse oberflächlich liest, könnte man meinen, dass Paulus den Frauen allgemein Weissagung, Predigt, Lehre oder Beten (oder vielleicht auch, wenn man den Kontext ansieht, das Zungenreden) verbietet, wenn die Gemeinde zusammenkommt. Wir wissen jedoch, dass es Prophetinnen gab (Apg.21,9) und natürlich hatten auch nicht alle Frauen Ehemänner, die sie zu Hause fragen konnten. Letztere Aussage beweist denn auch, dass Paulus hier auf eine ganz bestimmte Frage antwortet (7, 1), die die Korinther ihm gestellt hatten: die Frage, ob die Ehefrauen mit ihren Männern während des Gottesdienstes über das Gesagte diskutieren dürfen. Das würde Unruhe schaffen, selbst wenn die Frau neben ihrem Mann säße; falls die messianischen Gläubigen jedoch die allgemeine jüdische Praxis jener Zeit befolgten (wie es die Orthodoxen noch heute tun), dann saßen Frauen und Männer getrennt, und es war ganz einfach untragbar, dass sie sich mit Zurufen über die Mechizah(die Trennwand) hinweg verständigten. Paulus platziert die Anweisung bewusst an dieser Stelle, weil er sich hier mit Fragen des Anstands und der öffentlichen Ordnung in Gemeindeversammlungen befasst; sein Rat klingt nur dann barsch und abrupt, wenn man ignoriert, dass er die relevanten allgemeinen Grundsätze bereits angesprochen hat und dass die Fragesteller mit dem Problem vertraut sind, da sie es überhaupt erst aufgebracht haben. Wenn wir die Verse nicht in einen solchen Rahmen stellen würden, müssten wir in der Tat daraus schließen, dass Paulus die Frauen herabwürdigt.

Wie auch die Torahsagt: Wenn Paulus hier die fünf Bücher Mose meint, denkt er vielleicht an 1. Mose 3,16 (vgl. Eph 5,22; 1 Tim. 2,8 -15). Wenn er an die Tenach als ganze denkt, so kommen eine ganze Reihe von Stellen in Frage, in denen den Frauen eine untergeordnete Rolle zugewiesen wird, wenngleich ihnen an anderen Stellen natürlich eine gleichberechtigte oder sogar überlegene Rolle zugestanden wird.

Shalom
Roland
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!

Schoham

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sondern sie sei still.
« Antwort #2 am: 20 November 2005, 20:10:32 »
Danke Roland.

Aber es ist mir zu viel zu lesen.

Sags doch einfach kurz mit Deinen eigenen Worten.
Darf eine Frau hier die Männer lehren oder nicht?
Kannst Du das mit gutem Gewissen verantworten?

Offline Roland

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sondern sie sei still.
« Antwort #3 am: 20 November 2005, 20:31:22 »
Hallo Maria,

und ich dachte, du liest gerne  :D

Die obige Exegese zeigt, dass 1. Tim 2,11-12 schon zur ntl. Zeit kein generelles Lehrverbot für alle Frauen darstellte. Die Bibel lehrt, dass Frauen in der Gemeinde nicht autoritativ (gr. „didasko“) lehren dürfen (1. Tim. 2,12), aber sie dürfen und s o l l e n Männer, Frauen und Kinder unterweisen (gr. „katecheo“ und „sophroneo“); vgl. Apg. 18,25.26; Titus 2,3-5.
Zu berücksichtigen ist noch, dass sich die Worte der Heiligen Schrift auf das Zusammenkommen der Gemeinde (Versammlung) bezieht, während es sich hier um ein Forum (also keine "Gemeinde") handelt. Deshalb trifft deine Frage auch nicht ganz den Punkt.

Allerdings solltest du, um das Ergebnis nachvollziehen können, den Aufsatz komplett lesen.

Du kannst dir ja dabei Zeit lassen......

Shalom
Roland
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Schoham

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sondern sie sei still.
« Antwort #4 am: 20 November 2005, 20:50:54 »
Solange Du mich hier nicht rauswirfst, nehme ich an, dass es mir
erlaubt ist.  :D

Lieben Gruss maria

Offline Roland

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sondern sie sei still.
« Antwort #5 am: 20 November 2005, 20:58:28 »
Hallo Maria,

da du sowieso nicht an das ganze Wort GOTTES glaubst, lehrst du auch nicht im biblischen Sinne.

Wenn du deine Irrlehren in einer bibeltreuen Gemeinde verbreiten würdest, dann könntest du sicherlich mit entsprechenden Konsequenzen rechnen.

Aber wie gesagt, das Forum ist keine Gemeinde und ich sehe das eben entsprechend lockerer.......   :mrgreen:

Also tue dir keinen Zwang an und schicke weitere Postings.....  :D

Shalom
Roland
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Schoham

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sondern sie sei still.
« Antwort #6 am: 20 November 2005, 21:01:39 »
Solange es Dich nicht zu sehr ärgert?!

Und Du keine Angst hast, dass Deine Forumsschäfchen dadurch einen
Schaden erleiden.

Danke, für Deine Grosszügigkeit.

Gruss maria

Offline Roland

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Das ganze Wort GOTTES ist die Richtschnur
« Antwort #7 am: 20 November 2005, 22:09:32 »
Hallo Maria,

Zitat
Solange es Dich nicht zu sehr ärgert?!
Da brauchst du keine Angst zu haben, denn bis jetzt wurde niemand des Forums verwiesen (das wäre auch nur der Fall, wenn jemand GOTT lästern würde). Irrlehren sind für mich kein Grund, einen Teilnehmer aus dem Forum zu entfernen.

Zitat
Und Du keine Angst hast, dass Deine Forumsschäfchen dadurch einen Schaden erleiden.
Was sind denn Forumsschäfchen? Solange das ganze Wort GOTTES die Richtschnur bleibt, wird niemand einen Schaden erleiden, denn lebendig ist das Wort Gottes und kräftig und schärfer als kein zweischneidig Schwert, und durchdringend bis zur Zerteilung beider, der Seele und des Geistes, und der Gelenke und des Marks, und vermag zu richten die Gedanken und Sinne des Herzens....... (Hebr. 4,12)

Shalom
Roland
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Schoham

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Wahrheit
« Antwort #8 am: 11 Dezember 2005, 20:04:08 »
Zitat
Irrlehren sind für mich kein Grund, einen Teilnehmer aus dem Forum zu entfernen.


Diese Aussage finde ich sehr gut, Roland.
Weil ich fehlerhafter Mensch nie 100% wissen kann, ob ich nicht
doch noch irgendwo fehle.

Eine Lästerung Gottes ist:

Wer als erleuchteter wissentlich und mit wirklicher Absicht den heiligen Geist lästert, erfährt keine Vergebung.
 
Bibelkommentar Matthäus-Evangelium, Gerhard Maier

Bitten wir unseren Gott, dass Er uns von aller Irrlehre frei macht, damit wir Seinen Namen verherrlichen, indem wir die Wahrheit bezeugen.

hannes

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Re: sondern sie sei still.
« Antwort #9 am: 09 November 2007, 23:52:22 »
Zitat
Das Haupt einer Frau ist der Mann. (1.Kor. 11,3)Was meinte Paulus mit dem Ausdruck "Haupt" (gr. "kephalä")? Wie im deutschen ist dieses Wort gebraucht für den Kopf unseres Körpers und es wird verwendet für viele bildliche Bedeutungen. Über die Bedeutung im übertragenen Sinn sind sich die Experten nicht einig. Streitfrage: Bedeutet das Wort "kephalä" im übertragenen Sinn "Autorität/Leiter" oder hat es die Bedeutung von "Quelle/Ursprung"?Die Bedeutungen von Wörtern können sich im Laufe der Zeit ändern. Um herauszufinden, wie Paulus diesen Begriff gebraucht hat, wurde die Septuaginta (griech. Übersetzung des AT) untersucht. Wie wurde das hebr. Wort für Haupt "rosch" ins Griechische übersetzt? Ergebnis: Wenn die bildliche Bedeutung Leiter oder Herrscher war, wurde nur in 5% der Fälle (9 von 180) das Wort "kephalä" benutzt. Das heißt: in 95% der Fälle (171 von 180) wurde ein anderes Wort benutzt, wenn es um Leiter oder Herrscher ging.Um es einfach zu sagen: Es ist möglich, dass Paulus das Wort "kephalä" gebraucht hat in der Bedeutung von Leiter oder Herrscher. Dies ist jedoch unwahrscheinlich, weil das Wort selten mit dieser Bedeutung (5%) gebraucht wurde.

Das ist bemerkenswert.  Herzlichen Dank für diesen Beitrag. Diese Bedeutung von KEPHALE als Anfang oder Haupt im Sinne von Quelle oder Ursprung ist tatsächlich die noch umfassendere als es das Verständnis von Haupt nur im Sinne von Leitung oder Befehlsmacht wäre. Wenn auch beide Bedeutungen in Wahrheit zusammengehören, so ist doch die erstere die noch tiefere.

Darum soll eine Frau einen Mann eher fragen, als ihn zu belehren suchen. Was bei ihr angekommen ist an Erkenntnis Gottes, davon soll sie gern auch einem Mann erzählen, sich dabei aber zurückhalten (d.h. hüten), sich über ihn als Quelle oder Autorität zu positionieren.  Wo Christus der Ursprung der Erkenntnis einer Frau ist, so soll sie ihren Quell auch ehren, indem sie acht gibt, dass sie nicht ihren eigenen Kopf verkündet, sondern den Herrn als das Haupt aller.   

Ist ein Mann unwissend, so soll sie ihn bittend fragen (in der Stille, nicht vor der versammelten Gemeinde). Ist er aber unvernünftig, warum sollte sie ihn noch weiter zu belehren suchen oder mit ihm streiten?

Priscilla redete (im Beisein ihres Mannes Aquila) mit Apollos nicht vor der Ekklesia, um ihn vor anderen zu belehren, sondern danach bei sich wohl mit gewinnenden Worten freundlicher Liebe.

Eine Frau soll wissen, dass sie Schmach über einen Mann bringt, wo sie ihn zu belehren sucht, ohne dass er um ihren Rat gebeten hat. Und auch dass sie Schmach über sich selbst bringt, wo sie einen Unbelehrbaren belehren will, oder einen in einer Sache Verständigeren als sie selbst zu demütigen sucht durch gedankenloses, lehrhaft sein wollendes Geschwätz.

Es tut not zu erkennen, dass wenige das Wort hören und vieles Streiten vergeblich ist.

Dass in Christus weder Mann noch Frau ist, das ist unbestritten. Wo aber Mann und Frau vollkommen in Christus sind, dort gibt es auch kein Belehren mehr. Wo es also nicht so ist, dort soll auch eine Frau eher in der Stille sein und Hören und (nicht in der Ekklesia) Fragen, als dass sie sich über Männer setzen möchte, diese zu lehren.

Alles Gute!
Hannes



inhaltliche Korrektur aufgrund von Ungenauigkeit - wenn nicht sogar Falschheit - des Ausdrucks in dem weiter unten bezeichneten Satz.
« Letzte Änderung: 13 November 2007, 21:02:57 von hannes »

Schoham

  • Gast
Re: sondern sie sei still.
« Antwort #10 am: 10 November 2007, 10:56:36 »


... oder einen Weiseren als sie selbst zu demütigen sucht durch gedankenloses, lehrhaft sein wollendes Geschwätz.

Wer sich Weiser vorkommt als die andern - der muss sich nicht verwundern, wenn
er von den Worten des "Toren in seinen Augen" gedemütigt wird.

Wer diesen Worten glaubt und sie zu Herzen nimmt - wird dies Problem nie haben:

Tut nichts aus Eigennutz oder um eitler Ehre willen, sondern in Demut achte einer den andern höher als sich selbst, und ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern auch auf das, was dem andern dient.
Phil. 2, 3.4


In dem gebe ich dir recht, das wir einen Unbelehrbaren gehen lassen müssen.

Ein Mann der die Bibel so versteht das er sich nicht von einer Frau belehren lassen darf, der sollte den Kontakt zu so einer Frau unterbrechen, um nicht gegen sein Gewissen - seine Ueberzeugung zu sündigen.




hannes

  • Gast
Re: sondern sie sei still.
« Antwort #11 am: 10 November 2007, 11:29:40 »
höher im sinne dessen, dass man ihm dient.

nicht unbedingt im sinne dessen, dass man das törichte für weise erklärt.

ich meinte es auch nicht als ein allgemeines urteil, dass einer weiser sei als der andere, sondern hier mehr in der sache, in der ein weniger weiser einen weiseren zu belehren sucht, obwohl er selbst der belehrung bedürfte. es ist solches bei einem mann fehl am platz genau so wie auch bei einer frau.

wenn aber eine frau die weisheit gottes lehren möchte, aber selbst nicht ihr gebot kennt, noch es halten möchte, dann ist es nicht wirklich die weisheit gottes, sondern ihre eigene.

an dich, maria, dachte ich in diesem übrigens nur höchstens am rande. ich bin mir bewusst, dass du in vielem, in ganz vielem, mehr weisst als ich, und ich möchte gerne viel von dir lernen.

aber ich möchte auch gern, dass du ernst nimmst, was dein Herr über den unterschied zwischen männern und frauen gelehrt hat.

es waren 12 männer, seine apostel, und nicht eine einzige frau nannte er seine apostelin.

und an zugeständnisse für missverstandene kultur oder gepflogenheit haben wir in seinem fall nicht anlass zu denken.

du solltest meine ganze antwort lesen, nicht dich über eine ungenauigkeit des ausdrucks mokkieren.

dass ich mich nicht für weiser als dich halte in einem so allgemeinen sinn, wie du mich verstehen wolltest, das weisst du jetzt. aber in manchen dingen, in denen du mich zu belehren suchtest, bin ich möglicherweise schon klüger geworden als du. es ist nicht etwas, was ich mir selbst zugute halten könnte.  ich habe nichts, was mir nicht gegeben worden ist.

es gab eine prophetin in israel, eine richterin nennt sie die schrift, aber sie suchte nicht, ihre eigene erkenntnis zu verwirklichen ohne zuerst in stille dem, der wirklich richter hätte sein sollen, sich als ratgeberin zu erweisen.
   
warum bist du zornig, maria.

bist du auch zornig, dass du nicht der sohn gottes bist, sondern ein anderer als du? das bist du nicht. warum solltest du dann zornig sein, dass es einer frau gut ist, anders zu reden als ein mann.

es ist die schönheit einer frau, nicht so zu reden wie ein mann redet, sondern so wie eine frau, die von gott geliebt ist und der gott weisheit gegeben hat.


« Letzte Änderung: 10 November 2007, 11:53:46 von hannes »

Schoham

  • Gast
Re: sondern sie sei still.
« Antwort #12 am: 10 November 2007, 12:17:17 »
Lieber Hannes

Es ist mein Fehler das ich zu wenig das Gute beim Andern lobe und
vor allem auf das eingehe wo ich anders sehe. So entsteht ein ganz
falsches Bild.

Deinen Beitrag als ganzes fand ich sehr gut - Danke dir dafür.

Zornig war ich nicht - doch etwas genervt und dafür möchte ich mich
bei dir entschuldigen. Das ich genervt war zeigt, das an der ganzen
Sache was wahres ist...

Hab dich lieb Bruder

Schoham

  • Gast
Re: sondern sie sei still.
« Antwort #13 am: 13 November 2007, 21:06:07 »
ich bin mir bewusst, dass du in vielem, in ganz vielem, mehr weisst als ich, und ich möchte gerne viel von dir lernen.

Und ich bin mir sicher Hannes - das du viel mehr wissen hast als ich.

Was ich weitergebe im Forum ist das Wissen und die Erkenntnis von Männern Gottes.

Was ich dir von mir weitergeben kann ist das was ich selbst von Jesus Christus bekommen habe. Seine Liebe - Gnade - Vergebung.

Die Gaben Gottes beflügeln mich manchmal - mit eigenen Worten, das was ich in der Bible las oder mich Hirten vom Herrn Jesus lehrten, zu posten.  Dann - wenn die Worte vom Kopf ins Herz gefallen sind.

Ich kann nur das glaubhaft weitergeben was ich zuerst selbst bekommen habe.

Es ist gut - bist du hier...  :::55

Ich habe schon lange nicht mehr so viel von einem Menschen lernen dürfen wie von dir.

Still sein möchte ich im Heiligtum vor Gott und Ihn zu mir reden lassen. Und wenn ich auf Ihn gehört habe dann habe ich ein grosses Bedürfnis es weiterzugeben.

Schoham

  • Gast
Re: sondern sie sei still.
« Antwort #14 am: 16 November 2007, 13:01:01 »
Eine Frau soll wissen, dass sie Schmach über einen Mann bringt, wo sie ihn zu belehren sucht, ohne dass er um ihren Rat gebeten hat. Und auch dass sie Schmach über sich selbst bringt, wo sie einen Unbelehrbaren belehren will, oder einen in einer Sache Verständigeren als sie selbst zu demütigen sucht durch gedankenloses, lehrhaft sein wollendes Geschwätz.

Wie leicht fällt es einem Belehrung anzunehmen wo man sich geliebt weis.
Danke Hannes.