Autor Thema: Spurgeons Haltung zum Calvinismus  (Gelesen 12724 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline Jose

  • Benutzer
  • Beiträge: 1709
Spurgeons Haltung zum Calvinismus
« am: 11 April 2012, 21:02:26 »
Mir wurde mal das Buch: "C. H. Spurgeon - wie ihn keiner kennt" empfohlen, damit ich Spurgeons Haltung zum Calvinismus kennen lerne. Das Buch habe ich gelesen und es hat die beabsichtigte Wirkung nicht verfehlt, aber als segensreich empfand ich das Buch nicht.

Ich fand das Buch zwar Interessant und aufschlussreich, als segensreich empfand ich es aber deswegen nicht, weil es mich nicht erbaut sondern eher bedruckt hat. Vielleicht ist das aber auch Erbauung, wenn uns bewusst wird, wie viel Schaden durch Gläubige angerichtet werden kann, wenn sie nicht in der Demut, Liebe und Gehorsam zum Wort Gottes bleiben und ihre Lehren nicht in allen Dingen vor dem Wort Gottes bestehen können.

Dass Spurgeon von vielen Anhängern des Calvinismus als ein Vertreter des Calvinismus gesehen wird, ist sehr Schade. Er hätte sich deutlicher davon distanzieren müssen.

Von Spurgeon soll die Aussage sein:
Zitat

Es gibt niemand, der mehr an den Lehren der Gnade festhält als ich. Wenn mich jemand fragte, ob ich mich schäme, ein Calvinist genannt zu werden, dann würde ich antworten: Ich möchte nichts anderes heißen, als Christ. Aber wenn du fragst, ob ich die lehrmäßigen Anschauungen von Johannes Calvin für richtig halte, dann antworte ich, daß ich sie im großen und ganzen für richtig halte. Ich bekenne dies gerne. Aber es liegt mir fern zu denken, daß Zion nur calvinistische Christen enthält, oder daß niemand gerettet würde, der nicht an diese Lehren glaubt. Es sind schon ganz furchtbare Dinge gesagt worden über den angeblichen Charakter und die geistliche Art von John Wesley, den modernen Vertreter des Arminianismus. Ich kann nur sagen, daß ich - auch wenn ich manche der Lehren, die er verkündigt hat, ablehne - für ihn persönlich eine Hochachtung empfinde, die keinem seiner Anhänger nachsteht. Wenn man noch zwei Apostel zu den Zwölfen hinzufügen müßte, dann, glaube ich, könnte man niemand finden, der dafür mehr geeignet wäre als George Whitefield und John Wesley.

Quelle: http://www.calvinismus.de/klare-worte.html


Ich habe mich seitdem oft gefragt, wie Spurgeon mit diesem Zwiespalt leben konnte, was seine persönliche Überzeugung und konfessionelle Prägung anbetrifft und der Umgang mit anderen Geschwistern, die manches anders erkannten. Aber das zeugt von seiner Größe, sich nicht über andere zu erheben und nicht übermäßig auf Überzeugungen zu beharren, die jeder für sich selbst verantworten muss, solange wir nicht zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis gelangt sind.

Gibt es denn einen Gottesmann oder einen bekannten Zeugen Gottes, der nicht von der einen oder anderen Seite scharf angegriffen worden wäre? Auch mit Spurgeon tue ich mich nun schwer, dennoch übernehme ich nicht die auf www.atruechurch.info vertretene Haltung über Spurgeon, als ob er ein gottloser und ökumenischer, falscher Lehrer gewesen wäre.

Dennoch, zumindest teilweise, sehe ich Spurgeon als einen Irrlehrer. Ist meine Haltung verkehrt?

Herzliche Grüße,
José


Offline Roland

  • Administrator
  • Benutzer
  • Beiträge: 2567
    • Hauszellengemeinde
Re: Spurgeons Haltung zum Calvinismus
« Antwort #1 am: 13 April 2012, 17:06:03 »
Hallo José,

ich denke, dass Du hier eine sehr ausgewogene Haltung hast. Ich finde es auch schade, dass Spurgeon den Calvinisten "auf den Leim" gegangen ist. Die andere Seite ist, dass viele Menschen durch seine Predigten sehr gesegnet wurden.

Das von Dir erwähnte Buch habe ich auch. Allerdings habe ich es noch nicht gelesen.

Du bewertest den Zwiespalt, in dem er lebte, als Stärke. Ich sehe diesen Punkt anders, denn für mich ist es eine Schwäche. Um ein anderes Beispiel zu nennen: Wilhelm Busch war ein bekannter und gesegneter Evangelist. Wie er als wiedergeborener Christ in der ev. Landeskirche als Pastor bleiben konnte, ist mir ein Rätsel. Auch er lebte in diesem Zwiespalt und musste als Pastor auch z. B. Säuglinge "besprengen".

Die Meinung, die auf www.atruechurch.info vertreten wird, kann ich auch nicht nachvollziehen. Spurgeon war gerade gegenüber der Ökumene sehr kritisch eingestellt. Er verließ z. B. den Baptistenbund, weil dieser in die Evang. Allianz eingetreten war.

Shalom
Roland
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!

Offline Jose

  • Benutzer
  • Beiträge: 1709
Re: Spurgeons Haltung zum Calvinismus
« Antwort #2 am: 13 April 2012, 17:20:17 »
Zitat von: Roland
Du bewertest den Zwiespalt, in dem er lebte, als Stärke. Ich sehe diesen Punkt anders, denn für mich ist es eine Schwäche.

Hallo Roland,
Ich habe mich wohl ungeschickt ausgedrückt. Nicht den Zwiespalt habe ich als Stärke verstanden haben wollen, sondern dass Spurgeon sich nicht von dem Calvinismus hat völlig einnehmen lassen sondern Gottes Werk in beiden erwähnten Brüdern erkannte und auch John Wesley entsprechend würdigte.

Es gibt extreme Calvinisten, für die sind alle, die von der Verantwortung des Menschen überzeugt sind und dass Gott niemand zur Bekehrung zwingt, Gottlose. Dazu zählen sie beispielsweise auch Gottesmänner wie D. L. Moody. Auch Spurgeon hatte meines Wissens mit Moody ein großes Problem, aber es ist wohl schwer, den Fängen des Calvinismus zu entfliehen.

Herzliche Grüße,
José

Offline Roland

  • Administrator
  • Benutzer
  • Beiträge: 2567
    • Hauszellengemeinde
Re: Spurgeons Haltung zum Calvinismus
« Antwort #3 am: 13 April 2012, 17:22:26 »
Danke für die Klarstellung, José. Jetzt habe ich verstanden, was Du audrücken wolltest.
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!

offenbarung3-16

  • Gast
Re: Spurgeons Haltung zum Calvinismus
« Antwort #4 am: 17 April 2012, 19:08:41 »
Servus Jose,

Zitat
sondern dass Spurgeon sich nicht von dem Calvinismus hat völlig einnehmen lassen sondern Gottes Werk in beiden erwähnten Brüdern erkannte

Wichtig ist, daß ein Heiliger kein Ansehen der Person kennt. Wie "groß" die Namen auch sein mögen - ALLE haben sich unter dem Massstab von Gottes Wort zu stellen.

Auf meiner Seite einige Zitate um zu zeigen, daß Spurgeon ein anderes Evangelium predigte.

http://www.apostasia.de/index.php?option=com_content&task=view&id=512&Itemid=54

Biographien z.B. werden meist auch nur von Bewunderern und den "Siegern" geschrieben, entsprechend ist der Inhalt. Ebenso die Kirchengeschichte. Da gibt es die reformierte, calvinistische, darbystische Version. Je nach Verein schöngefärbt. Daß z.B. Luther Heilige hat verfolgen und umbringen lassen ist dann nicht so wichtig. Ebenso hat Calvin Servetus verbrennen lassen - Calvin ist ein klarer Mörder u.s.w.

Wichtig ist, daß wir diese alle NICHT brauchten. Wir glauben an Jesus Christus. Er ist 100% vollkommen, immer Wahrheit, immer Liebe, immer gerecht ... Man muß sich eben vom Menschenkult lösen und sich Jesus hinwenden.

Offline Jose

  • Benutzer
  • Beiträge: 1709
Re: Spurgeons Haltung zum Calvinismus
« Antwort #5 am: 26 April 2012, 22:37:56 »
Zitat von: offenbarung3-16
Auf meiner Seite einige Zitate um zu zeigen, daß Spurgeon ein anderes Evangelium predigte.

Hallo Michael.
Ich habe einige Bücher von Spurgeon gelesen und viel Segen empfangen. Dass Spurgeon ein anderes Evangelium predigte sehe ich nicht so, teile aber nicht alle seine Lehren. Es gibt von  vielen Männer, die Gott in Seinem Reich sehr zum Segen für andere gebrauchen konnte, leider auch einige falsche Lehren, aber Lehrunterschiede finden wir auch zwischen uns selber und anderen Gotteskindern, ohne dass wir selber immer im recht sein müssen. Sind wir aber bereit, uns belehren zu lassen?

Und was deine Aussage anbetrifft:
Zitat
Wichtig ist, daß ein Heiliger kein Ansehen der Person kennt. Wie "groß" die Namen auch sein mögen - ALLE haben sich unter dem Massstab von Gottes Wort zu stellen.

Da freue ich mich aber umso mehr, dass du geschrieben hast:
Bez. "geistlichem Umgang" halte ich es für mich so, daß ich mit Menschen die die Unverlierbarkeit des Heils lehren keinen Umgang habe. Diese Grenzziehung hatte ich damals auch für das Thema Geistestaufe gemacht. Da ich selbst fast daran geglaubt hätte sehe ich ein, daß man als Christ daran glauben kann - es aber eine falsche und durchaus gefährliche Lehre ist; aber eine weitaus ungefährlicher Lehre ist wie UdH. Und irgendwie mag ich den Roland halt doch

Gut für den Roland, dass du ihn doch irgendwie magst ;)

Gruß, José

Offline Jose

  • Benutzer
  • Beiträge: 1709
Spurgeon: A defense of Calvinism
« Antwort #6 am: 04 Mai 2012, 21:52:41 »
Vorhin fand ich die Internetseite: www.spurgeon.org. Sicherlich werde ich dort einiges interessantes über Spurgeon lesen können.

Ich fand dort auch eine "Verteidigung des Calvinismus": A Defense Of Calvinism" und habe einiges gelesen. Das wesentliche ist im Grunde, dass Spurgeon davon überzeugt war, dass unsere Errettung auf die Erwählung durch Gott zurückzuführen ist und nicht unser Verdienst ist. Hiermit bin ich auch völlig einverstanden, denn wir haben zu unserer Erlösung nichts zu bringen.

Dass Spurgeon auch an die Lehre der Unverlierbarkeit des Heils festhielt und ebenso daran, dass Christus nicht für alle Menschen gestorben ist, sondern nur für die, welche vor Grundlegung der Welt erwählt waren, stört mich bei ihm wesentlich weniger. Wer in Christus ist kann nicht verloren gehen, und das Sühnopfer Jesu entfaltet nur dann ihre Wirkung, wenn jemand das Heil in Jesus annimmt. Dass aber niemand sich bekehren kann, ohne das Gott es will, ist uns auch allen klar, denn nicht wir haben Jesus erwählt, lesen wir doch Seine Worte: "Ihr habt nicht mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt" Joh 15,16a.

Das eigentliche Problem ist nicht die Erwählungslehre oder manche andere Überlegungen, so denke ich, sondern die Überheblichkeit, mit der andersdenkende verfolgt und des Unglaubens und der Werksgerechtigkeit bezichtigt werden, z.B. durch solch eine Aussage:

Zitat
Deshalb ist es nicht statthaft, bei einer Evangelisation zu sagen: „Jesus hat alles vollbracht. Nun liegt es an Dir, ob Du sein Angebot annimmst oder nicht. Du entscheidest, ob du ewiges Leben bekommst oder in der Verdammnis landest.“

Auszug aus einer Predigt von Bernhard Kaiser: Gottes freie Gnade

Das ist heutzutage m.W. leider die Haltung von vielen Reformierten: Alles was irgendwie den Anschein hat, dass der Mensch dabei etwas tut, wird gleich als Werksgerechtigkeit verworfen, sowie die, welche es lehren. Glücklicherweise ging Spurgeon m.W. nicht so weit, siehe seine Haltung zu John Wesley.

Wie die genaue Haltung von Bernhard Kaiser ist, habe ich noch nicht erfahren, aber von ihm habe ich schon einiges gelesen was ich grundsätzlich gut finde, auch viele Aussagen in der verlinkten Predigt, auch wenn ich unter "Freie Gnade" nicht ganz das gleiche verstehe, als ob der Mensch nicht in der Lage wäre, die Gnade abzulehen.

José

Offline Jose

  • Benutzer
  • Beiträge: 1709
Re: Spurgeons Haltung zum Calvinismus
« Antwort #7 am: 21 März 2013, 21:36:27 »
Von Spurgeon las ich kürzlich eine Andacht, die mir erneut bewusst machte, wie sehr er unter dem calvinistischen Einfluss stand. Das ermahnt mich immer wieder, auch im Hinblick auf meine eigenen Überzeugungen, mich zu prüfen, ob alles was ich glaube und tue, eine feste und sichere Grundlage in der Bibel hat.

Über die untere Andacht, bin ich aber doch ziemlich erschrocken, denn auch Gläubige, die nicht mehr den Weg nach der Wahrheit gehen, müssen doch ernstlich zur Buße gerufen werden. Es hilft ja niemanden, nicht bereit zu sein, wenn der Herr kommt.

Hier der Auszug aus "Aus Spurgeons Schatzkammer":


Die Sünde des Unglaubens
Seht zu, liebe Brüder, daß keiner unter euch ein böses, ungläubiges Herz habe, das abfallt von dem lebendigen Gott. (Hebräer 3, 12)

Der Unglaube des Christen hat das gleiche Wesen wie der Unglaube des Sünders. Er hat nicht das gleiche Ergebnis, denn beim Christen wird er vergeben; er ist auf den Kopf des Sündenbocks gelegt worden, er ist ausgelöscht und gesühnt. Aber er hat das gleiche sündige Wesen.

Und wenn es eine Sünde geben kann, die noch schlimmer ist als der Unglaube des Sünders, dann ist es der Unglaube des Christen. Daß ein Gläubiger an Gottes Wort zweifelt, daß ein Gotteskind nach unzähligen Erweisen der Liebe Gottes, nach zehntausend Beweisen seiner Gnade Gott nicht vertraut - das schlägt alles. Und dazu ist beim Christen die Sünde des Unglaubens die Wurzel vieler anderer Sünden.

Quelle:
Aus Spurgeons Schatzkammer (Andacht 108, Seite 140) - Bearbeitet und zusammengestellt von Stephen W. Sorenson - 1. Auflage 2007 - Verlag C. M. Fliß -



Gottes Segen,
José

Michael Sack

  • Gast
Re: Spurgeons Haltung zum Calvinismus
« Antwort #8 am: 22 März 2013, 19:05:16 »
Hier war der Vorentwurf und die weitere Bearbeitung vom folgenden Beitrag. Habe dies nun gelöscht.

Mit freundlichen Grüßen Michael Sack

.
« Letzte Änderung: 07 April 2013, 15:36:38 von Michael Sack »

Michael Sack

  • Gast
Re: Spurgeons Haltung zum Calvinismus
« Antwort #9 am: 04 April 2013, 12:54:24 »
Weil ich es nochmals, auch mehr ausführlicher, überarbeitet habe; heute auch.

Lieber Bruder Jose, liebe Geschwister,

dann sind die "Schatzkammern Spurgeons" also nicht zu empfehlen. Es war mir schon immer verdächtig: "Mein Äußerstes für Sein Höchstes", denn das raubt ja in Wahrheit die Ruhe in IHM, den Frieden der Seele in meinem Retter. (Jetzt habe ich noch mal gegugelt (war unsicher) und festgestellt, daß dieses Buch gar nicht von Spurgeon ist, wie peinlich, ich habe es ja auch nie gelesen)
Wie oft aber habe ich an dieser Vorgabe, die in Spurgeons Worten auch enthalten ist, an solchen auch selbstgemachten, auch sich ergebenden Aktivismen und Anforderungen gelitten. (Geht wohl vielen so - und dieses dann noch neben den heutigen, ständig neuen, hektischen Alltagsanforderungen) Ja, die Unruhe durch ein schlechtes Gewissen ist ganz furchtbar. Nie scheint es genug, ist es das Äußerste, das Höchste? Was noch? Ist es nun genug? Dieser Titel und solche Einstellung, "du glaubst und vertraust nicht genug", führt zu einer Grundunruhe, und führt unweigerlich dazu, daß man den CHRISTUS schlägt, wie Mose den Felsen schlug. Oder provoziert Unwilligkeit.
Das ist auch eine Sünde in meinem Herzen, die die wahre Gemeinschaft mit dem Heiligen GOTT stört. Das hat mit den vielen Verletzungen unseres Geistes durch falsche Worte, durch falsche Lehren, durch verkehrte Brüder zu tun. ´Wie leicht empfangen wir einen anderen Geist`. Ich weiß von mir, daß man auch verkehrte Worte zu sich selber reden kann. Das ist wohl auch mit herzprägend. Darum ist es sehr ratsam, immer wieder viel im WORT GOTTES zu lesen - ich pflege seit einiger Zeit zu sagen: 70 Minuten täglich, das ist nur ein bisschen mehr als ein vierundzwanzigstel des Tages, weil das die Verkehrtheiten im Herzen ausbügelt, die Wogen glättet, die Böhen verschwinden läßt. Die richtige Nähe zu GOTT schafft, mit der Vergebung durch Heiliges Blut.

Die Worte dieses Titels, "Mein Äußerstes für sein Höchstes", (also von Oswald Chambers) lassen aus der Erkenntnis von Oben draußen, daß es die ´Zerstörung des Glaubens` gibt, 2. Tim. 2, 18; deshalb können viele Gläubige sich in diese "äußerste und höchste" Richtung gar nicht bestimmen, dieses vollbringen, wie ja deutlich überall an den Gläubigen wahrzunehmen ist. Und, weil es die ´Zerstörung des Glaubens` auch im Ansatz und in seiner Entwicklung gibt, so gibt es auch die Beeinträchtigungen und Behinderungen und Verletzungen des Glaubens, die verletzten Herzen - unser Heiland helfe also allen Geschwistern und Menschen mit Macht und Geduld sehr, denen es leider so ergangen ist. Es ist also einfach nicht nach GOTTES WORT und Sinn, dieser Titel nicht identisch damit, wenn es auch schonmal das Äußerste gibt, aber dann ist der Heiland ganz nahe dabei. Als ich einmal mit einem Messer von einem sehr schlimmen Mann in seinem Zimmer sehr bedrängt war (Es stellte sich bei einem kurzen Besuch während des Taxidienstes auf seinem Zimmer heraus, daß er früher wohl in der franz. Fremdenlegion war. Davon erzählte er mir dort einiges Furchtbares - und dann wurde plötzlich seine Besessenheit offenbar. Er schob einen Schrank vor die Türe und hatte plötzlich Mordabsichten. Und in dieser Situation überlegte ich schon, mich durch das Fenster hindurch rauszuwerfen, ich konnte aber beten und ruhig bleiben und dann wurde der Schrank vor der Türe wieder weggerückt und ich konnte unbeschadet zu meinem Taxi zurückgehen.) Ja, wir brauchen sehr SEINE Bewahrung. Da ich immer wieder solche bedrängenden Situationen erlebt habe, weiß ich, wovon ich rede: Der Heiland ist wirklich ganz nahe dabei, auch in allen meinen Torheiten, auch wegen meines verletzten Glaubens. Ich finde, es ist auch noch kurz einzuschieben, daß wir dieses "Äußerste" weder anpeilen sollen noch machen können, wir haben doch Eph. 2, 10; und: ´Ohne MICH könnt ihr nichts tun`.

Diese Gedanken also, es ist meinerseits nicht genug, sind aber auch enthalten in dieser eben gezeigten Andacht von Spurgeon mit der falschen Beurteilung: "Das schlägt alles". Denn zweifeln ist doch menschlich, versagen auch, mag auch sein, daß es durch ´Belastung, durch okkulte Sünden bewirkt wird`. Das kennt die Seelsorge: Nicht beten können, nicht glauben können, nicht die Bibel lesen können. Da bedarf es erst einer Befreiung, wie auch immer. Vielleicht erstmal nur kleine Gehorsamsschritte tun. Wer also so urteilt - das schlägt alles - der sollte auch einspringen und Glauben haben für den Zweifler, den Versager, meiner Meinung nach auch begleitende, echte Liebestaten - für den, der nicht vertrauen kann, nicht genug Glauben hat, in Problemen sitzt, damit wirksame Hilfe geschieht, damit GOTTES Macht und auch die Bruderschaft offenbar wird - wenn GOTT es will und was GOTT will - dafür gibt es ja die Gabe des Glaubens, die Gabe der Erkenntnis, usw. - und, ganz einfach, wir haben sein WORT, seine genauen Anweisungen, wie zu lieben ist.
Wie verkehrt also, zum Krüppel, zum Behinderten zu sagen, nun lauf aber doch ordentlich und schnell, sonst schlägt´s alles. Mag insgesamt hart klingen, aber so verkehrt sind wir doch: ´Die Jünger fuhren die an, die die Kinder zu IHM brachten`. (Eins von vielen Beispielen) Gut, daß der Heiland keine Einbildung ist, weil ER sich als der Lebendige erweist, immer wieder und uns Seinen Geist gegeben hat. (Übrigens, christliche Literatur - das ist echt ein Thema für sich. Wahrscheinlich mehr als die Hälfte aller Bücher usw. müßte eingestampft werden, weil zu vieles darinnen verkehrt ist und genau diesen Verwirrzustand unter den Christen mitschafft) Auch hier finde ich nun noch einen konkretisierenden Einschub wichtig: Ein viel beschäftigter Prediger, es gibt ja hunderte und noch mehr, wird wohl gar nicht in der Lage sein, Seinen geringen Brüdern die Treppe zu putzen, Obstbüsche zu pflanzen, den Garten zu machen, das renovierungsbedürftige Zimmer in Ordnung zu bringen, den Keller aufzuräumen, das Auto zu putzen, die Kinder zu betreuen!!!!!!! Ja, ich will immer schön konkret sein, damit meine Geschwister wissen, worum es wirklich geht - nämlich praktisch gehorsam sein. (So kann man dann auch beurteilen) Denn wir sind schuldig, einander Handreichungen zu tun, die Fußwaschung war ein schönes, wundersames Beispiel, und ich kann den Petrus echt verstehen, auch dann, als er noch mehr wollte. ´Mein ganzer Mensch verlangt nach DIR`. Ja, so möchte ich auch sein. Wir, also meine Frau und ich, haben uns einmal sogar verschuldet, um zwei fremden Brüdern finanziell zu helfen - dafür haben wir auch erlebt, als wir 1700,-DM Schulden selber hatten, genau diese Summe von fremden Geschwistern bekommen zu haben, ohne daß wir nach Geld gefragt haben. Das war in der Zeit, wo wir wegen der Schulangelegenheit in äußersten Bedrängnissen waren. Aber die meisten Gläubigen sind so zugenebelt, so etabliert, daß sie ganz fromm, solche Argumente haben sie nämlich, ihre kostbaren Kinder dem Okkultismus, der Unzucht, der Lüge, der Verwirrung und dem Gemeinen in den Schulen übergeben. Es gäbe noch mehr zu sagen dazu. 

 
Also: Eigentlich können wir ja Weisungen haben, um Gefahren zu entgehen: ´Der Gerechte sieht das Unglück kommen und verbirgt sich`. Und sehen auch durch Geistesgaben. Auch unser HERR hat dies auf Seinem Weg so erfahren. Einmal mußte ER, d.h., Seine Mutter und Josef, ihr Mann, auch nach Ägypten ausweichen, später hierhin und dorthin. ´ER entwich`. Also nie eigensinnig eigene Wege gehen. ´Wer im Licht wandelt, stößt nicht an`. Und immer wieder, der Ruhm ist ausgeschlossen.
(Denn, so habe ich es neulich einem Bruder gesagt, in Wahrheit stolpern wir ständig, hoffentlich bald immer weniger, von einem Fettnäpfchen ins andere. Es ist sehr viel Torheit und Unwissenheit bei uns) (Schau Dir mal an, was auf Youtube "Die Toronto-Phänomene und andere Merkwürdigkeiten" - habe ich gestern gefunden - zu sehen ist. Bitte klicke Dich nur prüfend durch den Film, 5 Minuten reichen) Solches geschieht, wenn Gläubige sich nicht ihre Verkehrtheiten und Sünden eingestehen, lies z.B. Prediger 10, besonders Vers 15, auch Vers 1, und nicht in der Wahrheit wandeln, muß man dann wirklich nicht schon von einem dahingegeben sein reden?   

Ja, das ist wirklich traurig, daß auch Prediger und sooo viele andere Gläubige sich so sehr irren und hineinirren, in verkehrtes hineingeraten und verführt werden - und so dann auch Verführer werden, ungehorsam bleiben. Darum soll ja auch der einzelne nicht so im Vordergrund stehen. Denn: ´Ein jeder habe etwas`. Und, es steht geschrieben: ´Brüder, laßt euch zurechtbringen`. Und: ´Besonnenheit wird Dich bewahren` und alles: ´Ordentlich zugehen lassen`.
Aber wir brauchen mehr als nur diesen guten Vorsatz, ich weiß es, denn das eigene Herz ist sehr sündig und leicht beeinflussbar. Da versucht auch der Arge, hineinzuwirken. Darum auf Herz und Lippen und Augen und Wege aufpassen.


Und was die Erwählung betrifft - es muß ja einen Grund geben, einen Sinn machen, warum GOTT erwählt. Ich meine, das hat, gewiss neben Bewahrung und Erziehung GOTTES und SEINER Geduld und Weisheit und Erkenntnis mit der Aufrichtigkeit zu tun, wie ein Mensch mit seinen Untaten, mit seinen Untugenden und mit seiner Macht umgeht. Es heißt doch auch: ´Darum kommen sie nicht zum Licht, weil ihre Werke böse sind`. Joh. 3, 14 - 20  Das es so ist, das ist zuzugeben. Auch nach der Bekehrung. Was also geschrieben steht am Anfang des Verses 21, damit ist wohl das Sündenbekenntnis gemeint. Die Wahrheit tun ist: Ich bin schuldig sprechen. Sünden bekennen: "Ich bin hineingeraten in ... ", und sich entschuldigen, Wiedergutmachung geben, Gerechtigkeit tun. Zur ganzen Wahrheit gehört eben auch unsere Schuld und Sündigkeit. Auch die "Nabalart" einsehen: Nicht zur rechten Zeit trotz  G n a d e  und  S e g e n  und  A p p e l l  nicht bereitwillig zu geben und helfen.   
Ja, ich weiß es von mir, auch ich habe ein schrecklich sündiges Herz, ich habe mehr als den Heiland, den Fels geschlagen - was Herz und Feind alles zuwege bringen, da mag ich gar nicht hinschauen, was Angst und Verzweiflung und Enttäuschung und Zorn schaffen, darum wollen und sollen wir auf den Heiland schauen und flehen und gehorsam und treu und sorgfältig sein. Ein anderer Bruder hat hier auch so ähnlich geschrieben.

Wie gefährdet also das Herz im rechten Glauben ist, vor GOTT auf dem richtigen Weg zu gehen und zu bleiben, wird offenbar an den Millionen allein schon in unserem Volk - auch durch die ganze Geschichte hindurch - die alles mögliche, also verkehrtes glauben und tun (glaubten und taten) und bei den vielen unterschiedlichen Glaubensgemeinschaften sind und dort festhängen, obwohl verkehrtes offenbar wurde und wird. Ich rede also von gläubigen Menschen. Und eigentlich umherirren und alles andere als auf dem schmalen Weg sind - erfunden werden zu können, in der Wahrheit zu wandeln. 3. Joh. 4  Wie leicht kommen wir also in verkehrte Gedanken, also in falsche Glaubensinhalte und auf verkehrte Wege. Calvinismus ist nur ein Beispiel von Verführung und Abirren, vielleicht auch von nicht richtig verstehen, wann nämlich und warum die Erwählung geschieht. Denn GOTT ist bestimmt bereit, jeden zu erwählen, solange noch Gnade möglich ist, anders kann im Glauben an den liebenden, treuen, rettenwollenden Heilandgott gar nicht gedacht werden. Hier passt sehr gut der Vers: ´Alle eure Gedanken nehmt gefangen unter den Gehorsam JESU CHRISTI!` Und, eine positive Verstärkung ist dann, welche Wege ich gehe, was ich im Gehorsam im Namen JESUS tue, daß bestimmt dann auch meine Gedanken. Gehe ich z.B. regelmäßig in die Versammlungen, ist mein Herz gefüllt mit GOTTES WORTEN, mit lebendigen Zeugnissen, mit Lobliedern und tieferen Erkenntnissen und noch mehr davon.
Und wir können und dürfen bestimmt auch nicht alles mit unwissenden, schwachen und verkehrten und auch mit bösartigen Menschen besprechen. Wie leicht reagiert der Mensch doch verkehrt, weil er nicht geläutert ist. Wie sehr muß GOTT doch die Menschen zur Strecke bringen, sie schlagen und brechen, damit auch dieser hört, endlich hört und das Verkehrte einsieht und bekennt. Es kann einem schaudern und doch, wie sehr bereitet unser HERR auch die Herzen in Liebe vor zur Buße. Wie leicht denkt ein Mensch auch, wenn ich nur so und so, dies und das gehabt hätte, dann wäre ich auch anders. Oder er ist überhaupt überzeugt von dem Seinen, trotz aller Abgründe. Aber die Missionare und Prediger und tätigen Jünger erfahren: Sie predigen und helfen und leiden, aber so viele Menschen hören doch nicht. Deshalb kommt das Festbeschlossene, Dan. 11, 36. Auch viele Inhalte der Offenbarung des Johannes ist Festbeschlossenes.

Und Hebräer 3, 12, das will ich nicht antasten. Wir haben darauf zu achten: ´Seht zu, liebe Brüder, daß keiner unter euch ein böses, ungläubiges Herz habe, das abfällt von dem lebendigen Gott`. Da nun Böses und Verkehrtes und Ungläubiges überall feststellbar ist, auch unter den Gläubigen, müssen wir es dem auch überall sich offenbarenden HERRN JESUS sagen.

Mit freundlichen Grüßen Michael Sack

.
« Letzte Änderung: 09 April 2013, 12:14:48 von Michael Sack »

Michael Sack

  • Gast
Re: Spurgeons Haltung zum Calvinismus
« Antwort #10 am: 07 April 2013, 14:06:22 »
Lieber Jose, ihr Lieben,

meine Grüße an Euch mit Judas 3: Es ist notwendig, ermahnt zu werden: ... ´für den Glauben zu kämpfen, der ein für allemal den Heiligen übergeben ist`. Da wir ´hingehen sollen, um das Evangelium zu verkündigen`, ist es deutlich, daß wir dies mit unserem Fleisch, mit unserem Leib tun müssen, denn nur mit Worten allein können wir GOTT nicht gefallen, da wir ja auch unsere Leiber GOTT zur Verfügung stellen sollen und ´nicht zurückweichen` sollen, besonders Römer 12, 1 + 2.  Da haben wir Spurgeon zum Vorbild. Er ist hingegangen und hat verkündigt. Wo er aber gefehlt hat, wollen wir scheu kurz hingucken und die Gnade und Geduld unseres Heilandes rühmen und unseren Heiland auch dafür lieben. 

habe mir Deinen Beitrag unter sechs noch genauer durchgelesen. Du hast u.a. geschrieben:

Das eigentliche Problem ist nicht die Erwählungslehre oder manche andere Überlegungen, so denke ich, sondern die Überheblichkeit, mit der andersdenkende verfolgt und des Unglaubens und der Werksgerechtigkeit bezichtigt werden, z.B. durch solch eine Aussage:

Zitat

    Deshalb ist es nicht statthaft, bei einer Evangelisation zu sagen: „Jesus hat alles vollbracht. Nun liegt es an Dir, ob Du sein Angebot annimmst oder nicht. Du entscheidest, ob du ewiges Leben bekommst oder in der Verdammnis landest.“

    Auszug aus einer Predigt von Bernhard Kaiser: Gottes freie Gnade


Das ist heutzutage m.W. leider die Haltung von vielen Reformierten: Alles was irgendwie den Anschein hat, dass der Mensch dabei etwas tut, wird gleich als Werksgerechtigkeit verworfen, sowie die, welche es lehren. Glücklicherweise ging Spurgeon m.W. nicht so weit, siehe seine Haltung zu John Wesley. Zitat Ende

Ich finde, den ersten Teil des ersten Satzes aus dem eben zitierten aus Deinem Beitrag ist ganz dick zu unterstreichen. Darum nochmals: Das eigentliche Problem ist ... die Überheblichkeit, mit der Andersdenkende verfolgt und des Unglaubens ... bezichtigt werden, ...   

Unser Apostel Paulus hatte aber immer Glauben für die sich verfehlenden Brüder. Von einer Überheblichkeit oder Verachtung bei ihm gegenüber irrenden Brüdern weiß ich nichts. Ist eigentlich schon verkehrt, dies zu schreiben. Also: Glauben an den barmherzigen Heilandgott SEINER sich beugenden Erkauften ist doch durchgängige Lehre und Glaubensvorbild des Apostels Tun und Wirken, deshalb sollen wir ja auch Ihm nachfolgen.

Sagen wir doch so: Es hat vielleicht dem Bruder Spurgeon an einem ihn zurechtbringenden, demütigen Bruder gefehlt. Also, ich finde seine Lehr-Irrtümer gravierend, aber dabei können wir uns nicht aufhalten. Gut, wenn seine Andachten und Predigten noch heute Frucht bringen. Und der HERR kennt die Seinen und ist souverän. Und GOTT sei Dank barmherzig.

Offensichtlich, auch der Bruder B. Kaiser, wenn er wirklich so geredet hat, irrt sich sehr. Deswegen ist zu beten. Es ist eben ein riesiges Durcheinander, also ganz viel Ungehorsam unter den wirklichen GOTTES-Kindern, das muß genügend bedacht sein. ´Kann ein Reiner kommen von Unreinen`, so lehrt die SCHRIFT. Und das Durcheinander und die Verkehrtheiten sind auf allen Gebieten. Was ist also klug sein und ohne Falsch sein heute?! Was ist dran für Dich und mich?! Du mußt nicht ungehorsam bleiben, ich will nicht töricht sein.
 
Laßt uns also auf JESUS schauen. Da war das Thema Fußwaschung für uns ganz richtig, da sind wir beim Betrachten dieses Tuns, unseres HERRN, IHM ganz nahe! Und was hat ER da noch gesagt? ´Selig seid ihr, wenn ihr´s tut` !!!!!!! Das macht alle langen Diskusionen über Vorherbestimmung zunichte, denn wir haben was zu tun. Das bringt doch alle diese vielen Fragen zum Schweigen - unser Tun ist gefragt, gewollt, geboten, gefordert. Deswegen widersprechen wir auch Luther: Gnade allein? - nein - aber gehorsam SEINEN Willen tun - ja - . Also, verrückt lass ich mich nicht machen. Es gibt die Dinge, die ich nicht verstehe, aber was ich verstehe, was davon zu tun ist, das soll ich tun und das Verkehrte lassen.

Also, wenn wir über den HERRN reden und über SEIN WORT, und geredet und gehört haben, dann haben wir noch heute was zu tun, sonst sind wir ungehorsam. Und wenn Du nur Deinen vielen Kram aufräumst, damit Du Luft bekommst. Denn: ´Heute, so ihr SEINE Stimme höret, so verstocket eure Herzen nicht`. Unordnung ist unchristlich. Also, was willst Du heute für den Heiland tun - nach SEINEM WORT. Bist Du unentschlossen, sage es IHM! Bist Du furchtsam: Sage es IHM; bist Du in Not, sage es IHM auch! Bist Du zerschlagen und im Glauben verletzt - wie kann es anders sein - sage es ihm und auch Geschwistern! Hast Du gesündigt, auf jeden Fall, sage es IHM, auch Geschwistern. Bist Du entmutigt, sage dies IHM auch. Bitte doch Geschwister, Dir zu helfen oder gehe hin, anderen Geschwistern zu helfen - wie wollt ihr sonst ´einander untertan sein`. Deswegen ist ja das große Durcheinander - wir sind es Schuld, weil wir einander nicht untertan sind. Also, Ordnung machen, Dinge ordnen, zusammen ordentlich zusammenbleiben und hingehen und - wirken mit Ziel, denn ´alle Deine Wege seien gewiss`! - es ist Gebot des HERRN. Und sprich sich irrenden Geschwistern, z.B. auch Adventisten, nicht so schnell den Glauben ab, bleibe im Gebet für sie. Natürlich, Verführer müssen wir meiden. Sie werden auch nicht dabei sein - sie haben GOTT nicht, 2. Joh. 9a - ich füge auch hinzu, wenn es gravierend ist, denn schon mit verkehrtem Tun sind wir als Vorbilder auch schnell Verführer.
Und wir können Dinge auch offenlassen und das Nichtverstehen eingestehen, denn die zweifelhaften Dinge sollen wir beiseite legen, auch, IHM dies zu Füßen legen und dort liegenlassen. Ja, ´SEIN Reich herrscht über alles`. Ja, laßt uns SEINEM WORT glauben und neu gehorsam sein, auch in Bedrängnissen - und nach Einigkeit und IHM wohlzugefallen - ernstlich mit ganzem Herzen danach trachten. 

Mit freundlichen Grüßen, Michael Sack   
« Letzte Änderung: 09 April 2013, 11:49:25 von Michael Sack »

Offline Jose

  • Benutzer
  • Beiträge: 1709
Re: Spurgeons Haltung zum Calvinismus
« Antwort #11 am: 07 April 2013, 15:12:25 »
Lieber Bruder Michael,
vorhin las ich deinen letzten Beitrag.

Ich war dabei zu erwähnen, dass es mir nicht darum ging, das Buch: "Aus Spurgeons Schatzkammer" nicht zu empfehlen. Und was den Titel anbetrifft, ich denke nicht, dass Spurgeon selbst, der von 1834 bis 1892 gelebt hat, - also bereits seit über 120 den sehen darf, an den er geglaubt hat -, das Buch so genannt hätte.

Auf Wikipedia steht in einem Artikel über Spurgeon:
Zitat

Sein Altersbekenntnis lautete: „Meine ganze Theologie ist auf vier Worte zusammengeschrumpft: Jesus starb für mich!“ Obwohl er durch und durch Missionar war, hielt er an der calvinistischen Prädestinationslehre fest. Ebenso war er der tiefen Überzeugung, dass die gesamte Bibel verbal inspiriert sei.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Haddon_Spurgeon

Hat Spurgeon wirklich an der calvinistischen Prädestinationslehre festgehalten, d.h. an der doppelten Prädestination? Nach allem, was ich von Spurgeon gelesen habe, kann ich es nicht so sehen.

Ach würden alle, die sich auf Spurgeon berufen, um die Irrlehren des Calvinismus zu verteidigen, doch bedenken, in welche Zeit und Umgebung Spurgeon gelebt hat und was er insgesamt erkannt und gelehrt hatte. Auch werden wir am Ende nicht dadurch vor Gott bestehen, dass wir uns auf Menschen berufen, denn wir alle stehen in der Verantwortung vor GOTT und SEINEM WORT.

Übrigens enthält auch das Buch "Kleinode göttlicher Verheißungen" viele Aussagen die an die Lehre über die "Unverlierbarkeit des Heils" erinnern, aber wie segensreich sind sie doch, wenn wir die Botschaft anhand des Wortes Gottes prüfen und zu uns reden lassen.

Gottes Segen,
José

Offline Roland

  • Administrator
  • Benutzer
  • Beiträge: 2567
    • Hauszellengemeinde
Re: Spurgeons Haltung zum Calvinismus
« Antwort #12 am: 08 April 2013, 01:17:37 »
Hallo

ich kann die Spurgeons Publikationen ebenfalls empfehlen. Allerdings lehne ich seine calvinistische Einstellung ab. Deutlich wird bei dem nachfolgenden Zitat, dass er den Calvinismus dem Evangelium gleichsetzte:

Zitat
(…) Und was ist die Irrlehre der Arminianer anderes als die Hinzufügung von etwas zu dem Werk des Erlösers? Jede Irrlehre, wenn man ihren eigentlichen Ansatzpunkt nimmt, läßt sich hierauf zurückführen. Ich meine, daß man nicht Christus und ihn als den Gekreuzigten predigen kann, wenn man nicht das predigt, was man heute gemeinhin Calvinismus nennt. Der Name "Calvinismus" ist eigentlich ein Spitzname. Calvinismus ist Evangelium, nichts anderes. (…)
(zitiert in „Alles zur Ehre Gottes“ CLV-Verlag, 3. Sonderauflage, Bielefeld 2002, S.95-103).

Meines Wissens ist Spurgeon ein Vertreter der "einfachen Prädestination".

Allerdings stellt sich für mich die Frage, ob dies nicht eine künstliche (und damit nichtssagende) Unterscheidung ist. Denn wenn GOTT vor Grundlegung der Welt vorherbestimmt hat, wer einmal glauben und gerettet werden sollte, hat er automatisch die anderen für die ewige Verdammnis (indirekt) vorherbestimmt. Denn die zweite Gruppe gehört nicht zu der Selektion, die gerettet wird.

Shalom
Roland
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!

Michael Sack

  • Gast
Re: Spurgeons Haltung zum Calvinismus
« Antwort #13 am: 09 April 2013, 20:39:48 »
Lieber Bruder Roland, liebe Geschwister

irgendwo weiter oben habe ich schon geschrieben, daß ich die Irrtümer von Spurgeon doch gravierend finde. Und da sind wir uns ja auch einig, denn Du selber forderst ganz richtig auf, Gemeinden zu verlassen, in denen die UdH, (Unverlierbarkeit des Heils) gelehrt wird. Denn dies ist zu schwerwiegend, denn es ist ja eigentlich ein anderes Evangelium. Da sieht man auch, wie sehr man sich abnabeln muß auch von sehr großen Namen.
 
Und meiner Meinung nach sollten wir nun auch nicht, eigentlich auf gar keinen Fall, Spurgeons Schriften weiter analysieren, wo denn nun durch seine falschen Lehren verfälschender, dämpfender Einfluß auf andere Bereiche der Lehre der SCHRIFT in seinen Ausführungen durchscheint. Das wird zwar bestimmt so sein, - denn da hat Manfred ganz recht, wo er schreibt: Lieber Nathanael, vielen Dank für die klare Aussage. Man sieht aus der Meinung von Slidemower, dass eine Irrlehre die andere hervorbringt. Zitat Ende - aus Antwort #32 in: ... ich rede mehr in Sprachen als ihr alle; - aber ändern können und wollen wir daran nichts mehr. 

Wir wollen uns deshalb lieber an Bruder Joses Ermahnung halten:

Von Spurgeon las ich kürzlich eine Andacht, die mir erneut bewusst machte, wie sehr er unter dem calvinistischen Einfluss stand. Das ermahnt mich immer wieder, auch im Hinblick auf meine eigenen Überzeugungen, mich zu prüfen, ob alles was ich glaube und tue, eine feste und sichere Grundlage in der Bibel hat.  Zitat Ende

Dem möchte ich nur hinzufügen, daß wir auch prüfen sollten, was wir denn noch alles lassen von dem, was der Wille des HERRN ist - weil von diesem auch in der SCHRIFT zu lesen ist: ´Dies sollte man tun und jenes nicht lassen`, Matth. 23, 23b. Oder auch: ´Wie lange werdet ihr euch lässig zeigen`, Jos. 18, 3; da wird das Unterlassen klar angesprochen; oder auch ganz scharf: Jer. 48, 10. Das macht uns aber auch 2. Petrus 1 groß, bitte bald lesen. Und, liebe Geschwister,  bekommt Ihr den richtigen Blick für die Unterlassungssünden, dann habt Ihr meiner Meinung nach einen schönen, großen Schritt nach vorne getan.

Und in diesem Ernst der Schrift werden wir wieder hingeführt zu Eph. 2, 10, weil wir ja uns auch so sehr wünschen, ein ruhiges und stilles Leben zu haben, was ja ausdrücklich in der SCHRIFT als vor GOTT angenehm bezeichnet wird. ER will uns bestimmt so führen. Denn tun wir das, was SEIN Wille ist, erhört er auch unsere Gebete, so daß wir uns nicht sorgen müssen.

Und ich liebe auch die Schriftstelle Pred. 3, 22: ´So sah ich denn, daß nichts besseres ist, als daß ein Mensch fröhlich sei in seiner Arbeit; denn das ist sein Teil`. Schön, nicht!

Mit freundlichen Grüßen, Michael Sack   

.
« Letzte Änderung: 09 April 2013, 20:49:46 von Michael Sack »

Michael Sack

  • Gast
Re: Spurgeons Haltung zum Calvinismus
« Antwort #14 am: 12 April 2013, 13:08:25 »
Liebe Geschwister,

eigentlich können wir das Thema: 'Spurgeons Haltung zum Calvinismus' hier abschließen. Damit es auch voran geht durch Sorgen ablegen und beim HERRN lassen. Ja, und ich möchte auch ein besserer Beter werden.
Durch die verschiedenen, für den Glauben bedeutsamen Beiträge hier auf der 'Hauszellengemeinde.de' können suchende und fragende Menschen klare Antworten finden. Und das Behalten des Guten und Richtigen ist ja immer wieder auch etwas ganz persönliches. Man kann eben nicht alles für seinen Nächsten tun, eher vieles nicht, z.B. für ihn überwinden. Aber wir sollen bereit sein, wirklich unserem Nächsten zu helfen - sehr weitgehend ist dies mit der Hilfe des Heilandes möglich, denn es steht ja auch geschrieben: ´Reißt sie aus dem Feuer`, oder: daß wir ´Gehilfen zur Freude` sein sollen, auch: ´einer des anderen Last auch tragen sollen`.

Bekommt also ein Mensch, ein Gläubiger zum Thema Calvinismus hier Hilfe, ist ja schon ganz viel gewonnen. Anscheinend ist dieses 'unmögliche Glaubensding' verbreiteter als man denkt. (Darf ich diesen Glaubensirrtum so nennen?) Ich habe mal vor langem schon gehört, daß der Gründer der Heilsarmee, nachdem dieser sich von der verkehrten Vorherbestimmungslehre distanziert hatte, durch Seine mutigen Predigten bei gerade den Heruntergekommenen und Elenden so viel Frucht gebracht hat. Das ist ja dann auch weiterhin so gelaufen, bis die Ökumenisierung der Heilsarmee wohl auch hier das wahre geistliche Leben kaputtgemacht hat. Oder gibt es noch andere Gründe? Also, wissen tue ich dies nicht genau, habe aber auch selber Erfahrung mit der Heilsarmee. Sie ist ökumenisch, d.h., verdorben.
 
Ja, das wollen wir lernen, das einfache Evangelium ist die beste Glaubensspeise für die Verlorenen. Und für die widerstrebenden Gläubigen sind die Zeugnisse der Gehorsamen die rechten Stacheln in ihrem Gewissen: Ja, wenn Du nicht die Nabalart ablegst, lieber Bruder, trotz Gnade und Segen und Ermahnungen und Züchtigungen Dich nicht in Zucht und Ordnung dem Heiland und SEINEM WORT und den treuen Brüdern unterordnest, schau mal, was mit dem Nabal geworden ist. Und ganz und echt zum Erschrecken: Sogar dies durch seine Frau - 1. Sam. 25, also durch eine Vertreterin der Gemeinde, oder: Ja, Abigail wurde auch ein Bild auf die unnachgiebige Gemeinde: Dem König muß gedient werden.
Und schau auch, was tun einmal die klugen Jungfrauen? Sie schicken die törichten Jungfrauen weg. Nimm Dir also vor, mit des HERRN Hilfe klug zu sein: Richte Deinen Weg ein! Habe acht auch auf Dich. Fülle Dich mit Öl, sammele Schätze im Himmel. Frage nach dem HERRN und nach SEINER Stärke. Und auch: Falle ja nicht in einen Aktionismus. Du sollst mit Frieden Deinen Weg gehen. Darauf hinzuweisen sind wir bestimmt verpflichtet und sollen selber so wandeln. ´Wer hastig ist, tritt fehl`.

Mit freundlichen Grüßen. Lass Dich gewinnen, auch die Einheit zu lieben, nimm den Psalm 133 in Dein Herz auf.

Michael Sack
« Letzte Änderung: 12 April 2013, 22:09:12 von Michael Sack »