Autor Thema: Sabbat  (Gelesen 3047 mal)

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Offline Roland

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Sabbat
« am: 06 Januar 2008, 18:53:38 »
Folgende Frage habe ich per E-Mail erhalten:

Wie ist euer Glauben bezüglich des Sabbats, also christliche Gemeinden, die den Sabbat halten (keine STA sondern eher in Richtung Sabbatisten)?

Stellen sie sich unter Gesetz, wie kann man in diesem Fall biblisch bewerten?
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!

Offline Roland

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Re: Sabbat
« Antwort #1 am: 06 Januar 2008, 19:05:36 »
Der Sabbat wurde Israel gegeben

Warum wurde der Sabbat Israel gegeben? Warum sollte Israel ihn als einen Tag der Ruhe beobachten?
Hier die bblische Begründung:
- 2. Mose 31,12-17;
- Hesekiel 20,12.20;
- 2. Mose 16,29; 35,2).
Er wurde zu einem Zeichen gegeben zwischen Gott und Israel, Seinem auserwählten Volk.

Israel sagte zweimal: Alles, was der HERR geredet hat, wollen wir tun (2. Mo. 24,3.7). Sie gelobten Gehorsam als Grundlage des Segens (s. a. 2. Mo. 19,5): Wenn ihr ... auf meine Stimme hören und meinen Bund halten werdet ...  Das machte den Segen von ihrem Gehorsam abhängig. Dies ist der Grundsatz des Gesetzes: Tue, und du empfängst; tust du es nicht, so bist du verflucht (s. Gal. 3, 10). Der Sabbat war das besondere Kennzeichen des ersten Bundes.

Auf diesem Boden des Haltens des Gesetzes und der Gebote als Fundament des Segens versagte Israel vollständig. Nachdem die Kinder Israel diese Gebote schon von Gott Selbst durch Mose gehört hatten (2. Mo. 24), noch bevor er mit den Gesetzestafeln herunterkam (eines der Gebote betraf den Sabbat), machten sie ein goldenes Kalb und beteten diesen Götzen an, den sie mit ihren eigenen Händen gemacht hatten. Als Mose das sah, warf er die Steintafeln hin und zerbrach sie - zweifellos war er von Gott geleitet, so zu handeln (2. Mo. 32,19). Wie hätte er diese Steintafeln in das Lager bringen können, wenn das Volk, nachdem es versprochen hatte: Alles, was der HERR geredet hat, wollen wir tun, das erste und wichtigste Gebot gebrochen hatte: Du sollst keine anderen Götter haben neben mir? Es würde den Tod aller bedeutet haben; alle standen unter dem Fluch eines gebrochenen Gesetzes (Gal. 3,10; 5. Mo. 27,26).

Von da an ertrug Er sie in Erbarmen, und all der Segen, den sie empfingen, beruhte nicht auf dem Gesetz oder auf dem Grundsatz des Gesetzes, sondern war reine Gnade - unverdiente Gunst - und Güte einem versagenden Volk gegenüber; und Er ertrug sie, bis Christus kam.


Ein neuer Anfang

Doch dann gibt es einen neuen Anfang am ersten Tag der Woche. Der Vater und der Sohn hatten das Erlösungswerk am Kreuz vollbracht. Der heilige Gott legte unsere Sünden auf den Sohn und ließ Ihn das Verlassensein und den ganzen Zorn treffen, den wir verdienten.

Der erste Bund, von dem der Sabbat ein Zeichen war, wurde von Israel vollständig gebrochen, aber - was noch mehr ist - Gott hat ihn hinweggetan. Er war ein Dienst des Todes  und ein Dienst der Verdammnis   (2. Kor. 3,7.9), und Gott hat einen neuen Bund eingeführt, eine neue Schöpfung durch die Auferstehung Christi am ersten Tag der Woche - einen neuen Anfang.

Alle, die an Christus glauben, sind gestorben (Kol. 3,3 ff.). Sie sind dem Gesetz getötet worden (dem ersten Bund mit seinem siebten Tag, dem Sabbat als Zeichen) durch den Leib des Christus, um eines anderen zu werden, des aus den Toten Auferweckten (Röm. 7,4). Daher, wenn jemand in Christus ist, da ist eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen, siehe, alles ist neu geworden  (2. Kor. 5,17). Er ist jetzt verbunden mit einem auferstandenen, verherrlichten Christus, der auferstand am ersten Tag der Woche. Der Christ hat nichts mehr zu tun mit dem Gesetz von Geboten, geschrieben und eingraviert in Stein, als Basis seiner Beziehung zu Gott. Alle seine Segnungen stehen mit seiner neuen Beziehung in Verbindung und fließen herab von dem auferstandenen Christus, der verworfen, getötet und den Sabbattag über in der Gruft versiegelt war von denen, die unter jenem ersten Bund standen. Er kam aus dem Grab in der Kraft des Auferstehungslebens am ersten Tag - einem neuen Anfang - und erschien den Seinen und segnete sie an jenem selben Tag und noch einmal am folgenden ersten Tag der Woche, und dann, aufgefahren zur Höhe, sandte Er Seinen Heiligen Geist herab wiederum am ersten Tag der Woche. Demgemäß finden wir, dass sich die Jünger am ersten Tag der Woche versammelten, um das Brot zu brechen (Apg. 20,7).

Maran atha
Roland
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!

Ted

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Re: Sabbat
« Antwort #2 am: 06 Januar 2008, 21:03:10 »
Hallo Roland,

Du hast hier eine wunderbar ausführliche und m.E. der Wahrheit entsprechende Ausarbeitung geboten, die ich mit meinen Worten noch ein wenig ergänzen bzw. zusammenfassen möchte:

und weiß solches, daß dem Gerechten kein Gesetz gegeben ist, sondern den Ungerechten und Ungehorsamen, den Gottlosen und Sündern, den Unheiligen und Ungeistlichen, den Vatermördern und Muttermördern, den Totschlägern, (1. Tim 1,9)

Darunter verstehe ich:

- keine rituellen Handlungen (keine Beschneidung, keine Waschungen, keine Opfergaben...)
- keine rituellen Feiertage (kein Passah, auch nicht Weihnachten oder solcherlei "traditionelle" Feste...)

Unser Bundeszeichen ist das Blut Jesu. Jeder Tag ist gleichermassen gewichtet.

Dem Gerechten ist kein Gesetz gegeben. Nicht von Gott!

Wie Du, Roland, aber an anderer Stelle schreibst: wir sind sehr wohl nicht "gesetzlos", vielmehr unterliegen wir dem Gesetz Christi.
Das ist aber etwas grundlegend anderes, denn das Gesetz Christi ist nicht in Stein gemeisselt, sondern uns von Gott in unsere Herzen geschrieben.

Liebe!


Offline Roland

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Re: Sabbat
« Antwort #3 am: 06 Januar 2008, 21:06:26 »
Hallo Ted!

Danke für die Ergänzung. Es sind ganz wichtige Gedanken, die jeder Christ unbedingt berücksichtigen sollte.

Shalom
Roland
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!

Ted

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Re: Sabbat
« Antwort #4 am: 06 Januar 2008, 21:29:26 »
Eins möcht ich noch nachtragen:

ich schrieb:
Zitat
Unser Bundeszeichen ist das Blut Jesu.

Das ist falsch ausgedrückt.

Also:

Das Blut Jesu ist unser Bundesgarant.

Das Bundeszeichen ist die Taufe (die wirkliche Taufe, die Glaubenstaufe, siehe "Die biblische Taufe" unter http://www.hauszellengemeinde.de/Hauszellengemeinde/html/grundlagen_.html

Und das Abendmahl (besser: "Herrenmahl" oder "Brotbrechen") steht für das Gedenken an die Heilstat des Herrn Jesus Christus, nämlich, dass Er seinen Leib für uns dahingegeben und Sein Blut für uns vergossen hat.


Elishua

  • Gast
Re: Sabbat
« Antwort #5 am: 03 Januar 2011, 12:23:45 »
Schalom lieber Ted und liebe Leser,

Zitat
Zitat von Ted:
Und das Abendmahl (besser: "Herrenmahl" oder "Brotbrechen") steht für das Gedenken an die Heilstat des Herrn Jesus Christus, nämlich, dass Er seinen Leib für uns dahingegeben und Sein Blut für uns vergossen hat.

Ich möchte betr. Abendmahl tiefer eingehen und erklären, daß das Abendmahl falsch verstanden und gedeutet wird bzw. geht es hier um ein Pessachfest, was Jeschua mit seinen Jüngern feierte und von der RKK zum Abendmahl gemacht wurde!

Joh. 6, 53-54
53 Da sprach Jesus zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Es sei denn, daß ihr das Fleisch des Sohnes des Menschen esset und sein Blut trinket, [O. gegessen... getrunken habt]so habt ihr kein Leben in euch selbst.
54 Wer mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt, hat ewiges Leben, und ich werde ihn auferwecken am letzten Tage;

Es ist richtig, daß es so da steht, aber es wird falsch verstanden und ausgelegt!
Ich persönlich hatte bereits als Kind ganz enorme Schwierigkeiten, zu verstehen, wie kann jemanden sein Blut und Fleisch essen und trinken und dies als Wein und Oblate dargestellt wird und immer wieder in Erinnerung gebracht "Jemanden aufzuessen" und "dessen Blut zu trinken" - das ist barbarisch! Es wehrt sich noch heute in mir, wenn es heißt "wir feiern Abendmahl"!

Da muss ich wieder mal all die selbsternannten Führer und Lehrer anmahnen. Wenn sie wirklich wahre Kinder G´ttes wären und RuachHaKadosch in sich hätten, müßten sie erkennen, daß dies ein irrer Trugschluss ist!

Übersetzung aus Buber/Rosenzweig:
3.Mose 17, 10-16
10 Jedermann vom Hause Jissrael und von der Gastschaft, die in ihrer Mitte gastet, wer allimmer Blut esse, -
mein Antlitz gebe ich wider die Seele, die Blut ißt, ich rode sie aus dem Innern ihres Volkes.
11 Denn die Seele des Fleisches, im Blut ist sie, ich gab es euch auf die Schlachtstatt, zu bedecken über euren Seelen, denn das Blut, durch die Seele bedeckt es.
12 Daher spreche ich zu den Söhnen Jissraels: Alljede Seele von euch esse nicht Blut, und der Gastsasse, der in eurer Mitte gastet, esse nicht Blut. 13 Jedermann von den Söhnen Jissraels und von der Gastschaft, die in ihrer Mitte gastet, wer Jagdfang, Wild oder Vogel, erjagt, der gegessen wird, hingieße er sein Blut und hülle es mit Erdstaub.
14 Denn die Seele alles Fleisches, sein Blut ist mit seiner Seele, ich sprach zu den Söhnen Jissraels: Blut alles Fleisches esset nicht, denn die Seele alles Fleisches, sein Blut ists, alljeder der es ißt, wird gerodet.
15 Alle Seele, die Gefallnes oder Zerrißnes ißt, seis Sproß seis Gast, der wasche seine Kleider, bade im Wasser und ist maklig bis an den Abend, dann ist er rein, 16 wäscht er aber nicht und badet er sein Fleisch nicht, muß er seine Verfehlung tragen.

Wie wie hier eindeutig lesen können, hat JHWH verboten, Blut zu trinken und Fleisch mit Blut zu essen! Wieso soll man Jeshuas Blut trinken und sein Fleisch essen, auch wenn es nur gedanklich regelmäßig geschehen soll? - schon allein dieser Gedanke ist abscheulich "Jemand zu essen und zu trinken"!

Was ist damit gemeint?:
Zitat
Aus dem Aramäsischen Deutschen Testament ist im Anhang betr. o.g. Vers von Johannes folgendes damit gemeint; In Vers 53 steht im Aramäsichen Text: >>.....werdet ihr kein Leben in Qnoma haben (in den normalen Übersetzungen steht habt ihr kein Leben in euch selbst.)

Qnoma wird gewöhnlich übersetzt als "du", "Selbst", oder "sich selbst", wörtlich jedoch bedeutet es "grundlegende Substanz". Das Bildnis Blut/Körper ist sinnbildlich. Jeshua weiß selbstverständlich, dass es eine Abscheulichkeit ist, irgendeine Art von Blut zu trinken, insbesondere menschliches Blut (siehe 3.Mose 17,11).
Verzehr von menschlichen Fleisch ist strikt verboten. Es gibt zwei Hintergründe: Einerseits wird die Bildsprache von Hes. 3,1-15 hervorgerufen, wo der Prophet eine Torah Rolle isst; dies sympolisiert, wie der Prophet durch die Torah und ihr Proklamieren Kraft erhält, was die Kernaussage von Jeshuas Lehre ist. Jeshuas Beispiel und Lehre sollen Teil unseres Innersten sein, buchstäblich eingenommen und von unseren Herzen aufgenommen. Diese Bildsprache wird auch in Markus 7,19 gesehen, welche zwischen leiblicher Speise und geistlicher Nahrung unterscheidet. Und auch in Jer. 31,33, die davon spricht, die Torah aufs Herz zu schreiben. Der zweite Teil ist das Leben, auf welches Jeshua hinweist; es ist nicht physisch, als "Selbst", aber der Kern des Seins, buchstäblich von neshama - dem Geist des Menschen.
Joh. 6, 58 Dies ist das Brot, das aus dem Himmel herniedergekommen ist. Nicht wie die Väter aßen und starben; wer dieses Brot ißt, wird leben in Ewigkeit.: Dieser klare Beweis widerstreitet gegen das "Abendmahl" Modell christlicher Institutionen. Während Jeshua diese Aussage macht, wird nichts gegessen, er erhebt lediglich einen Tadel gegen ihr Verlangen nach physisichen anstatt geistlichen "Brot". Es ist Glaube an Jeshua als Mashiach, der einen Menschen dazu bewegt, das "Fleisch zu essen und das Blut zu trinken". Die "Oblate" (Transsubstitution) ist eine heidnische Fälschung gegen Jeshuas Lehre. Jeshua befolgte die Torah perfekt; an sein perfektes sühnendes Opfer wird besonders durch die Moedim (die Feste JHWH) erinnert, wie uns das Wort von JHWH unterweist.
Joh. 6, 59 Dies sagte Er in einer Synagoge, da Er in Kapernaum lehrte.
Joh. 6, 60 Viele nun von Seinen Jüngern, die das hörten, sagten: Dies ist ein hartes Wort, wer kann es hören
Das Wort shema (ein aramäisches Wort) kann auch "tun" bedeuten, nicht nur "hören" oder "verstehen"; eine andere mögliche Leseart ist: "wer ist in der Lage hiernach zu handeln?"
Joh. 6,63 Der Geist ist es, der lebendig macht, das Fleisch nützet nichts. Die Reden, die Ich zu euch rede, sind Geist und sind Leben. Bedeutet: Wie der "Leib keinerlei Nutzen bringt", so kann es auch der Verzehr einer Oblate nicht, die den Körper sympolisiert! Sünde ist eine Übertretung der Torah. Dai Absolution beginnt mit Teshuva (sich an JWHW wenden). Glauben so wie Masiach ist ein Beweis dafür, dass der RuachHaKodesch begonnen hat, die Torah aufs Herz zu schreiben. Gehorsam gegenüber der Torah als das Wort von JHWH ist der Prozess der Heiligung, welcher die Leute von JHWH ihm absondert, weg von allen Arten der Weltlichkeit und falscher Religion. Keine noch so große Menge von Oblaten der konservierten Gebeten wird ein akzeptabler Ersatz dafür sein, in das Abbild von Elohim geboren zu sein!<<
Wieder mal ein krasser Irrweg von den Religionen, Jemand aufzuessen!

Wie hier deutlich zu lesen ist, hat Jeshua nie und nimmer das NT (auch ein falscher Ausdruck) gelehrt, sondern eindeutig die Torah!

Hier ein Auszug aus nachfolgenden Link, sollte unbedingt gelesen werden, da steht noch mehr betr. Abendmahl:

Zitat
In Wirklichkeit ist jedoch auch die “weiße” Magie des Abendmahls im Grunde eine vollkommen heidnische, dämonische, denn es soll sich, aufgrund von Zauberworten, durch einen Priester gesprochen, plötzlich das unmögliche Wunder vollziehen: dass Brot sich in den Leib Christi und Wein sich in sein Blut verwandelt. Und bei der Beichte soll durch die Zauberworte eines Menschen wie du und ich, der sich aber als Priester gebärdet, also durch sein mechanisches “Ich spreche dich los” jedes Vergehen plötzlich entschuldigt und beseitigt sein
Mehr siehe http://www.messianischestimme.org/t545-papst-u-co-gott-dagon-fischgott#3079 was Abendmahl mit Voodoo miteinander gemeinsam haben!

Mehr zu Abendmahl könnt ihr in http://www.messianischestimme.org/t661-joh-653-63-das-missverstandene-abendmahl lesen!

Schalom Elishua
« Letzte Änderung: 03 Januar 2011, 14:22:18 von Elishua »