Autor Thema: Gebote halten?  (Gelesen 2487 mal)

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Gebote halten?
« am: 25 November 2006, 22:55:04 »
Denn Christus ist das Ende des Gesetzes zur Gerechtigkeit
für jeden, der glaubt. (Römer 10,4)
Es ist ganz einfach so, daß viele sich ,,Christen''nennen, weil sie meinen die Gebote, zu halten und damit wären sie gerrettet. Damit wären sie aber aus Werken gerrettet und so käme die Ehre für die Errettung diesem Menschen selber zu, er hätte sich selbst errettet. Aber so geht das nicht, denn jeder ist Sünder und ein Sünder kann sich nicht selber die Gnade schenken. Die Gnade kommt nur von Gott. Ihm allein gebührt
dafür alle Ehre. Die Gebote sind uns aber dazu gegeben, damit wir unsrere Sünden erkennen. Denn ohne Gesetz gibt es auch keine Sünde. Wenn es für Mord kein Gesetz gibt, daß den Mord zu einer Straftat macht, dann ist Mord keine Straftat. Erst durch das Gesetz wird der Mord wirklich zu einer Straftat, und so kann derselbe auch bestraft werden. Heißt es aber auf Jesus bezogen, da er ja das Gesetz abgeschaft haben soll, daß mir als Christ jetzt erlaubt ist, einen Mord zu begehen ? Warum sagt dann Jesus zu dem reichen Mann: ,,Er aber sprach zu ihm: ......... Wenn du aber ins Leben hineinkommen willst, so halte die Gebote ! Er spricht zu ihm: Welche? Jesus aber sprach: Diese: Du sollst nicht töten; du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsches Zeugnis geben; ehre den Vater und die Mutter; und: du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst !'' (Matt. 19,17-19), redet Jesus hier nicht von dem Gesetz oder den Geboten und warum sagt Jesus: ,,Wer nun eins dieser geringsten Gebote auflöst und so die Menschen lehrt, wird der Geringste heißen im Reich der Himmel; wer sie aber tut und lehrt, dieser wird groß heißen im Reich der Himmel.'' (Matt 5,19). Wird hier nicht eindeutig gesagt, daß die Gebote NICHT aufgelöst sind ? Es sind jüdische Gesetze aufgelöst, wie zB. die Schlachtopfer, weil
Jesus das eine wahre Opfer für uns vollbracht hat (Hebr 10,1-18), aber damit sind lange nicht die Gebote auf-gehoben. Sowie aber die Gebote unsere Sünde aufdecken, so verdeutlichen sie auch das Gegenteil davon, und das ist der Begriff ,,Heilig''. Aber mit der Heiligung des Christen soll dieser auch die Gebote halten und somit auch das vierte Gebot: ,,Denke an den Sabbattag, um ihn heilig zu halten. Sechs Tage sollst du arbeiten und all deine Arbeit tun, aber der siebte Tag ist Sabbat für den HERRN, deinen Gott. Du sollst an ihm keinerlei Arbeit tun ................. Denn in sechs Tagen hat der HERR den Himmel und die Erde gemacht,
das Meer und alles, was in ihnen ist, und er ruhte am siebten Tag; darum segnete der HERR den Sabbattag und heiligte ihn.'' (2.Mose 20, 8-11). Und etwas weiter wird nocheinmal betont : ,,Haltet nur ja meine Sabbate!Denn sie sind ein Zeichen zwischen mir und euch für all eure Generationen, damit man erkenne, daß ich, der HERR, es bin, der euch
heiligt.'' (2.Mose 31,13). Kennt ihr die Schriften nicht ? Was sagt dann folgendes aus: ,,Wenn ihr mich liebt, so werdet ihr meine Gebote halten (Joh 14,15); oder ,,Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt; wer aber mich liebt, wird von meinem Vater geliebt werden; und ich werde ihn lieben und mich selbst ihm offenbaren. (Joh 14,21); (und weitere Stellen: Joh 15,10 - 1.Kor 7,19 - Jak 2,10 - 1.Joh 2,3 - 1.Joh 5,2) Oder was sagt diese Stelle : ,,Wer sagt: Ich habe ihn erkannt, und hält seine Gebote nicht, ist ein Lügner, und in dem ist nicht die Wahrheit. (Joh 2,4); - ,,Denn dies ist die Liebe Gottes, daß wir seine Gebote halten, und seine Gebote sind nicht schwer. (1.Joh 5,3)'' Sagt das alles nicht genug ? Weihnachten, Ostern und solche Tage werden heute gefeiert, obwohl im Wort Gottes nicht eine Silbe dazu steht, da uns gebietet, diese Tage zu feiern. Geht es aber um den Sabbat und die Gebote, welche inn Gottes Wort eindeutig verzeichnet sind, dann ist das Gesetz plötzlich aufgelöst. Aber einer der die Gnade Gottes für sich angenommen hat und hinterher weiter mit der Sünde lebt, der tritt die Gnade in den Schmutz. Dann gilt weiterhin : ,,der Lohn der Sünde ist der Tod ... (Römer 6,23); - ,,Denn wenn wir mutwillig sündigen,
nachdem wir die Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, bleibt kein Schlachtopfer für Sünden mehr übrig, sondern ein furchtbares Erwarten des Gerichts und der Eifer eines Feuers, das die Widersacher verzehren wird. ...... Wieviel schlimmere Strafe, meint ihr, wird der verdienen, der den Sohn Gottes mit Füßen getreten und das Blut des Bundes, durch das er geheiligt wurde, für gemein erachtet und den Geist der Gnade geschmäht hat ?'' (Hebräer 10,26-27). Die vorherigen Sünden sind uns mit dem Sühnetod Jesu alle verge-ben, aber mit jeder bewußten neuen Sünde trete ich die Vergebung in den Schmutz. Halte ich aber die Gebote, dann tue ich keinem mehr was Böse an und damit ist für mich die Strafe aufgehoben
und das erste Gebot erfüllt: ,,Du sollst den Herrn, deinen Gott,
lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Verstand." Dies ist das größte und erste Gebot. Das zweite aber ist ihm gleich: ,,Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst." Denn ,, an diesen zwei Geboten hängt das ganze Gesetz ... '' (Matt 22,37-39)

Offline Roland

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Re: Gebote halten?
« Antwort #1 am: 25 November 2006, 23:56:23 »
Zitat
Warum sagt dann Jesus zu dem reichen Mann: ,,Er aber sprach zu ihm: ......... Wenn du aber ins Leben hineinkommen willst, so halte die Gebote ! Er spricht zu ihm: Welche? Jesus aber sprach: Diese: Du sollst nicht töten; du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsches Zeugnis geben; ehre den Vater und die Mutter; und: du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst !'' (Matt. 19,17-19)...
Er fragte nicht, wie er gerettet werden könne, sondern er wollte einen sicheren Weg in das Reich des Messias wissen. Durch welches "gute Werk" konnte er sich für dieses Reich qualifizieren? JESUS antwortete: "Gut ist nur Einer", nämlich GOTT. Wenn man nach der erforderlichen Vollkommenheit strebt (Mt 5,48; vgl. Mt 19,21) muss man sich daher bemühen, so gut zu sein wie Gott selbst. Der Jüngling muss also GOTTES Gerechtigkeit besitzen, die durch den Glauben an JESUS CHRISTUS kommt (Röm 4,5).
Als der Jüngling jedoch nicht antwortete, wies JESUS ihn darauf hin, dass in das Leben (d. h. in das Leben im künftigen Gottesreich) nur der eingehen kann, der unter Beweis stellt, daß er gerecht ist. Da der offizielle Maßstab für Gerechtigkeit (der HERR JESUS war noch nicht am Kreuz gestorben und von den Toten auferstanden) aber das mosaische Gesetz war, riet er dem jungen Mann, er solle die Gebote halten. Der war scharfsichtig und fragte sofort nach: "Welche?" Denn die Pharisäer hatten den Geboten Moses Anordnungen hinzugefügt, die weit über das hinausgingen, was GOTT mit ihnen bezweckte, so daß ganz andere Maßstäbe für Gerechtigkeit entstanden waren. Der junge Mann fragte also im Grunde: "Muß ich alle Vorschriften der Pharisäer halten?" JESUS antwortete darauf, indem er mehrere Gebote - genauer gesagt das fünfte bis neunte Gebot - aus der zweiten Gesetzestafel wiederholte: Du sollst nicht töten; du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsch Zeugnis geben. Auch das positive Gebot, die Eltern zu ehren (2. Mose 20,12 - 16), zählte er auf, nicht jedoch das zehnte Gebot (2. Mose 20,17) über das Begehren. Er fügte allerdings die allumfassende Aussage hinzu, "du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst" (vgl. 3. Mose 19,18; Mt 22,39; Röm 13,9; Gal 5,14; Jak 2,8).
Der junge Mann versicherte, er habe alle diese Gebote gehalten, doch er fühle, daß ihm noch immer etwas fehle (Mt 19,20). Ob er die Gebote wirklich alle gehalten hatte, weiß nur GOTT. Jedenfalls war er selbst überzeugt davon. Er hatte aber dennoch das Gefühl, daß in seinem Leben irgend etwas noch nicht ganz in Ordnung sei. JESUS legte dann auch den Finger genau auf diesen einen wunden Punkt, als er ihm sagte, er solle hingehen, verkaufen, was er habe, und es den Armen geben und sich so einen Schatz im Himmel erwerben. Eine solche Zuwendung zu den Armen wäre ein Zeichen innerer Gerechtigkeit gewesen. Wenn der junge Mann also tatsächlich gerecht gewesen wäre (wenn er an JESUS als GOTT geglaubt hätte), hätte er seinen Reichtum den Armen geben und JESUS nachfolgen müssen. Statt dessen ging er jedoch betrübt davon (lypoumenos, "sehr traurig"; vgl. Mt 14,9; Mt 18,31), denn er hatte viele Güter. Seine mangelnde Bereitschaft, seinen Reichtum aufzugeben, zeigte, daß er seinen Nächsten nicht wie sich selbst liebte. Damit hatte er nicht alle Gebote gehalten und war nach wie vor der Erlösung bedürftig.

Zitat
Wer nun eins dieser geringsten Gebote auflöst und so die Menschen lehrt, wird der Geringste heißen im Reich der Himmel; wer sie aber tut und lehrt, dieser wird groß heißen im Reich der Himmel.'' (Matt 5,19). Es sind jüdische Gesetze aufgelöst, wie zB. die Schlachtopfer, weil Jesus das eine wahre Opfer für uns vollbracht hat (Hebr 10,1-18), aber damit sind lange nicht die Gebote aufgehoben. Sowie aber die Gebote unsere Sünde aufdecken, so verdeutlichen sie auch das Gegenteil davon, und das ist der Begriff ,,Heilig''. Aber mit der Heiligung des Christen soll dieser auch die Gebote halten und somit auch das vierte Gebot: ,,Denke an den Sabbattag, um ihn heilig zu halten.
Dieser Abschnitt enthält den Kern der Botschaft JESU - er zeigt Seine Haltung gegenüber dem Gesetz. JESUS stellte nicht etwa ein "Gegengesetz" zum mosaischen Gesetz und zu den Worten der Propheten auf, sondern demonstrierte, wie die wirkliche Erfüllung des Gesetzes und der Propheten - im Gegensatz zu den Traditionen der Pharisäer - aussah. "Das Gesetz und die Propheten" stehen hier stellvertretend für das ganze Alte Testament (vgl. Mt 7,12; Mt 11,13; Mt 22,40; Lk 16,16; Apg 13,15; Apg 24,14; Apg 28,23; Röm 3,21). Das Wort "wahrlich" aus der Wendung "wahrlich, ich sage euch", ist die Übersetzung von "Amen". (Das griechische amen ist eine Übertragung des hebräischen ´aman, "stark, wahr sein".) Dieses "wahrlich, ich sage euch" leitet eine feierliche Aussage ein, auf die die Hörer besonders achten sollen.
Die Erfüllung, von der JESUS sprach, war so vollständig, daß sie auch den kleinsten hebräischen Buchstaben, das "Jota" (yôd), und das kleinste Zeichen der hebräischen Schrift, das "Tüpfelchen", mit einschloß. Im Deutschen entspräche das Jota etwa dem Punkt über dem "i" (es sieht aus wie ein Apostroph), während einem "Tüpfelchen" dieselbe Bedeutung zukommt wie dem kleinen Schrägstrich, der ein "R" von einem "P" unterscheidet. Solch winzige Details sind deshalb so wichtig, weil Wörter aus Buchstaben bestehen und schon die kleinste Veränderung eines Buchstabens die Bedeutung des ganzen Wortes verändern kann. JESUS sagte, Er werde durch seinen Gehorsam das Gesetz und die Vorhersagen der Propheten über den Messias und sein Königreich vollständig erfüllen. Doch es ging darum, daß auch die Menschen ihren Teil beitrugen. Die Gerechtigkeit, nach der sie ständig strebten - die der Schriftgelehrten und Pharisäer -, genügte nicht, um in das Reich, von dem Jesus sprach, zu kommen. Der Messias verlangte mehr als nur äußerliche Rechtschaffenheit, er forderte eine wirkliche innere Gerechtigkeit, die auf dem Glauben an GOTTES Wort aufbaut (Röm 3,21 - 22). Das wird in Seinen weiteren Ausführungen ganz deutlich.

Zitat
Wenn ihr mich liebt, so werdet ihr meine Gebote halten (Joh 14,15); oder ,,Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt; wer aber mich liebt, wird von meinem Vater geliebt werden; und ich werde ihn lieben und mich selbst ihm offenbaren. (Joh 14,21); (und weitere Stellen: Joh 15,10 - 1.Kor 7,19 - Jak 2,10 - 1.Joh 2,3 - 1.Joh 5,2) Oder was sagt diese Stelle : ,,Wer sagt: Ich habe ihn erkannt, und hält seine Gebote nicht, ist ein Lügner, und in dem ist nicht die Wahrheit. (Joh 2,4); - ,,Denn dies ist die Liebe Gottes, daß wir seine Gebote halten, und seine Gebote sind nicht schwer. (1.Joh 5,3)
Hierbei handelt es sich um die Gebote JESU und nicht um das mosaische Gesetz. Was sind »meine Gebote«? Z. B. das neue Gebot von Joh 13,31ff. Aber mehr noch: alles, was Jesus seinen Jüngern zu halten befohlen hat (vgl. Mt 28,20 und Joh 4,24.38; Joh 5,14; Joh 6,27.53ff.; Joh 8,11.31ff. 51; Joh 12,35ff. 44ff.; Joh 20,21ff.). Man erkennt die echten Nachfolger unter anderem daran, dass sie JESU Gebote halten und nicht das mosaische Gesetz (vgl. Joh 13,35; 1. Joh 2,3ff.; 1. Joh 5,2ff.).

Zitat
Geht es aber um den Sabbat und die Gebote, welche inn Gottes Wort eindeutig verzeichnet sind, dann ist das Gesetz plötzlich aufgelöst. Aber einer der die Gnade Gottes für sich angenommen hat und hinterher weiter mit der Sünde lebt, der tritt die Gnade in den Schmutz. Dann gilt weiterhin : ,,der Lohn der Sünde ist der Tod ... (Römer 6,23); - Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Verstand." Dies ist das größte und erste Gebot. Das zweite aber ist ihm gleich: ,,Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst." Denn ,, an diesen zwei Geboten hängt das ganze Gesetz ... '' (Matt 22,37-39)
Kein bibeltreuer Christ löst das Gesetz auf. Du hast aber einen wichtigen Punkt übersehen: In Römer 8,4 wird gesagt, dass IN uns die Rechtsforderungen des Gesetzes erfüllt werden. Im Neuen Testament findest du dann auch noch, dass alle Gebote des Gesetzes vom Sinai wiederholt werden, mit Ausnahme des Sabbatgebotes. Wenn Gesetz in uns erfüllt wird, dann ist deutlich, dass es nicht durch uns erfüllt wird, obgleich es von außen betrachtet so erscheint, als ob wir es erfüllen. Deshalb gilt für bibeltreue Christen folgendes: CHRISTUS ist des Gesetzes Ende, weil Er das Gesetz völlig erfüllt hat. Er hat nach dem Kolosserbrief die uns entgegen stehende Handschrift in Satzungen an das Kreuz genagelt (Kol.2,14).

Shalom
Roland

Literatur: Walvoord Bibelkommentar
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!

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Zehn Gebote ewig gültig?
« Antwort #2 am: 26 November 2006, 19:19:25 »
In Offb 11:19 wird berichtet, dass der Tempel Gottes im Himmel geöffnet, und die Lade von Gottes Bund dort gesehen wird. In der Lade befinden sich die Zehn Gebote, der Maßstab des gerechten Gerichts Gottes am Ende der Zeit (Offb 20:11-15). Impliziert diese Schau nicht, dass die Zehn Gebote ewig Gültigkeit besitzen, wenn sie in der himmlischen Bundeslade zu finden sind?

Offline Roland

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Besitzen die "Zehn Gebote" ewig Gültigkeit?
« Antwort #3 am: 29 Dezember 2006, 12:07:20 »
Schauen wir in der Bibel nach, ob die Apostel gelehrt haben, dass die Stellen in der Offb. implizieren, dass die "Zehn Gebote" (= Gesetz) ewig Gültigkeit besitzen:

Obwohl das Gesetz an sich heilig, gerecht und gut ist, wie es Römer 7,12 sagt, so hat es doch nur eine Bedeutung für solche, die sich unter dieses Gesetz begeben oder unter dieses Gesetz gestellt waren. Weil Christen nicht mehr unter Gesetz, sondern unter Gnade stehen, hat auch das Gesetz dem Christen nichts mehr zu sagen. Obwohl sich natürlich die moralischen Maßstäbe GOTTES nicht verändert haben. Aber sie werden jetzt, wie von selbst, durch den HEILIGEN GEIST in dem Christen bewirkt. (siehe Römer 8).

Nehmen wir an, ein Zug fährt von A nach B. Wenn ich drin sitze, hat es für mich eine gewaltige Bedeutung. Ich werde bald in B sein. Aber wenn ich nicht drin sitze fährt der Zug trotzdem (ist also nicht aufgelöst), nur eben ohne mich ... so fährt der Zug des Gesetzes eben auch ohne mich ... dadurch wird es aber nicht aufgelöst!

Das Gesetz aber kam daneben ein, auf daß die Übertretung überströmend würde. Wo aber die Sünde überströmend geworden, ist die Gnade noch überschwenglicher geworden .... (Römer 5,20)

Bevor aber der Glaube kam, wurden wir unter dem Gesetz verwahrt, eingeschlossen auf den Glauben hin, der geoffenbart werden sollte. (Galater 3,23)

Diese beiden Verse zeigen die Bedeutung und auch die Tragweite des Gesetzes. Das Gesetz war lediglich die Minimal-Anforderung GOTT an sein Volk (Israel). Christen dürfen durch die Gnade GOTTES viel mehr von der Beziehung des Sohnes zum Vater und unserer Beziehung zu den göttlichen Personen verstehen, so dass wir auch vielmehr verstehen, was GOTT, der Vater, was GOTT, der Sohn von uns möchte, ohne dass wir ein spezielles Gebot dafür hätten. Das Geheimnis ist CHRISTUS in uns. CHRISTUS ist unsere Lebensregel geworden, welche wir durch die Kraft des HEILIGEN GEISTES auch vollbringen können. Das Gesetz war die Lebensregel des Juden und konnte nur den Fluch bringen. Das Gesetz war gut, aber der Mensch taugte nichts. So war eben auch das Gesetz in sich kraftlos. Es konnte uns zwar unseren sündigen Zustand aufzeigen (Römer 7), aber es konnte diesen jämmerlichen Zustand nicht beseitigen.

Oder wisset ihr nicht, Brüder (denn ich rede zu denen, die Gesetz kennen), daß das Gesetz über den Menschen herrscht, solange er lebt? (Römer 7,1)

Also seid auch ihr, meine Brüder, dem Gesetz getötet worden durch den Leib des CHRISTUS, um eines anderen zu werden, des aus den Toten Auferweckten, auf daß wir GOTT Frucht brächten. (Römer 7,4)

In diesen Versen finden wir die eigentliche Begründung dafür, daß wir als Christen nichts mehr mit dem Gesetz zu tun haben. CHRISTUS, Der in seinem Leben zu jeder Zeit den Willen des Vaters getan hat, und von dem gesagt werden konnte, dass das Gesetz im inneren Seines Herzens wohnte, Dieser ist nun gestorben und wir mit Ihm. Er hat alle Forderungen des Gesetzes erfüllt. CHRISTUS ist gestorben und damit dem Gesetz gestorben. Es hat kein Anrecht mehr an ihn. Paulus macht hier sehr deutlich, daß dieses Gestorbensein, nicht nur auf CHRISTUS zutrifft, sondern auch auf jeden, der an CHRISTUS glaubt. Wenn wir irgend etwas zum rühmen haben, dann nur CHRISTUS und Sein Werk auf Golgatha.

Jetzt aber sind wir von dem Gesetz losgemacht, da wir dem gestorben sind, in welchem wir festgehalten wurden, so daß wir dienen in dem Neuen des Geistes und nicht in dem Alten des Buchstabens. (Römer 7,6)

Denn so viele durch den Geist Gottes geleitet werden, diese sind Söhne Gottes. Denn ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft {O. Sklaverei} empfangen, wiederum zur Furcht, sondern einen Geist der Sohnschaft habt ihr empfangen, in welchem wir rufen: Abba, Vater! (Römer 8,14.15)

Wenn ihr aber durch den Geist geleitet werdet, so seid ihr nicht unter Gesetz. (Galater 5,18)

Paulus bestätigt hier noch mal die Losmachung vom Gesetz. Und er führt gleichzeitig den neuen Gedanken ein, daSS wir jetzt unter der Leitung des HEILIGEN GEISTES stehen. Wir sind der Tempel des HEILIGEN GEISTES, eine göttliche Person wohnt in uns (1.Kor 6,19). Die Gläubigen unter dem Gesetz waren nicht mehr als Knechte. Jeder, der nun an CHRISTUS glaubt, ist nicht mehr Knecht, sondern Sohn. Einem Kind muß man enge Grenzen stecken. Es braucht Regeln. Ein Sohn kennt seinen Vater genau und weiß, was er sich wünscht, ohne dass er das ausgesprochen hat. Das ist genau unsere neue Stellung zu unserem himmlischen Vater. Wir sind so nah zum Vater gebracht worden, daß wir sogar Abba, Vater sagen dürfen. Das setzt Kenntnis und Beziehung voraus. Diese Art der Beziehung war im Alten Testament nicht möglich.

Denn Christus ist des Gesetzes Ende, jedem Glaubenden zur Gerechtigkeit. (Römer 10,4)

Als CHRISTUS starb, nahm das Gesetz ein Ende. Das heißt nicht, dass das Gesetz ungültig geworden wäre, oder dass CHRISTUS nun das Gesetz aufgelöst hätte. Nein! Paulus sagt in 1.Tim 1,9: indem er dies weiß, daß für einen Gerechten das Gesetz nicht bestimmt ist, sondern für Gesetzlose und Zügellose, für Gottlose und Sünder, für Heillose {O. Unheilige} und Ungöttliche, Vaterschläger und Mutterschläger, Menschenmörder,

Das Gesetz erfüllt weiterhin seinen Zweck, aber es ist nicht für einen Gerechten (wiedergeborenen Christen) bestimmt.

Seid niemand irgend etwas schuldig, als nur einander zu lieben; denn wer den anderen liebt, hat das Gesetz erfüllt. (Römer 13,8)

Denn das ganze Gesetz ist in einem Worte erfüllt, in dem: "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst". (Gal. 5,14)

denen, die ohne Gesetz sind, wie ohne Gesetz (wiewohl ich nicht ohne Gesetz vor Gott bin, sondern Christo gesetzmäßig unterworfen), auf daß ich die, welche ohne Gesetz sind, gewinne. (1. Kor. 9,21)

Der Apostel Paulus macht klar, daß er nicht mehr unter Gesetz stand, wiewohl er auch solchen kein Anstoß war, die die christliche Freiheit noch nicht recht verstanden hatten (Apg 25,8;24,14). Das würde aber nicht heißen, daß er nun ein Gesetzloser war. Nein! Paulus war CHRISTUS gesetzmäßig unterworfen – und ließ sich in der Kraft des HEILIGEN GEISTES von seinem neuen HERRN leiten.

Denn ich bin durchs Gesetz dem Gesetz gestorben, auf dass ich GOTT lebe; (Galater 2,19)

CHRISTUS hat uns losgekauft von dem Fluche des Gesetzes, indem er ein Fluch für uns geworden ist (denn es steht geschrieben: "Verflucht ist jeder, der am Holze hängt!"); (Galater 3,13)

auf daß er die, welche unter Gesetz waren, loskaufte, auf daß wir die Sohnschaft empfingen. (Galater 4,5)

Diese Bibelstelle ist sehr interessant, da sie uns angibt, dass wir nicht nur dem Gesetz gestorben sind, weil wir mit CHRISTUS gestorben sind, sondern weil wir auch „durchs Gesetz dem Gesetz gestorben“ sind. Das bedeutet, dass das Gesetz in dem Sinn bestätigt wurde, daß das Gesetz die „tötete“, die sich darunter stellten oder gestellt wurden. Unter Gesetz hieß es: „tue dies und du wirst leben“. Aber da war keiner auch nicht einer, der das Gesetz hätte tun können, bis auf CHRISTUS. Er erfüllte das Gesetz und hätte leben können. Aber er gab sich freiwillig für uns in den Tod, damit wir vom Gesetz losgekauft werden konnten.

Ich bezeuge aber wiederum jedem Menschen, der beschnitten wird, daß er das ganze Gesetz zu tun schuldig ist. Ihr seid abgetrennt von dem Christus, so viele ihr im Gesetz gerechtfertigt werdet; ihr seid aus der Gnade gefallen. (Galater 5,3.4)

Wenn ihr wirklich das königliche Gesetz erfüllet nach der Schrift: "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst", so tut ihr wohl. (Jakobus 2,8)

Im Galaterbrief offenbart der Apostel Paulus ein falsches Evangelium. Wer meint, durch das Halten der Gesetze gerettet zu werden, bringt ein falsches Evangelium. Und Paulus sagt in Galater 1,9, wer solch ein Evangelium bringt, der sei verflucht. Es gibt auch heute noch Christen, die glauben, dass man verloren gehen könnte, wenn man z.B. den Sabbat nicht achtet. Paulus nennt dies ein falsches Evangelium. Wenn es schon ein königliches Gesetz gibt, wie Jakobus schreibt, dann ist es nicht der Sabbat, sondern dieses: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.

So schließen wir mit dem Vers ab:

Wer aber in das vollkommene Gesetz, das der Freiheit, nahe hineingeschaut hat und darin bleibt, indem er nicht ein vergeßlicher Hörer, sondern ein Täter des Werkes ist, dieser wird glückselig sein in seinem Tun. (Jakobus 1,25)


Bedeutung von Matthäus 5, Johannes 14,15 und 1.Joh 5,3

Denn wahrlich, ich sage euch: Bis der Himmel und die Erde vergehen, soll auch nicht ein Jota oder ein Strichlein von dem Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist. Wer irgend nun eines dieser geringsten Gebote auflöst und also die Menschen lehrt, wird der Geringste heißen im Reiche der Himmel; wer irgend aber sie tut und lehrt, dieser wird groß heißen im Reiche der Himmel. ( Matthäus 5,18,19)

Wer mich liebt, hält meine Gebote (Johannes 14,15)

Denn dies ist die Liebe Gottes, daß wir seine Gebote halten, und seine Gebote sind nicht schwer. (1. Johannes 5,3)

Zu Matthäus 5,18.19:
Christen, die das Gesetz als Lebensregel ablehnen, wird schnell der Vorwurf gemacht, daß sie den Anweisungen des Herrn in der Bergpredigt nicht nachkommen. Man würde gerade das tun, wovor der Herr gewarnt hat – nämlich das Gesetz auflösen. Stimmt das? Natürlich nicht, es wäre tatsächlich schlimm, wollten wir das Gesetz auflösen. Im Gegenteil glauben wir, daß das Gesetz für Israel weiter gilt und noch eine zentrale Bedeutung im 1000jährigen Reich einnehmen wird. Aber auch in der Jetztzeit ist es im vollen Umfang gültig für Gesetzlose und Zügellose, für Gottlose und Sünder, für Heillose {O. Unheilige} und Ungöttliche, Vaterschläger und Mutterschläger, Menschenmörder (1.Tim 1,9). Nur ist es eben für einen Gerechten nicht bestimmt, was der eben zitierte Vers ebenso deutlich aussagt. An eine Auflösung des Gesetzes ist also überhaupt nicht zu denken. Im weiteren sollten jene bedenken, die wie selbstverständlich hier in Mt. 5 unter dem Gesetz lediglich die zehn Gebote verstehen, daß dies überhaupt nicht deutlich vom HERRN gesagt wird. Denn auch dieses Gesetz hat im 1000jährigen Reich noch seine volle Kraft und Bedeutung (siehe Hes. 40-48). Im weiteren war das Gesetz gültig, bis der HERR am Kreuz auf Golgatha starb, danach hatte das Gesetz die Kraft für Ihn und alle die mit Ihm gestorben sind, verloren, denn es heißt in Römer 7,1: Oder wisset ihr nicht, Brüder, daß das Gesetz über den Menschen herrscht, solange er lebt?

Der HERR JESUS war gekommen, um das lang ersehnte Friedensreich aufzurichten. Der Friedefürst war da. Er verkündigte im Anfang Seines Dienstes auch genau dieses Reich (Mt. 4,17), genau wie Johannes der Täufer dieses Reich verkündigte (Mt. 3,2). Erst ab Kapitel 13 verkündigt der Herr dieses Reich in seiner geheimnisvollen Gestalt, indem er symbolisch das Haus Israel (Mt. 13,1) verläßt und Sich an den See setzt, welcher ein Bild von den Nationen ist (Jes. 17,12; Off 17,15). Erst nachdem es klar war, daß Sein Volk im Großen und Ganzen nicht an Ihn glauben würde, was sie dadurch zum Ausdruck brachten, daß sie die eindeutige Wirkung des HEILIGEN GEISTES dem Beelzebub zuschrieben (Mt. 12,24), wendet er sich den Nationen zu und verkündigte ab Kapitel 13 das Reich der Himmel in zehn verschiedenen Gleichnissen (Kap. 13-25), in seiner verborgenen Gestalt.

Shalom
Roland
« Letzte Änderung: 29 Dezember 2006, 12:11:17 von admin »
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!