Okkultismus/Götzendienst
Heidnische Wiederkehr
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- Category: Okkultismus/Götzendienst
- Published on Sunday, 09 October 2011 18:09
- Written by Roland Odenwald
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Autor: Klaus Schmidt
“Baumriesen faszinierten zu allen Zeiten. In zahlreichen Kulturen sah man im Baum ein heiliges Wesen: Die Indianer Amerikas begegneten ihm mit besonderer Hochachtung, weil sie um heilkräftige Quellen wussten, die vorzugsweise an den Wurzeln mächtiger Bäume entsprangen. Bei den alten Griechen war die Eiche dem Göttervater Zeus geweiht. Bei den Germanen galt die Esche als dem Kriegsgott Thor heilig. Man tanzte und feierte unter deren schützendem Blätterdach und fand sich an Gerichtstagen, wenn Recht gesprochen wurde, unter Linden, Buchen und Eichen ein.
Auch Juden- und Christentum machten sich die uralte Bedeutung der Bäume zu eigen. Bereits im Schöpfungsbericht der Bibel erscheint der Baum in einer doppelten Gestalt als Baum des Lebens und als Baum der Erkenntnis von Gut und Böse, der unübersehbar in der Mitte des Garten Eden gepflanzt war. Während der Baum des Lebens somit die Paradiesesfülle symbolisiert, ist der Baum der Erkenntnis mit seinen verbotenen Früchten ein Zeichen für den unwiderstehlichen Reiz, den göttlichen Geboten zuwider zu handeln.
Die christliche Baumsymbolik wies schließlich den verschiedenen Baumarten sowie deren Blättern, Zweigen und Früchten eine jeweils besondere Bedeutung zu. Dabei soll etwa die Akazie auf die Unsterblichkeit der menschlichen Seele hinweisen, die Eiche auf die Beständigkeit im Glauben und der Lorbeer als immergrüne Pflanze auf die Ewigkeit, auf bleibende Ehre, auf Keuschheit und den Sieg. Der Zweig des Ölbaumes symbolisiert indes den Frieden Gottes mit den Menschen und der Zweig einer Palme den Sieg der christlichen Märtyrer über den Tod.
Nahezu jede Baumart stand auf diese Weise Pate für bestimmte Tugenden und Eigenschaften. Selbst darüber, aus welchem Holz das Kreuz angefertigt worden war, machte man sich Gedanken. Zwei Möglichkeiten wurden von Experten eifrig diskutiert: War es aus dem Stamm einer Eiche gefertigt, weil deren Holz nicht verwest oder war es aus Espenholz hergesellt? Schließlich müsse es doch einen triftigen Grund für das ständige Zittern des Espenlaubes geben.
- Brigitte J. im „Evangelischen Pressedienst Hessen-Nassau Nr. 18/2002 -



