Erlebnisberichte

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Hier möchten wir gerne Erlebnisberichte (Zeugnisse) veröffentlichen, die ihr wir mit dem HERRN erleben. Wir freuen uns daher, wenn ihr eure Zeugnisse uns zur Veröffentlichung (selbstverständlich auch anonym) zur Verfügung stellt.

 

Früher war ich Katholik, jetzt bin ich Christ!

 

2312kIch bin in einem katholisch-religiösen Elternhaus in Unterfranken aufgewachsen. Begriffe wie Kirche, Gott usw. waren mir deshalb nicht fremd. Ich bin als Säugling besprengt, später zur Kommunion gegangen und schließlich gefirmt worden. Also ein ganz „normaler“ katholischer Lebenslauf. Auch hatten wir das „Vorrecht“, zur Beichte zu gehen. Zur Vorbereitung mussten wir anfangs einen „Sündenzettel“ schreiben. Damit möglichst viele Sünden darauf stehen, habe ich von meinen Schulkollegen abgeschrieben und diese haben auch bei mir „gespickt“. Es entstand so eine Art Wettbewerb, wer die meisten und „härtesten“ Sünden vorweisen konnte. Auch das gehört sicherlich zum Alltag eines katholischen Buben dazu.

Mein Leben wäre vielleicht so verlaufen, wie es bei vielen katholischen Kirchgängern der Fall ist, wenn nicht der lebendige GOTT eingegriffen hätte. Nachdem ich die Schule mit Mittlerer Reife verlassen hatte, bin ich in das Berufsleben (Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann) eingestiegen. Die Umstellung von Schule zur Berufsausbildung ist mir sehr schwer gefallen. Außerdem hatte ich einen Ausbilder, der gerne die „Neuen“ auf den Arm nimmt. Als er bemerkte, dass er bei mir besonders leichtes Spiel hatte, wurde ich zum „bevorzugten Opfer“. Er trieb das so weit, dass ich irgendwann nur noch den Suizid als Ausweg sah. Auf dem Weg zu meiner Arbeit überquerte ich immer eine Brücke. Unter der Brücke verliefen Gleise und da der Hauptbahnhof in der Nähe war, fuhren immer in einigen Minuten Abstand die Personen- und Güterzüge vorbei. Ich stand also auf der Brücke und wartete auf den nächsten Zug, damit ich runterspringen konnte und von dem Zug überfahren werden konnte. Aber dann geschah etwas, womit ich überhaupt nicht gerechnet hatte: Es kam kein Zug. So etwas hatte ich bis dahin nicht erlebt. Ich wartete ca. 30 Minuten - aber kein Zug ließ sich blicken.

Völlig frustriert ging ich nach Hause und dachte: „Da willst du dich umbringen - und es kommt kein Zug......“. Ich überlegte mir Alternativen, wie ich meinem Leben ein Ende setzen konnte - aber nichts schien mir sicher zu sein.

Damals las ich eine bekannte Jugendzeitschrift, die mit „B” beginnt und „ravo” endet. Es gab Christen, die damals in diese Zeitschrift inserierten (Sinn des Lebens, was ist Sünde usw.). Diese Anzeigen sprachen mich an und ich schickte diesen Leuten eine Postkarte zu. Ich bekam einen Brief, in dem stand, dass man in der Bibel und beten sollte usw. So etwas frommes war nichts für mich (ich wollte schließlich nicht Pfarrer werden). In unserer Familie gab es bis zu diesem Zeitpunkt keine Bibel. Aber diese Christen schickten mir ein Buch zu, das den Titel „Teenagerprobleme“ hatte und von Klaus Eickhoff geschrieben wurde. Ich hatte das Gefühl, dass K. E. das  Buch über mich geschrieben hatte. In jeder Seite erkannte ich mich wieder. Meine Fragen - meine Probleme, all das stand in diesem Buch. Ich gab dieses Buch vorsichtshalber  meinem „Reli-Lehrer“, damit er es überprüfen konnte, ob es sich dabei um eine Sekte handelt. Allerdings hatte er keine Zeit, in das Buch reinzuschauen (Lob und Dank!) und gab es mir einige Wochen später mit dem Kommentar zurück: „Wird schon keine Sekte sein.“ Außerdem hatten mir die Christen noch ein Johannesevangelium zu dieses fesselte mich total. In der Berufsschule z. B. fing ich in der Pause an zu lesen und las im Unterricht weiter - ich konnte es nicht mehr weglegen. Alle meine Fragen wurden darin beantwortet. Am Karfreitag wurde das Kruzifix in der katholischen Kirche mit einem lilafarbenen Tuch verdeckt. Außerdem spielte keine Orgel zu den Liedern (der Gesang der Kirchengemeinde klang dadurch noch schrecklicher als sonst). Für mich waren das nur leere Rituale, die für mein Leben keine Bedeutung hatten.

Als ich das Johannesevangelium jetzt las verstand ich plötzlich, dass JESUS Mensch geworden ist und für mich ganz persönlich (für meine Sünden, für mein Versagen) am Kreuz gestorben ist. ER nahm den Tod auf sich, den ich verdient hatte. GOTT schenkte mir Sündenerkenntnis und ich bekannte dem HERRN meine Sündenschuld. Ich übergab Ihm mein Leben und dankte Ihm, dass ER mich von meinen Sünden erlöst hatte. Ich war ganz allein, als ich dem HERRN mein Leben übergab. Ich dachte mir noch, ob vielleicht jetzt ein Donner zu hören ist oder ein Blitz vom Himmel kommt - aber nichts geschah.

Aber ich spürte die Auswirkungen des neuen Lebens, das mir GOTT schenkte. Keinen Gedanken verschwendete ich mehr an Selbstmord und dem Mann, wegen dem ich mich beinahe umgebracht hätte, konnte ich von Herzen vergeben. Der HERR JESUS ordnete meine Leben und brachte mein ganzes Chaos in Ordnung. Plötzlich konnte ich noch andere Menschen lieben, die ich vorher hasste. Ich konnte es mir nicht erklären, es war einfach so. Dies geschah im August 1979 (liegt also schon einige „Tage“ zurück) und kann wirklich bezeugen, dass es wunderbar ist, mit dem HERRN JESUS durch das Leben zu gehen. Ich bin auch nach meiner Wiedergeburt in Sünde gefallen, aber ich weiß, dass der HERR, mir meine Sünden vergibt, wenn ich sie bekenne. Und das Beste ist, dass GOTT mir die Kraft geben will, dass ich nicht mehr in Sündenschuld verstrickt werde.

 

                                                                                  Roland  

 

 

 

Schamane

 

Mit 15 begann ich, mir meine  eigenen Gedanken über das Leben zu machen. Bei meinen Schulkollegen schien mir  alles viel zu vorgeplant. Abitur, Bundeswehr, Studium, Auto, Haus, Frau, Kinder  und mit 81 stirbt man. Soll das alles gewesen sein? Ich wollte wissen, wohin das  Leben fährt.

Ohne dass ich etwas bemerkte, hat mir jemand in Kopenhagen Haschisch gegeben. Ich hatte keine Ahnung, wie so etwas riecht und aussieht. Ich  hab das Ding geraucht und fühlte mich dann ganz erhaben. Zurück in Deutschland,  bemerkte ich, dass viele meiner Freunde schon länger Drogen nahmen. Zuerst nahm  ich nur für besondere Anlässe Drogen. Dann war es jedes Wochenende, später bei  jeder Fete, bis es dann jeden Tag war. Dann reichte Haschisch nicht mehr aus,  und es kamen stärkere Sachen hinzu.

Die Wissenschaftler meinen, dass Drogen  durch einen chemischen Prozess der Phantasie Bilder vorgaukeln. Das stimmt. Durch Drogen wird aber auch die Kontrolle des Verstandes völlig beseitigt und  spirituelle Wahrnehmungsvermögen werden plötzlich aktiviert. Es laufen auf  einmal Dinge ab, die außer Kontrolle geraten. Teilweise ist es Phantasie, aber  zu einem großen Teil kommt man mit der wirklichen Geisterwelt in Berührung.

In dieser Zeit begann ich, nach GOTT zu fragen. Mich  interessierten alle möglichen Religionen. Ich las eine Bücherreihe über die  Geheimnisse von Schamanen. Der Autor lehrte, wie man mit und ohne Drogen sich in eine andere Realität hineinbewegen kann. Ein Freund brachte mich mit dem Thema  Magie in Berührung. Ich lernte, mit unsichtbaren Kräften Kontakt aufzunehmen. Ein Buch über Magie faszinierte mich. Es ging vor allem um Astralprojektion. Das  heißt, der Körper bleibt liegen und der innere Mensch geht aus dem Körper  heraus. Man bewegt sich dann in einer anderen Dimension. Das wollte ich  unbedingt können. Ich meditierte und war randvoll mit Drogen. Dann rief ich einen „Schutzgeist“, damit er mir die unsichtbare Welt eröffnet. Von dem Tag an  hatte ich übersinnliche Wahrnehmungen.

Auf einer Reise nach Italien stiegen  wir auf einen Berg. Ich stieg allein weiter und beschwor einen Berggeist, um ihn  zu befragen, wo wir am besten das Nachtlager aufschlagen sollten. Ich sah dann eine gute Stelle. Ich nahm Drogen und bin dann aus meinem Körper ausgetreten. Ich schwebte um den Berg und erwachte durch das Schreien meiner Freunde. Es waren harte Burschen, die weder GOTT noch den Teufel fürchteten. Aber jetzt standen sie da, das Bouwimesser in der Hand und zitterten am ganzen Körper. Einer von ihnen sagte mir: „Ado, du steckst mit dem Teufel im Bunde.“ Ich wies das energisch zurück, ich glaubte nicht an den Teufel. Eines Morgens lag ich auf dem Sofa und versuchte wieder, aus dem Körper auszutreten. Plötzlich redete  eine Stimme zu mir. „Gehe heute Abend in den Pelikan. Dort wirst du eine Person mit grosser Kraft treffen.“ Ich wollte schon immer jemanden treffen, der mir  mehr über die andere Welt sagen konnte. Ich ging in die besagte Studentenkneipe.  Eine junge Frau kam auf mich zu und sagte: „Warum trägst du ein Kreuz am Hals?“ Ich dachte, dass sie von der höchsten Macht geschickt käme und vertraute ihr mein ganzes Leben an. Sie hat mir auf alle Fragen die richtigen Antworten gegeben. Ich war total platt. Die Frau hatte eine enorm starke Ausstrahlung. Ihre Augen waren ganz klar. Ich dachte, wenn die mir in die Augen sieht, kann  sie alle meine Gedanken lesen.

Sie redete dann von GOTT, von JESUS, vom  Teufel und von Engeln und Dämonen. Sie fing an, über die Bibel zu sprechen. Sie  zeigte auf einmal auf mich und sagte: „Jesus sagt dir: Mir ist alle Gewalt  gegeben im Himmel und auf Erden!“ Mir war, als ob JESUS zu mir redete. Ich  fragte sie: „Kann ich mit JESUS Kontakt haben?“ Sie sagte: „Ja.“ Wir gingen hinaus und setzten uns auf eine Parkbank. Dann sagte sie: „Ruf einfach: Jesus, komm bitte in mein Herz, ich möchte, dass du der Herr in meinem Leben wirst.“ So  ungewöhnlich wie das war, ich hab das einfach gerufen. Es ist aber nichts  passiert.

Am nächsten Morgen wollte ich wie gewohnt eine Pfeife mit Haschisch  rauchen. Als ich sie anstecken wollte, kam ein Gedanke: „Das ist aber nicht  richtig.“ Ich dachte: „So ein Unfug.“ Ich rauchte die Pfeife, aber das Zeug hat diesmal nicht richtig gewirkt. Ich fühlte mich wie schuldig.

Die junge Frau  brachte mich zu ihren Freunden. Ich habe mich in eine Ecke verzogen. Da kam ein  Gedanke rüber: „lch bin der Friede“. Das hat mein Herz total durchfahren. GOTT hat mir plötzlich mein Herz gezeigt. Ich wusste, ich bin von ihm getrennt. Wie ich das kapiert hatte, fing ich an zu heulen. Auf einmal kam eine Stimme zu mir, die sagte: „Du musst sofort diesen Raum verlassen, sonst werden diese Menschen  dir deine magische Kraft rauben.“ Ich dachte: „Das ist das Letzte, was ich  brauchen kann“ und verzog mich.

Dann kam eine frische Ladung Drogen. Ich war  total zu. In diesem Zustand ging ich wieder zu den Freunden. Sie begannen zu  singen. Auf einmal bemerkte ich, dass JESUS da war. Ich sagte: „JESUS, wenn du  mit Drogen nichts zu tun hast, dann zeig mir das irgendwie!“ Im nächsten  Augenblick war ich stocknüchtern. Ich war wie gebannt.

Eines Tages brachte  mich die junge Frau mit dem Auto nach Hause. Sie hatte die Gewohnheit, zum Abschied noch zu beten. Während sie betete, sah ich die Geisterwelt. Eine Stimme  sagte zu mir: „Du musst diese Frau töten, sonst wird sie dein Leben zerstören.“  Ich war ein friedlicher Hippie. Mein Verstand sagte mir: „Klar, der Frau wirst du überhaupt nichts tun.“ Aber die Stimme sagte, „Du musst diese Frau töten!“ Es entstand ein harter Kampf. Die Kräfte in meinem Inneren waren stärker als meine  Willenskraft. Ich drehte mich um und wollte die Frau würgen. In dem Moment fing  sie zu schreien an: „JESUS, JESUS hilf mir!“ Da spürte ich eine Kraft in mir wirken, ich sprang aus dem Auto und musste mich übergeben. Ich ging zurück zum Wagen. Die junge Frau zitterte am ganzen Leib und fragte: „Wer ist dein Herr?“  Ich antwortete: „Jesus ist mein Herr.“ „Ok, steig ein. Ich bring dich zu meinem  Vater.“ Ihr Vater war Pastor. Wir haben ihn herausgeklingelt und haben bis zum  Morgen geredet, gebetet und die Bibel gelesen.

Am nächsten Tag gingen wir hinaus zu den Freunden. Der Pastor redete zu uns. Mitten im Gespräch wendete er sich zu mir und sagte: „Wem willst du dienen, JESUS oder der Magie?“ „Ich will  JESUS dienen, JESUS allein“, war meine spontane Antwort. „Bist du bereit, dich vom Teufel, mit dem du dich verbündet hast, loszusagen? Von all seinen Künsten  und Mächten?“ „Ja, ich will mich sofort davon lossagen“, war jetzt meine volle Entschlossenheit. Wir gingen in einen Nebenraum. Ich kniete nieder und betete: „JESUS, vergibt mir alle meine Sünden. Im Namen JESUS CHRISTUS sage ich mich los vom Schamanentum, von Hexerei, von Magie und von den Drogen.“ In dem Augenblick ging ganz deutlich etwas aus mir hinaus. Ich fühlte mich, als würde ich nur noch zwei Kilo wiegen. Ich betete: „HERR JESUS, komm in mein Herz. Ich will dir  gehören und ganz für dich leben.“ Mir war, als spürte ich, wie JESUS in mein  Leben gekommen ist. Ich wurde ein völlig neuer Mensch. Ich habe angefangen zu  lachen und zu weinen. Mir fielen alle möglichen Menschen ein, denen ich Drogen  verkauft habe. Ich begann für sie zu beten.

Am gleichen Tag fuhr ich zu  meinen Eltern. Zuvor ließ ich mir die Haare kurz schneiden. Meine Mutter  öffnete die Tür und fragte erstaunt: „Was ist denn mit dir passiert?“ „Mutter,  mir ist GOTT begegnet.“ Da fing sie an zu weinen. „Seit drei Jahren hab ich für  dich gebetet.“ Ich sagte: „JESUS ist in mein Leben gekommen. Ich bin ein neuer  Mensch geworden. Ich bin frei von Drogen, frei von Alkohol, frei von dem ganzen Schrott, den ich gemacht habe. Bitte vergib mir alle meine krummen Sachen.“ Sie  hat mir alles vergeben. Viele meiner Freunde konnten das alles nicht verstehen. Man kann viel darüber diskutieren, aber verstehen kann es nur der, der die  Veränderung selbst an sich erlebt hat.

Ado Greve, Stuttgart

 

Wenn GOTT beim Lesen zu Dir gesprochen hat, und Du den Wunsch hast, JESUS CHRISTUS als Deinen HERRN und ERLÖSER anzunehmen, dann kannst Du gerade jetzt JESUS im Gebet  alle Deine Sünden bekennen (1. Johannes 1, 9), und Ihn in Dein Leben aufnehmen  (Johannes 1, 12).

Wenn Du dies aufrichtig getan hast, und Du ganz nach dem  Willen Gottes leben willst, dann hat GOTT Dir alle Schuld vergeben (1. Johannes 1, 7), Dich vom Zwang, zu sündigen befreit (Röm. 6, 6) und Dir das  ewige Leben geschenkt (Johannes 10, 28).

Dein Glaube wächst, wenn Du täglich  die Bibel liest, mit GOTT redest und Kontakt zu anderen Christen pflegst. Wenn  Du keine Bibel hast, schenke ich Dir eine. Gerne schicke ich Dir auch  einen kostenlosen Bibelfernkurs.

Was ich als Schweizergardist erlebte, und  wie ich Christ geworden bin, schrieb ich im Taschenbuch „Wir suchten die  Wahrheit“ (www.geocities.com/traktate), das ich allen Interessierten kostenlos und unverbindlich zuschicke. GOTT segne Dich!

 

Bernhard Dura, Julierweg  5

7000 Chur Tel./Fax 0 812 841 660

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Sie suchen und sie finden nicht - Erfahrungen auf der Suche nach Harmonie und Selbstverwirklichung (Persönliches Zeugnis - 11/99)

 

Ehe ich berichte, wie ich auf der Suche nach Harmonie und Selbstverwirklichung in die Irre ging, möchte ich einige grundsätzliche Informationen über den „Markt der Eitelkeiten“ geben, auf dem sich Angebot (westliche und fernöstliche Selbstverbesserungskonzepte) und Nachfrage (Menschen mit der Sehnsucht nach Heil, einem besseren Leben) treffen.

 

Sehnsüchte und Illusionen

Die Selbstverwirklichung des Menschen ist ein uralter Traum - ein Traum, der für viele wahr zu werden verspricht, wenn sie mit den heute angebotenen Selbstheilungs- und Selbstverwirklichungskonzepten konfrontiert werden, die eine Entfaltung und Bereicherung der Persönlichkeit in Griffnähe rücken. Hier sind vor allem fernöstliche Geistesströmungen zu nennen, die auf der Basis der buddhistischen und der hinduistischen Religion gewachsen sind, aber auch Ratschläge und Empfehlungen mancher Psychologen, die einer säkularen Welt die Formel des „positiven Denkens“ und des Kurierens auf psychischen Empfindens- und Erlebnisebenen als Ersatz oder zumindest sinnvolle Ergänzung für christliches Glaubensleben anbieten.

Der Traum der Selbstverwirklichung ist nur allzu verständlich: Wie schön wäre es doch, wenn der Mensch, nur sich selbst verantwortlich (und sonst niemandem), vom dem eigenen Wollen, dem eigenen Streben und den eigenen Wunschvorstellungen immer besser geleitet, Glück, Geborgenheit und innere Ausgeglichenheit auf diesem Weg finden könnten. Wie schön wäre es, wenn man der Enge, der Unruhe und der Plage des Alltags entgehen und das Tor zur Freiheit öffnen könnte? Und wie würde es dem Selbstbewusstsein entgegenkommen, wenn er, der Mensch, mit Hilfe westlicher und fernöstlicher Religions-Weisheiten diesen traumhaften Zustand selbst herstellen, den Berg der „Erlösung“ selbst erklimmen könnte?

Der natürliche Mensch in uns sähe sich am Ziel seiner Wünsche angekommen. Selbstheilungs- und Selbstverwirklichungskonzepte sind heute vielleicht mehr denn je gefragt. Allen diesen Konzepten ist gemeinsam: in der Regel ein durchaus brauchbar erscheinender Kern (im Sinne von Lebens- und Gesundheitsregeln), aber auch ein fließender Übergang in andere Religionen oder Neureligionen (hier fließen Elemente verschiedener Religionen zusammen). Der Mensch, der diese Regeln befolgt, steht also immer in der Gefahr, sich in die Schein-Geborgenheiten von Mensch-Macht-Bereichen der Religionen zu begeben (oft genug, ohne dass er es merkt) und verlässt seinen Schöpfer, den GOTT der Bibel, den „Bräutigam“, wie es im alten Testament so schön heißt, der die falschen Wege seiner Braut zu beklagen hat. Aufklärung tut also not.

Aufklärung tut not in einer Gesellschaft, die sich von GOTT abwendet. Nur wenige Menschen können sich den GOTT der Bibel überhaupt als die lebendige Realität vorstellen, die zeitlos Anfang, Mittelpunkt und Ziel unseres Lebens ist. Noch weniger kann man sich diesen GOTT, als persönliches DU, als unseren GOTT vorstellen, Der uns wahrnimmt, oder gar als einen GOTT, Der unser VATER ist, Den wir stets anrufen können. Also müsse man – so wird gesagt – sein Leben selbst in die Hand nehmen. Selbstverbesserung kann doch nur gut sein, in Verantwortung für sich und das Umfeld - oder?

Selbst in christlichen Kreisen wird die Selbstverwirklichung mitunter fast schon zur diakonischen Aufgabe erklärt – in gute gemeinter Absicht, aber leider auch in Vermischung mit humanistischen Idealen, die nicht-christlichen Ursprungs sind. Der Mensch - so hört man da - sei durchaus gut, nur die Umstände seines Lebens müssten entsprechend verbessert werden. Z.B. der TV-Theologe Küng strebt mit seiner Stiftung „Humanethos“ danach, durch die besten Anteile aus den Weltreligionen einen Beitrag zur „Rettung des Weltkulturerbes zu leisten.“

 

Wege des „alten“ Menschen

Diesen und ähnlichen Heilslehren war auch ich verfallen. Ich wollte mich über 50 Jahre lang als etwas Besonderes erfahren und gewürdigt sehen. Lange Zeit durch berufliche Leistung und gesellschaftlichen Einsatz! Den Tod meines Vaters im Jahr 1968 nahm ich zum Anlass, meinen Unglauben gegenüber GOTT zu erklären. Stattdessen glaubte ich an die Machbarkeit der Dinge durch Marketing-, und Managementmethoden sowie Führungs- und Kommunikations-Psychologie. Mehrere Jahre arbeitete ich erfolgreich als Workshop-Moderator sowie „Trainer“ mit Führungskräften aus Wirtschaft und Pädagogik.

Dabei traten mir mehrfach mutige Christen in den Weg: 1993 verzichtete ein junger Diplomand auf eine gute Note, nur um meinen esoterischen ( =Selbstheilungs-)lehren die Stirn zu bieten und mich zu einer „Prochrist“-Veranstaltung einzuladen. Auf der „didacta“-Bildungsmesse kommentierte mich ein evangelischer Schulleiter: „Wenn Sie JESUS CHRISTUS haben, brauchen Sie das alles nicht!“ Alle diese Bemühungen von zum Teil wildfremden Menschen waren vergeblich, sie schienen jedenfalls vergeblich zu sein. Wie sich später herausstellte, blieb aber doch immer etwas hängen.

Zunächst aber hatten es mir meine psychologischen Studien im Rahmen einer Ausbildung zum Verhaltenstrainer angetan. Ich wollte doch künftig Menschen darin unterweisen, ihr Verhalten so zu ändern, dass sie in dieser Welt (vor allem im Beruf) erfolgreicher sein können. Zur Harmonisierung von Körper, Seele, Geist in allen Lebensbereichen schien „der Weg das Ziel“ zu sein. Die Ausbildungen waren aber ebenso interessant wie riskant für mein Leben, weil sie falsche Weichenstellungen nahelegten. Sie weckten z.B. Vorstellungen, dass nun für mich alle zwischenmenschlichen Beziehungen steuerbar, beherrschbar wären. Besser zu werden und anderen dabei zu helfen, ebenfalls besser zu werden, schien immer neue Lebens-, Erfahrungs- und Empfindungswelten schöpferisch zu erschließen. Was gab es nicht alles in insgesamt 14 Jahren mit viel Hingabe zu durchwandern:

 

  • Reinkarnations-Trancesitzungen: Dadurch lassen sich verschiedene, auch außerirdische Existenzen plastisch wie selbsterlebte Filme produzieren – scheinbare Erklärungen für bislang Unentwirrbares und phantastische Aufwertungen eines weiterlebenden Ichs.

 

  • Shiatsu: Meditative Akkupressur-Massage vermittelt heilsame Harmonie mit Partnern und scheint persönliche Begrenzungen aufzuheben. Durch eigenes Wohl-Tun empfinden, heil und geschützt zu sein

 

 

  • ZEN-Meditation: Durch Wahrnehmung und Disziplin „in der Stille“ sich an den „Rand des Nichts“ meditieren (den manche Buddhisten als das „Tor zum Werden“ bezeichnen), bis zur bleibenden „Erleuchtung“. Das eigene Haus kehren, schmücken, um nach Belieben für alle möglichen Geisterwelten offen zu sein.

 

  • Aikido, Kijutsu, Ki-Therapie: Aus Bewegung blitzartig zu Ruhe und Ausgleich von Körper, Geist und Seele kommen. Mit innerer Kraft scheinbar Unmögliches bewirken. Extrem: Die universelle Ki-Energie einsetzen, um prinzipiell jeder Kampfsituation Herr werden zu können.

 

 

  • TaiChi: Harmonie für Körper, Geist und Seele durch rituelle Kampfkunstübungen mit einem gedachten Partner, täglich neu. Fit und entspannt durch „Chi-Kraft“.

 

  • Reiki: Heilkräfte durch Handauflegen ausüben, auch telepathisch; angeblich mit Heilkräften analog Christus. Sich in einer „Einweihung“ magische Kräfte durch den „Reiki-Meister“ einhauchen lassen. Vorsicht: Sektenähnliches Verhalten!

 

 

  • Transzendentale Meditation

  

  • Astrologie, Tarot, I Ging, Aura-Intuition

 

 

  • Wahrsagen: Zukunft in die Gegenwart projizieren durch Aktivierung magischer Kräfte über die „Macht der Sterne“, Tarotkarten, das chinesische I-Ging-Orakel sowie „lesendes“ Erspüren der „Aura“ (des Ausstrahlungsfeldes) von Mitmenschen.

 

  • Bachblüten: Pflanzen-Essenzen mit magischen Kräften für psychosomatische Heilung nutzen, als Mittel „natürlicher“ Selbstvervollkommnung.

 

 

  • Initiatische Therapie: Ein „Medien-Mix“ der Ich-Zentrierung, um nach dem deutschen „ZEN-Meister“ Karlfried Graf Dürckheim u.a. den „inneren Christus“ zu erwecken, mit Meditations- und Kampfkunstübungen, „innerlich geführtem“ Zeichnen, Mantras, Gesprächstherapien und vielem mehr.

 

  • Suonarintegration: Harmonisierung von Körper, Seele und Geist durch ein Mix von Konzentrations-/Atem-/Körper- und Stimmbildungsübungen.

 

 

  • Yoga/Tantra: „Kosmische“ Kräfte für Ganzheitlichkeit durch männlich/weibliche Erotik – sowie für eigene Harmonien nutzen, um genussreich und teils exzessiv in „göttliche“ Sphären zu tranzendieren.
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Elemente derartiger Techniken/ Heilslehren finden heute weithin offene Türen. Auch unter Christen sind manche dieser Lehren und Praktiken „in“. Warum sollte man sich klärender Meditation, harmonisierender Körperübungen, heilender Akkupressur, wohltuendem Handauflegen oder Bachblüten enthalten? Was kann es schaden, wenn ich mich um eine ruhige, „zentrierte“ Innenwelt in einer unruhigen Außenwelt konsequent bemühe? - Eine distanziert-kritische Einstellung bibelgläubiger Mitmenschen  zu diesen Erfahrungswelten wird zunehmend verständnislos bzw. mitleidig zur Kenntnis genommen. Bei mir z. B. waren alle Erfahrungen damals von scheinbar definitiven Gefühls- bzw. Erscheinungserlebnissen begleitet. Diese gingen allerdings nach einiger Zeit so überraschend wie sie gekommen waren. In der Zwischenzeit hatten sie jedoch suchtartigen Abhängigkeitssog ausgeübt, indem sie wahre Heilswege versprachen bzw. vorgaukelten.

Als mir dann noch im „Regiatrex“-Verlag erschienene Bücher wie „Von wegen Hölle“ und „Jesus Christus ist unsere Mitte“, gespickt mit Bibelsprüchen sowie Trainingsanleitungen eigener Gedankenkraft geschenkt wurden, schien eine Schubladensammlung komplett. Obwohl ich nach einem Unfall kräftemäßig stark behindert war, schien mir subjektiv alles möglich zu sein. Nun, nicht umsonst sagt die Bibel: Der Fürst der Welt....ist der Vater der Lüge von Anfang an.

 

Rettung

Doch da waren wiederholt diese mutigen Zeugen, die JESUS CHRISTUS als Sohn GOTTES und HEILAND, als persönlichen Lebensmittelpunkt bezeugten, der menschliche Selbstverwirklichungskonzepte überflüssig macht. Es war wohl ihr Mut, der mir Respekt abnötigte, so dass ich mich schließlich entschloss, selbst in die Bibel zu schauen - gewissermaßen, um auch diese Heilslehre „abhaken“ zu können. Ich hätte mich vielleicht nicht zurechtgefunden, wenn man mir nicht eines Tages den Aidlinger Bibellesezettel zugesteckt hätte. Kaum wurde meine Sicht klarer. Aber ich wollte es nun wissen. Nach 10wöchiger mühsamer Lektüre holte mich JESUS CHRISTUS im Advent 1994 völlig überraschend aus dem Schlamassel: Es war wohl nichts als Gnade, dass meine Sucht nach Meditations- und anderen Praktiken über Nacht aufhörte. Auch die frühere Seminarleitertätigkeit.

Durch Matthäus 12, 43-45 „Von der Rückkehr der bösen Geister“ wurde  blitzartig klar dass nicht ich die Geister bzw. Psychotechniken in der Hand hatte und auch nichts mehr aus diesen Jahren verantworten konnte. Es überkam mich jeden Tag neu während dieses Advents, um mich einiger Brocken der erkannten Übelkeiten schuldig zu bekennen vor GOTT und den Menschen. Am Tag vor Heilig Abend musste ich alles aufschreiben und JESUS CHRISTUS bitten, als Heiland in mein Leben einzutreten und Seinen Neuen Bund mit mir zu schließen. Monate später erfuhr ich von bekennenden Christen - dass man eben auf diese Weise ein solcher werden kann.

 

Aus rd. 3000 biblischen Verheißungen, die auch wir in unserem Christenleben in Anspruch nehmen dürfen:

¨       So liegt es nun nicht an jemandes Wollen oder Laufen sondern an Gottes Erbarmen.  Römer 9, 16

¨       Tut von Euch die fremden Götter, die unter euch sind und neigt euer Herz zu dem HERRN.  Josua  24, 23

¨       Lasst euch von keiner Ideologie oder irgendwelchem leeren Gerede einfangen. All das haben sich Menschen ausgedacht; aber hinter ihren Gedanken stehen dunkle, dämonische Mächte und nicht CHRISTUS.  Kolosser 2, 8

¨       Segen gehe von Euch aus. Ihr seid ja berufen, um göttliche Segnungen zu empfangen und weiterzugeben. 1. Petrus 3, 9

¨       Wenn jemand zu Euch sagen wird: „Siehe hier ist der Christus! Siehe da ist er“, so glaubt es nicht.  Markus 13, 21, vgl. Matthäus 24, 23-26

¨       Dies ist der GEIST der Wahrheit. Die Welt kann Ihn nicht aufnehmen, denn sie ist blind für Ihn... Aber ihr kennt Ihn, denn Er lebt schon jetzt bei euch und einmal wird Er in euch sein.Johannes 14, 17

¨       Lasst euch vom GEIST erfüllen. Epheser 5, 18

¨       Wer Mich ehrt, den will Ich auch ehren  1. Samuel 2, 30

¨       Sorgt euch vor allem um das Reich GOTTES, dann wird euch GOTT alles andere geben  Lukas 12, 31

¨       Wende meine Augen ab, dass sie nicht sehen nach unnützer Lehre und erquicke mich auf Deinem Wege  Psalm 119, 17

 

Fazit

o        Lob, Preis und Dank für die mutigen Zeugnisse und Zusprüche von Christen, die sich Tag für Tag wunderbarerweise erfüllen

o        JESUS CHRISTUS, unser Weg, unsere Wahrheit, unser Leben: Er ist das Licht der Welt – und der Welt eine Torheit

o        Wenn wir Sein Wort, Seine Nähe erstreben, wird es für uns überquellende Lebenskraft und überwindet den trotzigen natürlichen Menschen.

o        Bis dahin unfassbar erscheinende biblische Gebote und Voraussagen erleben wir zunehmend als persönliche Verheißungen, als Quellen der Freiheit

o        In Ihm wurde GOTT Mensch und starb für uns, dahingegeben, um die Kluft zu GOTT für alle zu überwinden, die Ihn in ihr Leben aufnehmen

o        Wer Ihn hat, hat das ewige Leben. Er ist der HERR über alle Welten, Mächte und Gewalten, sichtbar wie unsichtbar.

o        Er lehrt uns, Ihn über alles zu lieben und lehrt uns durch Seinen GEIST, Seine Gebote zu halten und Seine Verheißungen mutig in Anspruch zu nehmen.

o        Täglich füllt Er unsere Hände neu. Er sorgt für uns. Er ist treu. Er ist Licht und Liebe.

 

Tipps:Aidlinger Bibellesezettel, download aus www.bibel.com; Dan Johnson: In der Stille vor Gott, www.cv-dillenburg.de

 

 

 

Erlebnisse eines ehemaligen Diskothekenbesitzers

 

Kindheit und Schule

Begonnen hat alles im Jahre 1971. Ich kam gesund als 2. Kind zur Welt. Meine Schwester ist 9 Jahre älter als ich und ebenfalls verheiratet mit 2 Kindern. Als Kleinkind musste ich schon sehr früh lernen, alleine zu Hause zu sein. Meine Eltern mussten Vollzeit arbeiten um das Haus zu finanzieren. Meine Mutter hatte eine Stelle Als Reinemachefrau beim Staat, mein Vater ist Zimmermann. Mittlerweile sind beide in Rente. Ich erinnere mich noch sehr gut daran, dass ich mich oft bei uns in der Küche unter der Eckbank verkroch. Oft schlief ich dort auch einfach ein, bis meine Eltern nach Hause kamen. Ich begann mit etwa 10 Jahren mit dem Fußballspielen im Verein. Ich eiferte diesem Sport sehr nach. Mind. 3 - 5 mal pro Woche war ich mit Fußball beschäftigt. Ich besuchte die Hauptschule bis zur 6. Klasse und wechselte dann in eine Realschule. Einige Verweise bekam ich dort schon, doch die wenigsten  wurden daheim zur Unterschrift gezeigt. Genannt hat man mich nicht nach meinem eigentlichen Geburtsnamen. Bekannt (oder mehr berüchtigt) war ich eher unter dem Namen „Steve“, was eine engl. Ableitung meines eigentlichen Namens ist. Das lag daran, dass wir als Kinder eine bekannte Fernsehserie nachspielten und ich so den Namen eines Schauspielers (!) bekam. 1988 dann der Realschulabschluss, den ich so mittelmäßig absolvierte.

 

Beruf und die erste große Liebe

Mittlerweile war ich 17 (1988) und wollte unbedingt zur Polizei. Die Aufnahmeprüfung absolvierte ich ziemlich gut, vor allem im Sport. Im März 1989 wurde ich nach Würzburg versetzt, um dort meinen ersten Arbeitstag zu beginnen. Meine erste Freundin hatte ich zu dieser Zeit schon. Ich war schwer verliebt und so kam es mir ziemlich recht, dass der zuständige Arzt auf der Polizeischule mich vorläufig wegen meinem Hohlrücken für untauglich erklärte. Irgendwie verlief sich das ganze und ich begann eine neue Lehre als Radio- und Fernsehtechniker. Sportmäßig konnte ich mich immer mehr steigern und fand auch bis zu 5 mal die Woche Befriedigung auf dem Fußballfeld. Ich fuhr schon das erste Mal mit 14 „schwarz“ Auto und mit 17 baute ich meinen ersten Unfall mit dem Auto meiner Freundin, doch ich kam unbemerkt davon. Das Auto und der Führerschein meiner Freundin mussten daran glauben, da sie die Schuld auf sich nahm. >>> Prediger 11,9

 

Erste Kontakte mit dem Alkohol

Das Ausgehen war mir sehr wichtig, doch erst mit 17 bzw. 18 hatte ich mehr Freiheit dafür, da meine Mutter noch sehr auf pünktliches Nachhausekommen achtete. Mit Alkohol hatte ich sehr früh Kontakt, etwa so mit 14-15 Jahren. Oft war ich mit meinen Freunden sehr betrunken und spielte schon zu dieser Zeit immer eine Schlüsselrolle in der Clique. Ich war sehr tonangebend und kritikscheu. Mich reizten schon immer verborgene und verbotene Dinge. Zu dieser Zeit hatte ich viele Freunde, auch gründete ich mit Ihnen einen Freizeitclub, wo ich zum Vorstand gewählt wurde. Immer musste alles nach meiner Nase tanzen und am liebsten erledigte ich die Sachen alle selbst. Ungern gab ich Arbeit weiter. Selbst achtete ich sehr auf Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit. Beruflich hatte ich eine für mich schlechte Wahl getroffen, setzte der Beruf doch viel Wissen im Rechnen und Physik voraus. (Radio und Fernsehtechniker). Doch gerade das lag mir gar nicht. Die praktische Seite an diesem Beruf jedoch gefiel mir sehr gut. Die Berufsschule war katastrophal für mich, wahrscheinlich dachten die Lehrer ebenso über mich! Kurz vor der Gesellenprüfung musste mein Ausbildungsbetrieb aus wirtschaftlichen Gründen schließen und so jobbte ich mich durch, u. a. als Paketzusteller. Doch dort war mir das Glück auch nicht hold. Nachdem ich trotz intensiver Fahrausbildung ein Auto zu Schrott fuhr, war es wohl besser, sich nach etwas anderem umzuschauen. Danach begann ich eine Umschulung zum Groß- und Außenhandelskaufmann in einer Gastronomieeinrichtungsfirma. Mittlerweile war ich 23 Jahre. In diesem Berufszweig fühlte ich schon wohler, da mir das Kaufmännische eher lag. Aufgrund meines mittleren Bildungsabschlusses, verkürzte ich die Ausbildung um ein halbes Jahr und erlangte endlich den langersehnten Gesellenbrief als Groß- und Außenhandelskaufmann. Geld hatte ich nie viel, und wenn, dann gab ich es meistens fürs Ausgehen oder für Urlaub aus. Mit meinem besten Freund  reiste ich viel um die Welt und verprasste das Geld. Oft pumpte ich meine Eltern an. Das erste Traumauto war auch von meinen Eltern finanziert worden. In der Firma, in der ich die Umschulung als Kaufmann machte, wurde ich übernommen. Erst im Büro und Lager, später meinte man, mich mit meinem (vorlauten) Mundwerk im Außendienst unterzubringen.

 

Der entscheidende Schritt ins Nachtleben

Nach einem halben Jahr bekam ich jedoch ein  sehr verlockendes Angebot als Betriebsleiter in einer Erlebnisgastronomiekette. >>> Sprüche 5,3. Trotz der vielen Bewerber und meines jungen Alters, entschied sich die Firma für mich. Ich verdiente sehr gutes Geld, musste aber viel dafür arbeiten, fast ausschließlich nachts. Doch ich blühte mit meinen 24 Jahren regelrecht auf und so machte mir das viele Arbeiten nichts aus. Zu dieser Zeit ging meine erste ernstzunehmende Beziehung auseinander. Doch das Nachtleben hatte noch viel mehr zu bieten, als eine feste Beziehung einzugehen. >>> Sprüche 2,10 Meine Charakterzüge konnte ich in meiner Position als Chef erstmals beruflich richtig ausleben. So herrschte ich auch über ein Jahr lang. Doch das Geschäft blühte mit mir regelrecht auf. Ich brachte viele Ideen und Vorschläge, die gut beim Publikum ankamen. Auf das Angebot meines Chefs, den Laden zu kaufen, ging ich ein. Mit einem Geschäftspartner investierte ich eine riesige Summe Geld, um die „Goldgrube“ zu kaufen! Während dieser Zeit lebte auch ein weiteres Hobby in mir auf – das Motorradfahren. Ich weiß nicht, wie viel Schutzengel wegen mir schon ins Schwitzen kamen, jedenfalls war es mein reinstes Vergnügen, schwere und schnelle Motorräder zu fahren. Dieser Steve war wirklich „glücklich“! >>>  Prediger 1:8

 

Heirat und Geburt des Sohnes

1996 lernte ich meine spätere Frau kennen. Sie wurde schwanger und im Juli 1997 heirateten wir in Dänemark. Mir war das Geschäft immer wichtiger gewesen, als alles andere. Dass meine Frau Vollzeit im Geschäft mitarbeitete, war für mich selbstverständlich geworden. Unser mittlerweile zur Welt gekommener Sohn Stephan jr. verbrachte die meiste Zeit bei meinen Eltern. 1998 ging es geschäftlich immer mehr bergab. Das Verhältnis zu meinem Geschäfts-Partner verschlechterte sich immer mehr. Aufgrund meiner temperamentvollen und autoritären Art, übernahm ich den größten Teil im Betrieb und lies ihm sehr wenig Spielraum.

Die Ehe mit meiner Frau verlief so einigermaßen normal bis dahin, obwohl wir des Öfteren heftig miteinander stritten, meistens wenn Alkohol im Spiel war. Ich hielt mich dennoch immer auf der gerechten Seite. Selbst der Glaube an GOTT war vorhanden, ja ich glaubte sogar fest an seine Existenz, doch fragte ich ihn nie um Rat und regelte mein Leben so, wie es mir am besten schien. Katholisch geprägt, meinte ich, Werke zu vollbringen, um noch gerechter zu werden. >>> Gal.2,16; Luk.17,10

Im Mai 1999 trennten sich die Wege von mir und meinem Geschäftspartner. Die finanzielle und persönliche Lage hatte sich derart verschlechtert, dass eine Trennung unvermeidbar war. Mit einem riesigen finanziellen Aufwand rettete ich die Firma vor dem Untergang. Das letzte Ersparte von meiner Frau, mir und meinen Eltern floss in die Firma ein. Im Glauben, dass von nun an alles wieder besser laufen würde, ging ich die Sache mit neuem Mut an. Doch der von mir neu erstellte Sparplan konnte der allgemeinen wirtschaftlichen Lage nicht standhalten. Meine Frau hielt immer fest zu mir, obwohl ich meiner Familie verhältnismäßig wenig Zuneigung und Zeit widmete. Zwar konnte ich für kurze Zeit wieder schwarze Zahlen schreiben, doch die finanziellen Verpflichtungen waren zu hoch und die Umsätze zu schwach. Mittlerweile hatte meine Firma einen sehr verbreiteten positiven Ruf  in ganz Oberfranken erlangt. Doch keiner wusste, was sich hinter den Fassaden für Kraftakte versteckten.

Viele Bekanntschaften waren nur aufgrund meiner Stellung als angesehener, selbständiger Discothekenbesitzer wurzelnd. Das eingeflossene Geld, was eigentlich die Firma retten sollte, schmolz dahin.

 

Die Trennung und der Zerbruch

Die Situation wurde für mich und dem Geschäft immer kritischer, was sich äußert schlecht auf mein Gemüt und folglich auf meine Familie auswirkte. Als Ehemann wurde ich immer unerträglicher. >>> Sprüche 28:14b. Kurz nach meinem 30. Geburtstag gestand mir dann meine Frau, dass sie sich in einen anderen verliebt hatte, noch dazu jemandem, den ich schon sehr lange kannte. Das traf mich wie eine Bombe. Das erste Mal verstand ich, dass sie es ernst meinte. >>> Gal. 6,7. Erst versuchte ich meinen Frust im Alkohol zu lindern, was soweit ging, dass ich Selbstmordgedanken hegte. Völlig verzweifelt betrank ich mich in meiner abgeschlossenen Wohnung. Da ich zu dieser Zeit auch Schlaftabletten nahm, war die Wirkung um so verheerender. Ich wurde mit schwerer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus gebracht. Auf eigene Verantwortung verlies ich dieses wieder und lies mich von meinem Freund auf den Flughafen fahren, in der Hoffnung dort mit dem nächst besten Flugzeug zu entfliehen. Ein Flugzeug ging seltsamer Weise keines mehr, was mich sehr verwunderte! So war ich gezwungen, in der Stadt ein Hotelzimmer zu nehmen. Mit dem Taxi fuhr ich über 1 Stunde durch die Stadt, doch es war kein Zimmer für mich frei, da Eishockeyweltmeisterschaften in dieser Stadt waren und so sämtliche Hotels ausgebucht waren. Doch wie ein Wunder konnte der Taxifahrer mir noch ein Zimmer organisieren. Am nächsten Tag wurde ich endlich etwas klarer im Kopf und versuchte mich in der fremden Stadt abzulenken. Die Situation zu Hause hatte sich verschlechtert.

 

GOTTES „erstes“ Werkzeug

Doch es sollte alles ganz anders kommen. Ich vertrieb meine Zeit beim Einkaufen und traf auf einen Straßenprediger in der Fußgängerzone, welcher der hektisch vorbeiziehenden Menschenmenge GOTTES Wort verkündete. Keiner hörte ihm zu. Aus sicherer Entfernung beobachtete ich diesen. Als er schließlich einpacken und gehen wollte ging ich auf ihn zu (was eigentlich gar nicht meine typische Art ist, mit Menschen zu reden, die sich so präsentieren!). Mir war dieser Mensch sehr seltsam vorgekommen. Doch mit einer mutigen und ehrlichen Weise sprach er von seinen eigenen begangenen Sünden und Leben. Es war ein kurzes Gespräch. Er stammte auch aus Bayreuth (!), erzählte mir von JESUS und dem Evangelium und gab mir ein Neues Testament zum Lesen mit. Ich steckte es in meine Tasche und ging weiter. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich ein erstes Schuldgefühl in mir. Ich dachte, es würde GOTT gefallen, wenn ich Gutes tue. Ich ging auf an der Straße sitzende und liegende Bettler zu, gab ihnen Geld oder was zum Essen. Ich besuchte Kirchen, in der Hoffnung, dort auf diesen GOTT zu treffen, der mir helfen konnte und mir meine Frau wieder zurückbringen würde. Es war eine sehr fromme Einstellung, die sich in mir weckte. Auch einen sehr mager besuchten Mittagsgottesdienst besuchte ich, an dessen Predigtinhalt ich mich nicht mehr erinnern kann. Jedenfalls half mir er nicht weiter. Mein Elend und meine innerliche Wut versuchte ich noch im Klamottenkaufen zu ersticken. >>> Psalm 77,3

 

GOTTES „zweites“ Werkzeug

Am nächsten Tag spazierte ich wieder unter strahlendem Himmel, es war Anfang Mai, in der Fußgängerzone. Es fielen mir verschieden beschriftete Plakate auf, die rechts und links von mir hingen. Sie waren mit Texten aus der Bibel beschriftet. Schließlich sah ich einen sehr alten, grauen Mann, der selbst vorne und hinten mit GOTTES Wort plakatiert war, auf. Ich ging auf ihn zu und unterhielt mich mit ihm. Mein äußerlicher Eindruck und mein wie von einem Strick zusammengezogene Hals beim Sprechen über meine Situation sprachen für sich. Auch dieser alte Mann, der erstaunlicher Weise ebenfalls aus Bayreuth kam (!), gab mir zu lesen und seine Adresse mit. Es war mir, als ob er durch mein Herz hindurchblickte und er meine Situation genau kannte. Er erzählte mir von GOtt und Seiner Liebe zu den Menschen und dass wir alle in Sünden leben und ER sie allein vergeben kann. Irgendwie kam ich langsam ins Grübeln und hatte allmählich das Gefühl, als ob mir jemand eine Botschaft mitzuteilen hätte. Während meines 1-wöchigen Aufenthaltes aß ich bewusst keinen Bissen. Mir war, als ob ich durch Fasten, wobei ich noch nicht wusste, wozu es im eigentlichen Sinne gedacht ist, einem gnädigen GOTT begegnen zu können. Ich verbrachte noch einige Tage dort und fuhr wieder mit dem Zug nach Hause, nachdem alles Geld verbraucht war.

 

GOTTES „drittes“ Werkzeug

Dort angekommen hatte sich allerdings, entgegen meiner Hoffnungen, nichts verändert. Ganz im Gegenteil. Es trugen sich noch mehr Wahrheiten über meine Frau und ihrem neuem Partner zusammen, die mich immer mehr in die Tiefe zogen. Da wir immer noch eine gemeinsame Wohnung hatten und ich versuchte, meiner Frau klar zu machen, dass mir alles leid tue, entschloss ich mich, nachdem keinerlei Frucht zu sehen war, auszuziehen. Alle Anstrengungen, meine Frau umzustimmen, schlugen fehl. Aus der Tageszeitung suchte ich mir kleinere Wohnungen heraus. Nach 2 oder 3 Besichtigungen kleinerer Appartements, stieß ich an eine Immobilienfirma, die Wohnungen vermittelte. Ich nahm den Termin war und traf mich mit dem zuständigen Hausmeister. Durch die Wohnanlage laufend, entwickelte sich ein Gespräch, auch über meine momentane Situation. Wir besichtigten 2 bis 3 Wohneinheiten und gelangten schließlich in eine schöne, leere 1 ½ Zimmer Wohnung. Dort führten wir das Gespräch weiter, doch zu meinem Erstaunen, erzählte mir dieser Hausmeister unter Tränen aus seinem früheren Leben als schlechter Ehemann usw. Ich vertraute ihm durch diese Offenheit  immer mehr bis auch ich ihm meine Situation geschildert hatte. Er blickte mich sehr ernst an und sagte folgende Worte: „Vertrauen Sie alles dem HERRN an“. Es war erst Stille und sein Gesichtsausdruck zeigte eine gewisse Unsicherheit aber Ehrlichkeit über meine zu erwartende Reaktion. Erst konnte ich es nicht glauben, dass ich schon wieder durch einen Fremden auf GOTT angesprochen wurde. Ich begann zu weinen. Jetzt schloss dieser Mann die Türe hinter uns und fiel auf die Knie, um zu beten. >>> Hiob 33,29-30

 

Bekehrung und GOTTES wunderbare Führung

Das war für mich einfach zu viel, doch sämtliche Scham und Eitelkeit waren wie weg geschmolzen und ich fiel ebenfalls auf die Knie und hörte dem Gebet unter viel Schluchzen und Weinen zu. Mir war danach irgendwie viel besser, obwohl ich nicht mehr weiß, was mir alles durch den Kopf ging. Ich bat diesen JESUS um Hilfe! >>> Psalm 116,4. Tief im Innersten meines Herzens verspürte ich tiefe Reue und Buße über mein bis dahin jämmerliches Leben. Jedenfalls änderte sich von da an mein Leben kontinuierlich. Dieser Hausmeister war ein gläubiger Christ, der sich in schweren Stunden um mich kümmerte, mich in seine Gemeinde führte und mich zu Bibelstunden und Gottesdiensten einlud. >>> 1.Mose 24,27 Ich konnte zu diesem Zeitpunkt noch nicht abschätzen, was es heißt, wahrer Christ zu sein, doch bin ich sicher, dass die Bekehrung ab diesem Zeitpunkt begonnen hat. Ich gab mein Leben völlig in GOTTES Hand, obwohl noch manches in meinem Leben  ins Reine gebracht werden musste. So nach und nach wurde mir klar, dass ich ein verlorener Sünder bin, was es heißt zu sündigen und dass ohne JESUS kein ewiges Leben im Himmel möglich ist. Durch tägliches Beten und Lesen in seinem Wort führte er mich in die Tiefen seiner Liebe und Gnade. Mir wurde mehr und mehr klar, dass von nun an der Tod nur der Durchgang ins ewige Leben ist, dass JESUS für meine Süden am Kreuz von Golgatha gestorben und ER mein Retter und Heiland ist!

 

Und das Geschäft, die Discothek???

Nach einem halben Jahr waren die letzten Reserven meiner Firma verbraucht und ich war zahlungsunfähig. Die hohe Miete jeden Monat konnte ich nur noch stotternd abzahlen. Auch mein unnachgiebiger Vermieter trug einen wesentlichen Teil dazu bei, dass ich meinen Betrieb letztendlich schließen musste. Doch es vergingen noch viele Monate bis dahin. Noch glaubte ich, diese Discothek ließe sich mit dem Glauben vereinbaren und so begann ich christliche Traktate zu verteilen, sehr zur Verwunderung meines Personals und der Gäste natürlich. Etliche Fragezeichen stiegen von den Köpfen der Gäste und der Mitarbeiter hoch, da sie doch sahen, dass sich etwas in mir verändert hat. Doch fühlte ich mich immer unwohler, ja wie ein Fremdkörper. In der Hoffnung, einigermaßen finanziell gut aus dieser Miesere zu kommen, versuchte ich, den Laden zu verkaufen. Doch es war kein Investor in Sicht, selbst als der Verkaufspreis immer niedriger angesetzt wurde. Ich war dem Verzweifeln nahe. Immer mehr näherte sich die Frage der Betriebsaufgabe.

Ich hatte viel Angst davor. Mittlerweile beschäftigte mich der Gemeindeleiter in seinem Ing. Büro als techn./kaufm. Angestellter, was mir sehr half, geistlich und finanziell auf die Beine zu bleiben. Auch für ihn war es nicht leicht, einen gläubigen Mitarbeiter zu beschäftigen, der nebenbei noch eine Discothek führt. Immer wieder in der Hoffnung, doch noch einen Käufer zu finden, zögerte ich, den Betrieb in den Konkurs zu führen.

 

Ein zweites Wunder

Mein bester Freund war zu dieser Zeit ebenfalls, letztendlich auch durch den von GOTT ermöglichten Lebenswandel an mir, in einen Gewissenskonflikt geraten. So benutzte GOTT ihn letztlich, mich zu einem entscheidenden Schritt zu führen. Mir wurde an einem Sonntag nach dem Gottesdienst, an dem auch mein bester Freund sehr vertieft  teilnahm, klar, dass ich ihm kein klares Zeugnis sein kann, solange ich diese Discothek noch besitze. >>> 5.Mose 5,20. Noch am selben Tag entschied ich mich, den Betrieb aufzugeben. Wir fuhren beide ins Geschäft und räumten die Schnapsregale leer, um die Ware den Lieferanten zurück zu geben. Ich beschloss, bis zum Ende des Monats den Betrieb zu schließen und den Weg der Insolvenz zu gehen. >>> Römer 9,1 Einige Tage später durfte auch Bernd zum Heiland finden. Noch im gleichen Jahr ließen wir beide uns im Namen des HERRN JESU taufen und übergaben unser altes und neues Leben dem Heiland. Dieser alte „Steve“ konnte endlich ersäuft werden. Stephan war geboren, ein neuer Mensch mit einem neuen Herzen. (2.Kor.5,17; Hes.36,26.27).

       

Das entgültige Aus mit der Discothek/Scheidung der Ehefrau

Am 31. Januar 2002 kündigte ich mein Gewerbe und den Mietvertrag. Es war ein gewaltiger Schritt, der mir erst viel Angst bereitete und letztendlich so viel Erleichterung nach sich zog. GOTT schenkte mir viel Kraft und Mut dazu. Rückblickend konnte ich es nie begreifen, wie ich als Gläubiger diese Zeit überhaupt durchhalten konnte. Aus heutiger Sicht muß ich nur bekennen, dass es reine Gnade war, die GOTT mir schenkte. Auch wurde mir schrittweise aufgezeigt, dass sich viele Dinge im Leben nicht mit einem wahrem Christenleben vereinbaren lassen. GOTT hat mich nie vergewaltigt oder gedrängt während meines Glaubenslebens. Behutsam und gerecht, aber unausweichlich führte ER mich zur Selbsterkenntnis. Ich könnte seit der Bekehrungsphase bis heute so viele Wunder erzählen, die ER an mir tat. Nie ließ Er mich allein. Er bewahrte mich so oft in meinem Leben vor dem Tod und vor Unheil. So oft sprach er durch jene Erlebnisse zu mir, ohne meine Aufmerksamkeit bekommen zu haben. Erst als ER mir meine Frau nahm, erkannte ich, dass GOTT zu mir sprach. Und bei all den vielen Möglichkeiten, die der ALLMÄCHTIGE hat, entschied ER sich noch für eine sehr gnadenvolle Weise, zu mir zu reden. Ohne schmerzlichen Verlust eines engeren  Familienmitgliedes oder einer vielleicht unheilbaren Krankheit durfte ich ein GOTTES Kind werden. Mir wurde auch klar, dass GOTT auch durch Krankheit und Tod zu den Menschen spricht. Dabei will GOTT nie und nimmer zu so schmerzhaften Mitteln greifen, um  zu Seinen Geschöpfen zu reden. Er gab uns Sein heiliges Wort, die Bibel, die uns der Sünde überführt, wenn wir sie aufrichtig und ehrlich lesen. Er redet durch die Natur, durch all das für Menschen Unerklärliche usw.  Doch wie auch ich, sind die meisten Menschen der heutigen Zeit, mit so viel anderen wichtigeren und oft schmutzigeren Dingen beschäftigt, das keine Zeit für GOTT bleibt. Jeder sucht nur sein eigenes Glück. Und so gehen viele ihrem eigenen Verderben nach. Ich bin GOTT dankbar, dass er mich rechtzeitig zu sich gerufen hat. (Jesaja 43,1). Möge ER dieses heilbringende Gnadenwerk an noch vielen anderen beginnen und vollenden! Ich möchte keine Minute missen, auch die Momente und Situationen, die schmerzten oder wehtaten. Alles führt ER zum Besten hinaus (Römer 8,28). ER sorgt sich täglich um mein Wohl und hält mich in den Seilen seiner Liebe fest, ohne mich dabei zu fesseln, wie es der Fürst dieser Welt mit uns tut. (Hosea 11,4 und 1.Petrus 5,8) . Die Liebesseile zu JESUS werden täglich kürzer und somit auch fester, IHM immer ähnlicher werden durch seine tägliche Nähe.

Seit Anfang Februar 2003 schenkte mir GOTT einen Beruf als Altenpflegehelfer in einem Alten- und Pflegeheim in Bayreuth. Ab Juni 2003 bekomme ich, dank seiner unglaublichen Gnade, für zwei Jahre eine Umschulung  an der evang. Altenpflegeschule bezahlt, um das Examen als Altenpfleger zu machen. (Psalm 4,4 nach - Luther-Übersetzung)

Leider lies sich Mitte 2003 auch meine Frau von mir scheiden. Doch GOTT schenkte auch hier Seine Gnade, denn wir verstehen uns sehr gut miteinander und ich darf unseren gemeinsamen Sohn Stephan (6) regelmäßig sehen.

Ich nehme 1 bis 2 mal pro Jahr, soweit es zeitlich möglich ist,  an Missions-Ostfahrten in Entwicklungsländer teil. Als Folge meines Verlangens, mehr und mehr diesen wunderbaren GOTT kennen zu lernen, begann ich einen Kurs an einer Bibelschule in der Schweiz. Ich lese täglich im Wort und in Biographien begnadeter Missionare und Evangelisten, um mehr und mehr im Glauben an den HERRN JESUS CHRISTUS zu wachsen. Ihm allein gebührt alle Ehre, für alles, was Er in meinem Leben getan hat und noch tun wird! „Daher beruht mein Glaube nicht auf das, was ich weiß, was ich fühle oder bin, sondern einzig allein auf Christus und auf dem, was er für mich tat und noch tun wird!“

 

Allen Lesern empfehle ich die angegebenen Textstellen in der Bibel nachzulesen. (Nach Möglichkeit Elberfelder oder Schlachter oder Lutherübersetzung!). Anhand des Wortes GOTTES lässt sich erst richtig erkennen, wie sehr GOTT nach meinem und auch Deinem Leben eifert. Dass Sein Wort unser Leben spiegelt und niemand eine Ausnahme ist. (Römer 3,10-12). GOTTES Gnade allen Leserinnen und Lesern! JESUS ist auch für Dich gestorben!

 

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