Jesaja 66,22ff. - Sabbat im zukünftigen Reich GOTTES?
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- Category: Sabbatismus
- Published on Friday, 16 December 2011 18:28
- Written by Roland Odenwald
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Einige Sabbatisten benutzen folgende Bibelstelle zur Begründung der Sabbat-Irrlehre:
Denn gleichwie der neue Himmel und die neue Erde, die ICH mache, vor MIR bestehen, spricht JaHWeH, also wird euer Same und euer Name bestehen. Und alles Fleisch wird von Neumond zu Neumond und von Sabbat zu Sabbat kommen, um vor MIR anzubeten. (Jesaja 66,22ff.)
In Wahrheit sagt die Jesaja-Stelle nichts über die Zustände im künftigen Reich GOTTES aus. Jesaja war ein vorexilischer Prophet, der die Wegführung Israels ins Exil voraussagte, und als Fernsicht auch schon die Rückkehr und den Zustand danach im erneuerten Isarel. Er behauptet aber nicht, dass auf der neuen Erde und im neuen Himmel der Sabbat gefeiert wird. Er vergleicht nur die Unvergänglichkeit Israels mit der Unvergänglichkeit des neuen Himmels und der neuen Erde. Dort wird ein anderer Kalender sein als heute; denn es gibt laut Offenbarung 21,23; 22,5 in der Heiligen Stadt weder Tag noch Nacht, weder Sonne noch Mond/Neumond, weder Samstag noch Sonntag.
Obige Jesajastelle weissagt die Zustände nach der Rückkehr aus der Babylonischen Gefangenschaft, dasss im Tempel zu Jerusalem alle Heiden anbeten werden, wie es sich ja auch erfüllt hat zur Zeit, als z. B. der Kämmerer aus dem Mohrenland und viele andere aus allen Nationen nach Jerusalem strömten, um dort anzubeten. Bester Beweis für diesen Vorgang ist die Tatsache, dass es seit dem nachexilischen Tempel einen Vorhof für die Heiden gab.
Der ständige Missbrauch alttestamentlicher Bibelstellen durch die Sabbatisten beweist nur umso deutlicher ihr Scheitern am Bibeltext, weil sie sich hartnäckig weigern, anzuerkennen, dass der Alte Bund zu Ende ist. Im Neuen Bund geschieht die Vollendung im Geiste, was im Alten Bund im Fleische angefangen hat: Steintempel ==> geistlicher Tempel: Beschneidung am Fleisch ==> Beschneidung geistlich; Sabbat als Samstag ==> Endgültige Sabbatruhe. Die Sabbatisten gehen gerade den entgegengesetzten Weg. Sie wollen im Fleische vollenden, was im Geiste angefangen hat (Galater 3,3).
Der Apostel Paulus schreibt zu der schon damals müßigen Sabbatfrage: Der eine hält einen Tag besonders, der andere hält alle Tage gleich (Römer 14,5). Auch dass JESUS und die Jünger den Sabbat hielten, ist kein Beleg dafür, dass wir heute den Sabbat zu halten hätten. JESUS und die Jünger lebten zunächst ja noch im Alten Bund, zudem waren sie als Juden ganz dem jüdischen Gesetz untertan. Den Christen aus den Nationen aber sind, außer den vier bekannten Stücken aus Apostelgeschichte 15,29, die Gebote der Juden nicht gegeben.
Quelle: Glaubensnachrichten 12/2011, S. 4




