Weihnachten feiern - um Menschen zu gewinnen?

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Weihnachtsfrei"Natürlich weiß ich, daß Weihnachten heidnischen Ursprungs ist", sagte ein Geistlicher von der Tokioter Zionskirche, "aber solange sich der Mann auf der Straße am 25. Dezember für das Christentum interessiert und kommt, um die Lehren des ehrenwerten Jesus kennenzulernen, hat Weihnachten seinen Platz in der christlichen Religion." Viele schließen sich dieser Überlegung an. Können wir uns vorstellen, daß solche Kompromisse richtig sind?

Einige argumentieren, sogar Paulus habe Kompromisse gemacht, um Gläubige zu gewinnen. Er schrieb:

[Ich bin] freiwillig aller Knecht geworden, um recht viele (für den Glauben) zu gewinnen. . . . Mit den Heiden, die ohne das Gesetz leben, bin ich umgegangen wie einer, der das Gesetz nicht kennt . . ., um die, die das Gesetz nicht kennen, zu gewinnen. . . . Das alles tue ich der Frohen Botschaft wegen, um an ihrem Segen teilzuhaben (1. Korinther 9,19-23, Albrecht).

Rechtfertigen diese Worte die Übernahme eines heidnischen Festes, um Nichtchristen für das Christentum zu gewinnen?

Betrachten wir einmal das von Paulus Gesagte im Zusammenhang. Gemäß Vers 21 sagte er:

. . . während ich doch GOTTES Gesetz nicht verachte, sondern im Gesetz CHRISTI lebe (Alb).

Somit machte er keine Kompromisse, durch die er CHRISTI Gesetz übertreten hätte, sondern er ging mit den Heiden insofern wie einer von ihnen um, als er lokale Sitten und Gebräuche respektierte, solange sie nicht gegen christliche Gebote verstießen.

In Anbetracht dessen müßte man sich fragen, wie das Übernehmen heidnischer Feste in das "Christentum" unter der Bezeichnung Weihnachten wohl im Licht des folgenden biblischen Gebots erscheint:

Zieht nicht in einem fremden Joch mit Ungläubigen! Denn was haben Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit miteinander zu schaffen? ... Oder was hat der Gläubige gemeinsam mit dem Ungläubigen? ... Darum geht hinaus von ihnen und sondert euch ab, spricht der HERR, und rührt nichts Unreines an! Und ICH will euch aufnehmen ...... (2. Korinther 6,14-17)

Ganz gleich, was zur Rechtfertigung vorgebracht wird: Eine Verfälschung der biblischen Botschaft durch heidnische Feste ist auf keinen Fall geeignet, JESUS als Retter willkommen zu heißen. Es wäre im ersten Jahrhundert unpassend gewesen, als JESUS im Fleisch kam, und es ist auch heute unpassend sowie in der Zukunft, wenn CHRISTUS als König kommt, um GOTTES Urteile zu vollstrecken (Offenbarung 19,11-16). Ja, wer heidnische Feste in "christlicher" Verkleidung feiert, könnte CHRISTUS genau so gut verwerfen.


"Heimliche
Christen" nicht zurückgekehrt

Uns sollte das eine Lehre sein, was den japanischen Katholiken während der Schogunatszeit widerfuhr. Als 1614 die Unterdrückung des Katholizismus einsetzte, blieb den etwa 300 000 japanischen Katholiken nur die Wahl zwischen drei Möglichkeiten:

  • als Märtyrer zu sterben,
  • dem Glauben abzuschwören oder 
  • in den Untergrund zu gehen.

Diejenigen, die in den Untergrund gingen, wurden als "heimliche Christen" bezeichnet. Zur Tarnung ihres Glaubens paßten sie sich verschiedenen buddhistischen und schintoistischen Bräuchen an. In ihrer Liturgie verehrten sie Maria Kannon — Maria, verkleidet als buddhistischer Bodhisattwa in Form einer Mutter mit einem Kind. Ihre Feste waren eine Mischung aus Buddhismus, Katholizismus und Volksglauben. Wurden sie gezwungen, buddhistischen Begräbnissen beizuwohnen, sangen sie christliche Gebete und vollzogen modoshi, eine Zeremonie, die den buddhistischen Gottesdienst ungültig machen sollte. Was ist aus diesen "Christen" geworden?

"Die meisten Kirishitans [Christen] entwickelten eine so starke religiöse Bindung, daß es ihnen schwerfiel, die Anbetung schintoistischer und buddhistischer Götter wieder aufzugeben", heißt es in dem Buch "The Hidden Christians" ("Die heimlichen Christen"). Als das Verbot aufgehoben wurde und erneut katholische Missionare nach Japan kamen, blieb die Mehrheit der "heimlichen Christen" bei ihrer Art der Mischreligion.

Könnte die katholische Kirche diese "heimlichen Christen", die sich weigerten, zum Katholizismus zurückzukehren, zu Recht kritisieren? Sie hat ja ebenfalls viele heidnische Lehren und Feste übernommen, wie zum Beispiel das Weihnachtsfest. Kommt es nicht einer Verwerfung Jesu Christi gleich, wenn Katholiken und Protestanten, obwohl sie sich als Christen bezeichnen, ihr "Christentum" durch heidnische Feste entchristlichen?