Die Entstehungsgeschichte des Weihnachtsfestes

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sol invictus1Ein Raubtier im Zoo, das in einem Käfig untergebracht ist, ist immer noch ein Raubtier. Und es wäre ein folgenschwerer Fehler, zu glauben, es sei zahm geworden, nur weil es sich schon eine Weile im Käfig befindet und mit seinen Jungen spielt. Sicher haben wir schon von Angriffen auf Tierpfleger gehört.

In mancher Hinsicht verhält es sich mit dem Weihnachtsfest ganz ähnlich. Anfangs war es ein "Tier", das außerhalb des Christentums lebte. Unter der Überschrift "Verbindung zu den römischen Saturnalien" schreibt die New Schaff-Herzog Encyclopedia of Religious Knowledge zum Thema Weihnachten:

"Die heidnischen Saturnalien und Brumalien waren zu tief im Volksbrauchtum verwurzelt, als daß sie sich von christlichem Einfluß verdrängen ließen. Die Anerkennung des Sonntags (der Tag des Apolls und des Mithras und der Tag des Herrn) durch Kaiser Konstantin . . . ließ es den Christen des vierten Jahrhunderts möglicherweise passend erscheinen, den Geburtstag des Sohnes Gottes mit dem der buchstäblichen Sonne zusammenfallen zu lassen. Das heidnische Fest mit seinen ausgelassenen Feierlichkeiten war so beliebt, daß die Christen über einen Vorwand froh waren, es beibehalten zu können, ohne an der Stimmung oder Atmosphäre viel ändern zu müssen."

Ob diese Entwicklung wohl ohne jeden Widerstand vonstatten ging? In derselben Enzyklopädie wird angemerkt: "Christliche Prediger des Westens und des Nahen Ostens protestierten gegen die ungehörige Frivolität, mit der man Christi Geburtstag feierte, während die Christen Mesopotamiens ihre westlichen Brüder des Götzendienstes und des Sonnenkults bezichtigten, weil sie dieses heidnische Fest als christlich übernommen hatten." Mit Sicherheit war von Anfang an etwas faul. Die Enzyklopädie führt aus: "Doch das Fest gewann rasch an Akzeptanz und war schließlich so fest etabliert, daß nicht einmal die protestantische Revolution des sechzehnten Jahrhunderts es verbannen konnte."

Ja, ein Fest für den Sonnengott, das im biblischen Christentum nichts zu suchen hatte, fand in die vorherrschende Kirche Eingang. Es wurde zwar umbenannt, behielt aber seinen heidnischen Charakter. Außerdem trug es dazu bei, daß in die Kirchen der Christenheit das Heidentum einkehrte und die Religiosität des einzelnen Schaden nahm. Während sich die Christenheit herausbildete, so bestätigt es die Geschichte, traten an die Stelle der anfänglichen Devise „Liebe deine Feinde“ grausame Kriege und moralischer Verfall.

Mit der Zeit wurde offensichtlich, dass dieses Fest trotz seines auf Weihnachten abgeänderten Namens seinen heidnischen Ursprung verriet. Man feierte lärmend und ausgelassen, trank viel, tanzte, beschenkte sich und schmückte die Häuser mit immergrünen Pflanzen. Für das höchste Ziel des Kommerzes — mehr zu verkaufen — hat man Weihnachten auf jede nur erdenkliche Weise ausgenutzt. Die Massenmedien bejubeln es; die Öffentlichkeit amüsiert sich einfach. Ein Geschäft für Unterwäsche im Zentrum Seouls erschien in den Fernsehnachrichten, weil es im Schaufenster einen über und über mit Unterwäsche geschmückten Weihnachtsbaum ausstellte. Die weihnachtliche Atmosphäre war nicht zu übersehen, aber es gab kein Anzeichen dafür, daß man Christus willkommen hieß.

Es ist Fakt, dass niemand den Geburtstag des HERRN kennt. Warum ist das so? Weil GOTT es so wollte. Denn: 

wir kennen von nun an niemandem mehr nach dem Fleisch; und ob wir auch CHRISTUS früher nach dem Fleische gekannt haben, so kennen wir Ihn doch jetzt so nicht mehr (2. Korinther 5,16).

GOTT will also nicht:

1) dass wir Weihnachten feiern,
2) und schon gar nicht in Verbindung mit heidnischen Bräuchen.

Denn wir haben es nicht mehr mit dem irdischen JESUS zu tun, sondern mit dem wiederkommenden HERRN, Der von Sich sagt:

Ehe Abraham ward, bin ICH (Johannes 8,58).

JESUS CHRISTUS ist ohne Anfang, ohne Ende. Unter solchen Voraussetzungen verliert jeder irdische Geburtstag seine Bedeutung.

Schon im Alten Testament wetterten die Propheten gegen die Vermischung des Glaubens mit heidnischem Brauchtum, und die Qualität eines Königs in Israel wurde daran gemessen, wie weit er mit den heidnischen Bräuchen aufräumte, z. B. mit den Höhen und Ascherabildern. Daran zeigte sich, ob sie mit GOTT wandelten wie Asa (2. Chronik 14,1) oder nicht mit GOTT wandelten wie Ahas (2. Könige 16,2) oder ob sie zwar mit GOTT wandelten, aber nicht ungeteilten Herzens wie Asarja (2. Könige 15,3.4):

Er tat was JaHWeH wohlgefiel, nur entfernte er nicht die Höhen.

Ein Christ, der ungeteilt dem HERRN nachfolgt, verbannt die Höhen heidnischer Bräuche wie "Christbaum" und "Osterhase" aus seinem Leben; denn heidnisches Brauchtum ist immer eine Anknüpfung an das vorchristliche Heidentum, dessen Überwindung die ersten Missionare teuer mit ihrem Leben bezahlt hatten.

Ausgerechnet mit dem Geburtstag des Sonnengottes (sol invictus, siehe Bild) legte man damals die Geburt des HERRN zusammen! Welch ein Gräuel! Sol invictus heißt unbesiegter Sonnengott, obwohl ihn CHRISTUS längst besiegt hatte. Dass sol-invictus-Fest wurde immer am 25. Dezember gefeiert, dem Tag der Sonnenwende. Der sol invictus wurde von Kaiser Aurelian als Reichsgott eingeführt und war bis in die Spätantike der ernsthafteste Gegner des Christentums (Meyers Großes Taschenlexikon, Mannheim 1983, Bd. 22, Stichwort: Sol invictus).

Die echten Christen (Bekenner) verweigerten den Kult und bezahlten dafür oft mit dem Leben. Die Verleugner machten alles mit, um ihre Haut zu retten. Und dann gab es noch die Kompromissmacher. Sie nahmen zwar den 25. Dezember als Feiertag an, füllten ihn aber insgeheim mit christlichen Inhalten auf, indem sie CHRISTI Geburt mit der Geburt des Sonnengottes zusammenlegten.

Was bist Du? Ein Bekenner, ein Verleugner oder ein Kompromissmacher?

Literatur: Glaubensnachrichten 12/2011, S. 1f.