Hamartiologie

 

Die Lehre von der Sünde ist die Hamartiologie. Daneben ist auch die (eigentlich nicht ganz korrekte) Schreibweise „Hamartologie“ verbreitet.

 

Der griechische Ausdruck ἁμαρτία (hamartia) des Neuen Testaments und das hebräischen Wort chat’at des Tanach bedeuten Verfehlen eines Ziels – konkret und im übertragenen Sinn, alsoVerfehlung – und wird in deutschen Bibelübersetzungen mit Sünde wiedergegeben.

Das deutsche Wort Sünde hat eine gemeinsame Wurzel mit Worten anderer germanischer Sprachen (Englisch sin, Altenglisch synn, Altnorwegisch synd). Der Ursprung ist nicht genau geklärt. Möglicherweise geht das Wort auf die indogermanische Wurzel *es- zurück, das Partizip des Verbessein, soviel wie seiend im Sinne von „derjenige (der es war) seiend“ bedeutend. Im Deutschen wurdeSünde erstmals als christlicher Begriff gebraucht.

Eine falsche, volksetymologische Deutung führt es auf das germanische sund zurück, weil Sund eine Trennung bezeichne. Allerdings bezeichnet „Sund“ im Gegenteil etymologisch eine Enge, also eine Verbindung, zum Beispiel eine Landenge.

Anzeige # 
Titel Autor Zugriffe
Grosse und kleine Sünden Geschrieben von Roland Odenwald 120