Okkultismus/Götzendienst
Okkultismus/Götzendienst
1. Okkult (von lat. occultus = geheim, verborgen). Darunter versteht man die Lehre vom Verborgenen und die Beschäftigung mit geheimnisvollen Kräften und Geistern, um ihre Einwirkung auf das reale Leben zu erreichen. Die Wurzeln des Okkultismus lassen sich bis in die Antike zurückverfolgen (Gnosis, Hermetik, Neuplatonismus, Kabbala). Wir verstehen darunter die auf okkulte Kräfte gegründete, häufig religiös akzentuierte Weltanschauung (z. B. Spiritismus, Mystizismus, Esoterik, Aberglauben).
2. Götzendienst: Mit "Götze" (hebr. אליל elil) bezeichnet man
a) einen "Gott", der nicht identisch ist mit dem lebendigen GOTT der Bibel
b) einen Abgott (Götzenbild, altgr. eidolon, lat. idolum).
Der Begriff Götze ist biblischen Ursprungs. "Götzenstatuen" verstoßen gegen das biblische Bilderverbot (5. Mose 5,8). Das deutsche Wort "Götze" ist erstmals 1376 in Frankfurt mit dem Begriff "gotzendreger" belegt, der einen Heiligenbilder anbietenden Straßenhändler bezeichnet, und bedeutet ursprünglich etymologisch urspr. "Bilderwerk". Der Begriff Götze ist ein um den Buchstaben "z" erweiterter Diminutiv der Bezeichnung "Gott", soviel wie "kleiner Gott". Das entsprechende hebräische Wort "אֱלִיל" ("elil") hat die Grundbedeutung "nichts", "nichtig". In der biblischen Götzenpolemik (1 Chr 16,26): "כָּל-אֱלֹהֵי הָעַמִּים, אֱלִילִים" ("kol elohei haamim elilim") übersetzte Luther: "Denn aller Heiden Götter sind Götzen." Wörtlich gilt gleichfalls: "Alle Götter der Völker sind nichts". Durch Luthers Bibelübersetzung (1534) wurde das Wort in diesem Sinn bekannt.
